Bundesliga

15.11.2016 - 16:00 Uhr


Tipps vom Fantasy-Experten: So klappt's beim Klassiker

Sokratis (l.) und Robert Lewandowski treffen am Samstag im SIGNAL IDUNA PARK aufeinander

Köln – Nach der Länderspielpause meldet sich die Bundesliga mit einem Knall zurück: Am Wochenende steht die 95. Ausgabe des Klassikers zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München auf dem Programm. Die Dortmunder könnten ihren Rückstand auf den Tabellenführer mit einem Sieg im SIGNAL IDUNA PARK auf drei Punkte verkürzen, aber auch beim offiziellen Bundesliga Fantasy Manager werden wieder wertvolle Punkte vergeben!

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Vermutlich habt ihr vor dem Kampf der Titanen am 11. Bundesliga-Spieltag gehörige Entscheidungsprobleme - so geht es mir zumindest. Soll ich Robert Lewandowski oder Pierre-Emerick Aubemeyang ins Rennen schicken? Sollte ich in der Abwehr auf vier Spieler von unbeteiligten Mannschaften setzen, falls der Klassiker am Samstag mit 4:4 endet? Und hat Manuel Neuer zwischen den Pfosten weiterhin mein Vertrauen?

Auf meiner verzweifelten Suche nach Antworten habe ich über den Statistiken der letzten zehn Bundesliga-Klassiker gebrütet. Hier lest ihr, was ich herausgefunden habe.

Rekorde im Klassiker

Den Topscorer der letzten zehn Aufeinandertreffen zwischen Dortmund und Bayern zu benennen, ist keine schwierige Aufgabe: Es ist Robert Lewandowski. Der polnische Torjäger hat in zehn Klassiker-Einsätzen fünf Tore erzielt (eines für den BVB, vier für den FC Bayern) - auch der einzige Treffer beim 1:0-Sieg im SIGNAL IDUNA PARK in der Saison 2014/15 geht auf sein Konto. Mario Götze, der im Sommer von Bayern zurück nach Dortmund gewechselt ist, hat mit vier Scorerpunkten die zweitbeste Klassikerbilanz. Thomas Müller liegt mit drei Punkten auf dem dritten Rang. Pierre-Emerick Aubameyang hingegen hat seit seinem Wechsel zum BVB im Jahr 2013 nur ein einziges Bundesliga-Tor gegen die Bayern erzielt.

In Sachen Vorlagen liegt Müller übrigens (zusammen mit Teamkollege Thiago Alcantara) auf dem geteilten ersten Platz. Allein für die drei Tore und Vorlagen hätte der 27-Jährige schon ganze 15 Punkte bekommen - genauso viele wie Lewandowski. Bei Mario Götze wären es sogar noch mehr: Für seine fünf Klassiker-Scorerpunkte wäre er mit starken 17 Punkten belohnt worden. Natürlich könnte man versuchen, einfach alle drei Top-Angreifer für den Klassiker ins Team zu holen, aber einer der drei Topscorer setzt sich mit seinen starken Zweikampf-Werten noch einmal deutlich von der Konkurrenz ab.

Zweikämpfe und weiße Westen

Erstaunlicherweise hat Robert Lewandowski in fünf der letzten zehn Klassiker nämlich auch noch die meisten Zweikämpfe aller Akteure für sich entschieden. Beim 1:0-Sieg gegen Dortmund in der Saison 2014/15 gewann der 28-Jährige beeindruckende 29 seiner direkte Duelle - insgesamt hätte der bayrische Torjäger für dieses Spiel also ganze 18 Punkte bekommen! Zweitplatzierter in der Liste der Zweikämpfer beim Klassiker ist Lukasz Piszczek, auch in dieser Kategorie hat Lewandowski seine Mitstreiter also auf die Plätze verwiesen.

Aber lasst uns den Fokus doch einmal auf das andere Ende des Platzes richten, denn jeweils eine der beiden Mannschaften hat in sechs der letzten zehn Klassiker eine weiße Weste behalten. Das letzte Spiel von insgesamt drei Klassikern ohne Gegentor auf der Liste von Manuel Neuer (und dem FC Bayern) fand am 25. Spieltag der letzten Bundesliga-Saison statt. Für BVB-Torhüter Roman Bürki war es gleichzeitig das erste Mal, dass er im Klassiker den Kasten sauber halten konnte. Neuer hat übrigens auch den einzigen Elfmeter, der in den Klassikern gegen den Rekordmeister gepfiffen wurde, pariert (was ihm fünf Punkte eingebracht hätte). Ironischerweise hieß der Schütze beim 1:1-Remis im SIGNAL IDUNA PARK in der Saison 2012/13 Robert Lewandowski, der Torjäger schnürte damals noch für die Schwarz-Gelben die Schuhe.

Im gleichen Zeitraum blieb der BVB vier Mal ohne Gegentor, jedoch gelang dieses Kunststück den Dortmundern nur ein einziges Mal vor heimischem Publikum. Auf Roman Weidenfeller, der am Samstag vermutlich auf der Bank Platz nehmen wird, entfallen dabei drei der weißen Westen - auch den wichtigen Elfmeter von Arjen Robben beim 1:0-Sieg in Dortmund in der Saison 2011/12 parierte der ehemalige BVB-Stammtorhüter. Kann Bürki jetzt am Wochenende nachziehen? Wie auch immer, wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müsste, würde ich Manuel Neuer in meine Fantasy-Elf holen.

Disziplin und defensive Dilemmata

Wenn man sich mal genauer anschaut, wie sich die beiden Teams in den letzten Klassikern in Sachen Disziplin geschlagen haben, kommen durchaus überraschende Zahlen zutage: Die zwei Gelben Karten, die Aubameyang und Xabi Alonso in den letzten zehn Klassikern gesehen haben, sind zum einen kein großes Drama (für Verwarnungen wird im Fantasy Manager lediglich ein Punkt abgezogen). Zum anderen werden sie nur von zwei aktiven Akteuren überboten.

Während Jerome Boateng immerhin drei Mal vom Schiedsrichter verwarnt wurde, ist Rafinha der einzige Spieler, der in den letzten zehn Partien zwischen Dortmund und Bayern vom Platz geflogen ist. Beim 3:0-Sieg der Bayern in München in der Saison 2014/15 sah der FCB-Verteidiger eine glatte Rote Karte (die ihm übrigens einen Abzug von fünf Punkten im Fantasy Manager eingebracht hätte).

Aber selbst wenn die beiden am Samstag die Ruhe bewahren sollten, würde ich mir genau überlegen, einen von ihnen in meiner Fantasy-Elf aufzustellen - oder irgendeinen anderen Verteidiger der beiden Rivalen. Denn ein Abwehrspieler konnte sich in der jüngeren Klassiker-Geschichte nie ins Rampenlicht spielen, während die Offensivpower beider Mannschaften auf mich den Eindruck macht, als wären Tore am Samstag nahezu garantiert. Auch wenn das letzte Aufeinandertreffen torlos endete…

Ihr könnt auf mich zählen!

Euer Matt

Der Autor

Der Experte Matt Howarth liebt Zahlen über alles. Sein Klingelton ist die Ansage aller Primzahlen bis 1.000. Hatte als Kind ein Poster von Graf Zahl aus der Sesamstraße über dem Bett. Aus den Tiefen seiner Excel-Tabellen versorgt er Dich mit wertvollen Infos für Dein Team.

Video: Die Herbstliga im Fantasy Manager

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