Bundesliga

11.02.2016 - 15:46 Uhr


Die Aufsteiger marschieren weiter

Im direkten Duell der Aufsteiger siegte Ingolstadt im Herbst mit 3:1

Köln - Der FC Ingolstadt 04 und Darmstadt 98 mischen weiter die Bundesliga auf. Wer dachte, den beiden Aufsteigern würde in der Rückrunde die Puste ausgehen, sieht sich getäuscht. Mit jeweils sechs Punkte aus den ersten drei Rückrundenpartien steuern die beiden Überraschungsteams weiter souverän den Klassenerhalt an. bundesliga.de hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Der derzeitige Rang reichte am Ende fast immer

Beide Aufsteiger spielen eine sehr starke und so nicht zu erwartende Saison und belegen nach 20 Spieltagen die Plätze zehn (Ingolstadt) und elf (Darmstadt).

In der Geschichte der Bundesliga sind am Saisonende nur fünf bzw. sechs Mannschaften noch abgestiegen, die nach 20 Spieltagen gleich gut oder besser platziert waren:

Zwei Mal erwischte es am Saisonende noch den Tabellenneunten (2010/11 Frankfurt, 2011/12 Köln), drei Mal den Zehnten (1989/90 Mannheim, 1992/93 Saarbrücken und 1995/96 Frankfurt) sowie ein Mal den Elften (1991/92 Duisburg).

Starke Rückrunden

Ingolstadt und Darmstadt holten in der Rückrunde sechs Punkte (jeweils zwei Siege und eine Niederlage). Beide verloren nur gegen die Ruhrpott-Größen – Ingolstadt gegen den BVB, Darmstadt gegen Schalke.

Die Schanzer gewannen beide Heimspiele, die Lilien hingegen holten in den beiden Auswärtsspielen der Rückrunde die maximale Punktzahl und bestätigten ihre Auswärtsstärke.

Darmstadt lebt von der Auswärtsstärke

Darmstadt 98 hat in dieser Saison zu Hause erst eine Partie gewonnen (2:1 gegen Bremen am 22. September) und holte aus zehn Heimspielen nur sieben Punkte (Rang 16 der Heimtabelle). Etwas mehr muss zu Hause schon kommen, denn Heimschwäche führt unmittelbar zum Abstieg: In den letzten 17 Jahren ist das schlechteste Heimteam immer abgestiegen.

Punktet die Schuster-Elf in der Fremde aber so weiter wie bisher, dann kann den Lilien selbst die Heimschwäche nichts anhaben: Nur der FC Bayern und Borussia Dortmund holten auswärts mehr Punkte.

Gewinner des letzten Spieltags

Vor dem Anpfiff am letzten Spieltag bei 1899 Hoffenheim war Darmstadt auf Rang 15 abgerutscht, so tief wie noch nie in dieser Saison. Die Lilien trotzten aber dem Druck und wurden zum großen Gewinner des Spieltags 20: Durch das 2:0 kletterte die Schuster-Elf bis auf Rang 11 und machte den größten Sprung am 20. Spieltag (während die Konkurrenten Hannover, Hoffenheim, Bremen, Frankfurt und Augsburg verloren).

Darmstadt liegt nun fünf Punkte vor dem Relegationsrang und sogar zehn Zähler vor den direkten Abstiegsplätzen – der Klassenerhalt nimmt Formen an.

Torgefährliche Abwehrspieler, ebenfalls auswärts

Bei Darmstadt 98 trafen die Abwehrspieler fast genauso oft (sechs Mal, doppelt so oft wie die der Bayern) wie die Stürmer (sieben Mal).

Aytac Sulu ist mit fünf Treffern der torgefährlichste Abwehrspieler der Liga (zusammen mit Elfmeterschütze Paul Verhaegh), Slobodan Rajkovic traf einmal. Alle seine fünf Saisontore gelangen Darmstadts Kapitän Sulu auswärts, vier Mal per Kopf und vier Mal zum 1:0.

Ingolstadt kassiert sehr wenige Gegentore

Ingolstadt Prunkstück ist natürlich die Defensive, und das schon die komplette Saison – die 21 Gegentore des Bundesliga-Neulings werden einzig vom FC Bayern unterboten. Ingolstadt ist erst das zehnte Team in der Historie der Bundesliga, das nach 20 Spieltagen weniger als 15 Tore auf dem Konto hat.

Die neun Vorgänger von Ingolstadt hatten durchschnittlich 15 Punkte auf dem Konto, der FCI steht bei 26 Zählern. Noch nie bescherte so wenig Offensiv-Power so viele Punkte. Ingolstadt hatte mit Abstand die wenigsten Großchancen der Liga (elf, wie auch Hannover), verwertet davon haben sie sieben. Das entspricht 64 Prozent und ist die zweitbeste Quote der Bundesliga.

Wenn der Ball ruht

Ingolstadt traf gegen Augsburg nach einer Ecke und per Strafstoß; sieben der 14 Saisontore resultierten aus ruhenden Bällen. Das ist ligaweit der höchste Anteil an Standardtoren (50 Prozent).

Für das Wolfsburg-Gastspiel muss sich der FCI allerdings eine andere Erfolgsstrategie überlegen: Die Wölfe kassierten in dieser Saison nur ein Standardgegentor (in der Vorwoche ein direkter Freistoß von Johannes Geis) und sind zumindest in dieser Hinsicht Ligaspitze.

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