Bundesliga

09.03.2017 - 13:15 Uhr


Vincenzo Grifo: "Wir wissen auch ohne die großen Schlagzeilen, was wir können"

Freiburg - Vincenzo Grifo ist einer der Shooting-Stars beim Überraschungs-Achten SC Freiburg. Vor dem inner-badischen Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim erklärt der Offensivmann, was den Sport-Club so stark macht und warum er großen Respekt vor seinem ehemaligen Team hat.

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bundesliga.de: Der Sport-Club ist zusammen mit RB Leipzig aufgestiegen. Angesichts derer Erfolge geht manchmal ein wenig unter, dass auch Freiburg eine überragende Saison spielt. Ist das nicht frustrierend?

Vincenzo Grifo: Es kann schon sein, dass Leipzig überregional stärker wahrgenommen wird, das stört uns aber nicht. Es ist ja klar, dass Leipzig mit dem Fußball, den sie spielen, für Furore sorgt. Wir wissen aber auch ohne die ganz großen Schlagzeilen, was wir können...

Video: Straßenkicker Grifo

bundesliga.de: Gutes Stichwort. Wie viele Mannschaften gibt es denn, die in dieser Spielzeit mehr können als der Sport-Club?

Grifo: Das sind schon einige, und auch die Mannschaften, die mit uns vielleicht auf Augenhöhe sind – wie vielleicht Frankfurt, Köln, Berlin und ein paar andere - stehen aus gutem Grund da, wo sie stehen. Jetzt wollen wir erst mal unser Spiel gegen Hoffenheim gewinnen. Wir wissen, dass zu Hause mit unseren Fans im Rücken einiges möglich ist.

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bundesliga.de: Genau wie der Sport-Club spielt auch Hoffenheim eine überraschend starke Saison. Wie schätzen Sie die Elf ein?

Grifo: Sie haben ein paar sehr gute Spieler in ihren Reihen, hinten mit der Fünferkette die nötige Stabilität und vorne mit Sandro Wagner, Adam Szalai, Andrej Kramaric, Mark Uth und den anderen jede Menge Qualität. Sie stehen also zu Recht auf Platz vier. Aber bei uns läuft es auch ganz gut. Die Tagesform wird sicher das Spiel entscheiden.

bundesliga.de: Kommt es eurem Spiel entgegen, dass auch 1899 Hoffenheim eine Mannschaft ist, die übers Spielerische kommt?

Grifo: Den Zuschauern kommt es jedenfalls ganz sicher gelegen, wenn eine Mannschaft nach Freiburg kommt, die sich nicht nur hinten rein stellt.

bundesliga.de: Mit vielen gegnerischen Spielern haben Sie selbst noch in Hoffenheim zusammengespielt. Hat man bei Niklas Süle, mit dem Sie in der U 23 waren, damals schon gesehen, dass er einmal für die Bayern interessant werden würde?

Grifo: Er war jedenfalls schon als ganz junger Spieler enorm talentiert. Mit seiner Größe, seiner Kopfball- und Zweikampfstärke gehört er schon jetzt zu den Besten der Bundesliga. Umso mehr freut es mich für ihn, dass er sich ab Sommer mit solch tollen Spielern wie Mats Hummels, Jerôme Boateng oder Javi Martinez um die Stammplätze auf seiner Position streiten kann.

bundesliga.de: Ihr Trainer Christian Streich hat den Anspruch, jeden Spieler auch individuell weiterzuentwickeln. In welchem Bereich haben Sie persönlich denn unter ihm dazugelernt?

Grifo: Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren in Freiburg und bin im Nachhinein froh, dass es bei mir nach ein paar Wochen Klick gemacht hat. Dass man auch als offensiver Spieler so viel nach hinten arbeiten muss, war für mich neu. Ich würde also sagen, dass ich läuferisch, vor allem aber taktisch weiter bin als vor meiner Freiburger Zeit.

bundesliga.de: Freiburg läuft in fast jedem Spiel mehr als der Gegner...

Grifo: Das ist die Basis unseres Spiels, die Grundlagen haben wir da in einer wirklich sehr harten Sommervorbereitung gelegt. Wir brauchen für unser Spiel einfach jeden Spieler, um die Räume zuzumachen.

Das Gespräch führte Christoph Ruf

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