Bundesliga

08.10.2016 - 12:12 Uhr


Hoffenheim: Ungeschlagen und mit neuem Mut

Köln - Die TSG Hoffenheim ist auch nach sechs Spielen noch unbesiegt (zur Tabelle). Für Julian Nagelsmann ist das aber kein Grund auszuflippen, genauso wenig für Lukas Rupp und Pirmin Schwegler (siehe Video oben). "Abheben verboten", heißt es im Kraichgau nach der schwierigen letzten Saison.

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Julian Nagelsmann rannte in der Schlussphase an der Seitenlinie auf und ab, gestikulierte wild, schrie seine Spieler immer wieder an. Nicht dass der Trainer von 1899 Hoffenheim noch eine Wende fürchtete, er wollte einfach die letzten Prozent Energie aus seiner Mannschaft herauspressen. "Ich hatte das Gefühl, ihnen geht der Strom aus", sagte der jüngste Bundesliga-Coach nach dem 2:1 (2:0) beim FC Ingolstadt (>>> Alle Infos zu #FCITSG im Matchcenter).

"Nur eine Momentaufnahme"

Doch der Strom reichte - zum wiederholten Mal. Die Kraichgauer gewannen das zweite Spiel in Folge, sind nach sechs Begegnungen weiterhin ungeschlagen. Wer allerdings nun forsche Töne erwartete, wurde enttäuscht. "Wir freuen uns", sagte der 29-jährige Nagelsmann mit dem Hauch eines Lächelns im Gesicht, "aber das ist nur eine Momentaufnahme. Wir versuchen, das aufrechtzuerhalten und unsere Leistung zu stabilisieren."

Zieht man die Vorsaison heran, ist die Stabilisation schon gelungen. Gerade mal zwei Pünktchen hatte man damals nach dem sechsten Spieltag auf dem Konto. Vier Niederlagen und zwei Remis standen zu Buche. Auch das Resultat einer gelungenen Sommer-Transferperiode. Der Aderlass im Sommer fiel gering aus. Vom Satmmpersonal verließen lediglich Kevin Volland (Bayer Leverkusen) sowie Tobias Strobl (Mönchengladbach) den Club. Dabei gab es überaus lukrative Angebote für zahlreiche TSG-Profis.

Ein angenehmer Mensch, aber auf dem Rasen ein Tier

Niklas Süle war zum Beispiel heißbegehrt - nicht nur bei Bundesliga-Konkurrenten, sondern auch im Ausland. "Der Transferüberschuss hätte deutlich, sehr deutlich höher ausfallen können, wenn wir es gewollt hätten", sagte Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG, kürzlich. "Aber wir wollten eine qualitativ hochwertige, absolut konkurrenzfähige Mannschaft zusammenstellen, mit der wir angreifen können."

Rosen kann herzhaft lachen, wenn er etwa an die kritischen Anmerkungen denkt nach dem Transfer von Sandro Wagner. "Es gab ja schon einige Fragezeichen vor der Verpflichtung." Nun fühlt sich Rosen in seinem Eindruck bestätigt: "Sandro ist auf dem Rasen ein Tier. Und abseits des Platzes ein absolut angenehmer Mensch", sagt der 37-Jährige und erzählt zur Veranschaulichung eine kleine Anekdote: "Sandro ist der erste Neuzugang gewesen, der hier an seinem ersten Tag gleich durch alle Büros gegangen ist und sich überall vorgestellt hat: 'Hallo, ich bin Sandro, ich bin neu hier.'" Das ist die öffentlich unbekannte Seite. Und Unwissen führt schnell zu Urteilen, Vorurteilen, Fehlurteilen.

Kaum etwas zu bemängeln

Wagner war es, der seine Mannschaft am 6. Spieltag in Ingolstadt mit seinem Treffer auf die Siegerstraße brachte. Neben dem zweiten Tor durch Kerim Demirbay hätten weitere folgen können. "Wir hatten drei bis vier Riesenchancen, um das Spiel früher zu entscheiden", sagte Julian Nagelsmann. Mehr hatte er nicht zu bemängeln am Auftritt seiner Mannschaft. Trotzdem hält er sie auf dem Boden. Denn die TSG Hoffenheim weiß nach der letzten Saison, wo sie herkommt.

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