Bundesliga

25.02.2016 - 13:01 Uhr


Super Sunday der Super-Starts

Andre Schubert holte in 17 Spielen 35 Punkten mit der Borussia

Köln - Neu im Geschäft und gleich für Furore gesorgt haben vier Protagonisten, die mit ihren Vereinen am Sonntag wieder gefordert werden: Andre Schubert, Julian Nagelsmann, Chicharito und Younes Belhanda haben jeweils bei ihren (damals) neuen Vereinen einen Traumstart hingelegt, den sie auch weiter verfolgen wollen. bundesliga.de hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Furioses Schubert-Debüt im Hinspiel

Im Hinspiel feierte Andre Schubert sein Debüt als Cheftrainer der Borussia – und was für eines: Die bis dato noch punktlose Borussia führte gegen überforderte Augsburger nach 21 Minuten bereits mit 4:0. Am Ende hieß es nach zwei Strafstoß-Treffern von Paul Verhaegh zwar „nur“ noch 4:2, nichtsdestotrotz war dieser Sieg der Startschuss zu einer Aufholjagd, der die Mönchengladbacher von Platz 18 bis ins obere Tabellendrittel führte.

Schubert war der zweite Trainer der Bundesliga-Geschichte, der zum Start seine ersten sechs Bundesliga-Spiele Spiele gewonnen hat, er egalisierte den Rekord von Willi Entenmann, dem dies 1986 in seinen ersten sechs Partien für Stuttgart gelang.

Von den Trainern der Borussia blieb nur Schubert in seinen ersten zehn Bundesliga- Partien ohne Niederlage (acht Siege, zwei Remis). Seit Schubert Trainer ist, ist die Borussia das drittbeste Team der Liga und auf Augenhöhe mit dem zweitbesten Team aus Dortmund, das in diesem Zeitraum nur einen Punkt mehr holte. Mit einem Schnitt von 2,1 Punkten pro Partie ist Schubert der erfolgreichste Coach in der Bundesliga-Geschichte der Mönchengladbacher. Ebenfalls Bestwert aller Borussen-Trainer sind die durchschnittlich 2,4 Tore pro Spiel.


Gelungener Start vor dem Wiedersehen

Hoffenheim feierte am letzten Wochenende den dritten Saisonsieg (bei jedem Erfolg stand ein anderer Trainer an der Seitenlinie: Markus Gisdol, Huub Stevens und zuletzt JulianNagelsmann). Sollte die TSG in Dortmund siegen und gleichzeitig Bremen nicht gewinnen, würde Hoffenheim das erste Mal seit Anfang Oktober (8. Spieltag) die direkten Abstiegsplätze verlassen.

Hoffenheim holte mit Youngster Julian Nagelsmann vier der sechs möglichen Punkte. Mehr Punkte in den ersten beiden Bundesliga-Spielen mit der TSG holte nur Ralf Rangnick, der damals aber schon länger TSG-Trainer gewesen war (bereits in Liga 2). Pezzaiuoli, Stanislawski, Babbel, Kramer, Kurz und Stevens starteten alle erfolgloser als Nagelsmann (Gisdol gleich erfolgreich).

Nagelsmann war beim FC Augsburg II Spieler unter Trainer Thomas Tuchel. Nachdem Nagelsmann seine aktive Karriere mit 20 Jahren verletzungsbedingt (Knorpelschaden) beenden musste, arbeitete er für Tuchel als Scout – der Start der Trainerkarriere. Bei Tuchel selbst verlief der Einstieg ins Trainergeschäftähnlich, auch er war früh Sportinvalide. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide gewannen als Trainer die Deutsche A-Jugendmeisterschaft. Beide äußerten sich in den letzten Monaten sehr respektvoll übereinander, es war zwischen den Zeilen aber deutlich herauszuhören, dass es kein Verhältnis zwischen Guru und Jünger ist. Nagelsmann ist kein Tuchel-Schüler.


Als Chicharitos Stern aufging

Im Hinspiel erzielte Chicharito den goldenen 1:0-Siegtreffer gegen den 1.FSV Mainz 05. Es war das erste Bundesliga-Tor im dritten Spiel des Mexikaners und der Beginn einer echten Erfolgsgeschichte. Nach 18 Bundesliga-Spielen steht der Mexikaner bei 13 Toren.

Chicharito hat sich schnell zum Stürmer Nummer Eins bei Bayer gemausert und rechtfertigte dies mit einer starken Trefferquote: In der Bundesliga ist er mit 13 Treffern bester Torschütze von Bayer – kein anderer Leverkusener traf mehr als vier Mal. Im Schnitt traf Chicharito in der Bundesliga alle 107 Spielminuten – das ist Gerd Müller-Niveau (alle 105 Minuten).

Chicharito erzielte 42 Prozent der LeverkusenerSaisontore (13 von 31) – nur bei Alex Meier ist der Anteil an den Toren seiner Mannschaft höher. Wenige Monate benötigte Chicharito um zum erfolgreichsten Mexikaner der Bundesliga-Geschichte aufzusteigen. In Frankfurt schnürte er als erster Mexikaner in der Bundesliga einen Doppelpack, gegen Mönchengladbach folgte ein Dreierpack und mit jetzt 13 Toren traf er schon öfter als seine vorherigen fünf Landsleute zusammen.


Belhanda mit super Start

Younes Belhanda kam auf Leihbasis von Dynamo Kiev zu Schalke und ist zunächst bis zum Saisonendegebunden. Beim Rückrundenstart feierte er als Joker sein Debüt und wurde zum ersten Marokkaner im S04-Dress.

Nach einer weiteren Einwechslung durfte er dann in Mainz erstmals von Beginn an ran und erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Nach nur 87 Ligaminuten gelang dem 25-Jährigen sein erstes Tor. So schnell hatte sich zuvor noch keiner seiner neun Landsleute in Torschützenliste der Bundesliga eingetragen. Und es kam noch besser, denn gegen Stuttgart traf er gleich wieder (per Kopf) und entpuppt sich immer mehr als Verstärkung.

Weitere Artikel
#Spielplan
Tabelle
Stats&Facts
Saison

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH