Bundesliga

03.09.2016 - 19:27 Uhr


Tipps vom Coach: Diese Spieler könnten von neuen Trainern profitieren

Carlo und ich hatten mit unseren Teams ein hervorragendes Wochenende

Köln - Neue Saison, neue Trainer. Und wenn man FC Bayern Münchens Carlo Ancelotti mal außen vorlässt, war mein Debüt als Verantwortlicher meiner offiziellen Bundesliga Fantasy Manager Mannschaft vielleicht der beste Saisonstart eines neuen Coaches.

James "Der Coach" Thorogood ist beim Thema Taktik und Formationen unerreicht. Er ist Bundesliga-verrückt. Juan Arango, Raul und Sascha Mölders sind seine drei Lieblingsspieler aller Zeiten. Regelmäßig führt er beim Edelitaliener Taktik-Diskussionen mit Carlo Ancelotti. Auch mit Thomas Tuchel hat "JT" schon Salz- und Pfefferstreuer über den Tisch geschoben.

Wo war Mo Dahoud?

Ich muss ein ernstes Wörtchen mit André Schubert sprechen, dass er den für mich persönlich unumstrittenen Startelf-Spieler Mahmoud Dahoud auf der Bank schmoren ließ. Dennoch sammelte ich stolze 128 Punkte am 1. Spieltag der neuen Saison. Und die Schamesröte über die Nichtberücksichtigung Dahouds wich ziemlich schnell aus meinem Gesicht, als ich realisierte, dass ich Flo "Der Scout" und "Der Experte" Matt in der Spieltagswertung hinter mir gelassen habe. Aber keine Sorge Jungs, ihr habt noch genug Zeit, das aufzuholen.

Genug der Selbstbeweihräucherung - zumindest für den Moment. Außer mir waren schließlich auch noch sechs weitere neue Trainer in der Bundesliga aktiv. Und auch wenn nur einer von ihnen - Coach Carlo - einen Sieg einfahren konnte, gab der Spieltag mir genug Ansätze darüber nachzudenken, welche Spieler von den neuen Trainern besonders profitieren könnten.

Franck Ribéry (FC Bayern München, Mittelfeld, 12,2 Millionen)

Es ist nicht so, dass Franck Ribéry von Pep Guardiola gebremst wurde. Eher von seinen Verletzungen, von denen es letzte Saison zu viele gab. Der Franzose spielte 2015/16 nur 13 Mal in der Bundesliga und war an acht Toren beteiligt - keine schlechte Quote, aber die schlechtesten Zahlen seit dem der FCB ihn 2007 unter Vertrag nahm.

Gegen den SV Werder Bremen drehte der 33-Jährige mal wieder richtig auf. 13 Punkte holte er beim offiziellen Bundesliga Fantasy Manager. Ein Tor, eine Vorlage, drei Torschüsse und neun gewonnene Zweikämpfe taugen durchaus als Fingerzeig dafür, dass er ganz der Alte ist. Wenn er es schafft verletzungsfrei zu bleiben.

Raul Bobadilla (FC Augsburg, Angreifer, 11 Millionen)

Der Stürmer konnte nach der Winterpause nicht mehr an die Hinrunde anknüpfen und fand sich regelmäßig auf der Bank wieder. Nur ein Tor in der zweiten Saisonhälfte - damit konnte der Paraguayer seinen Trainer nicht überzeugen. Doch zum Saisonstart sieht er beinahe aus wie neugeboren.

Der 29-Jährige gewann zwölf Zweikämpfe und schoss drei Mal aufs Tor. Zwar konnte er die Niederlage des FCA nicht verhindern, aber der Neubeginn unter Coach Dirk Schuster sah vielversprechend aus und Bobadilla sammelte sieben Punkte - und das ohne Tor und bei gleichzeitiger Niederlage seines Teams.

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04, Verteidiger, 11 Millionen)

Die Zeit von André Breitenreiter als Cheftrainer des FC Schalke 04 war weder Fisch noch Fleisch. Sie war kein Erfolg, schlecht war sie allerdings auch nicht. Dasselbe kann man über die letzte Saison von Benedikt Höwedes sagen. 15 Einsätze und ein Tor stehen auf seiner Habenseite, drei unterschiedliche Verletzungen schlugen negativ ins Konto ein.

Die Königsblauen verloren ihr Auftaktmatch gegen Eintracht Frankfurt, aber Höwedes spielte solide und gewann acht Zweikämpfe. Der neue Cheftrainer Markus Weinzierl ist bekannt dafür, seine Mannschaft defensiv stark zu machen. Das könnte Benedikt Höwedes im offiziellen Bundesliga Fantasy Manager zu einer Menge Punkte verhelfen - wenngleich man ihn an Spieltag 2 gegen die Bayern als Fantasy Coach vielleicht noch schonen sollte.

Dario Lezcano (FC Ingolstadt, Angreifer, 10 Millionen)

Auf Dario Lezcano wurde ich beim 3:3 des FC Ingolstadt gegen Bayer 04 Leverkusen am letzten Spieltag der Vorsaison aufmerksam. Er sah zwar ab und zu so aus, als ob er mit den Anforderungen der Bundesliga noch nicht hundertprozentig zurecht kommt, aber mein untrügliches Gespür sagt mir, dass er genau der Spielertyp ist, den Trainer Markus Kauczinski bevorzugt.

Er führte den FC Ingolstadt beim 1:1 gegen den Hamburger SV und holte sich sieben Punkte. Auch wenn sein Teamkollege Mathew Leckie elf sammelte, ist Lezcano angesichts drei Millionen geringerer Transferkosten und höherer Treffsicherheit sicher die sinnvollere Wahl.

Dominik Kaiser (RB Leipzig, Mittelfeld, 8,2 Millionen)

Ich könnte mich immernoch in den Hintern beißen, dass ich Dominik Kaiser am ersten Spieltag nicht aufgestellt habe. Der Kapitän von RB Leipzig war genau wie Frankfurts Mijat Gacinovic Teil meiner Mannschaft. Dann tauschte ich die beiden gegen Johannes Geis und Suat Serdar. Das war völlig vercoacht. Beinahe hätte ich mich selbst hinausgeworfen.

Man kann Kaiser nicht nachsagen, dass er die Erwartungen in der Vorsaison nicht erfüllt hätte. Aber der Schritt in die Bundesliga ist ganz bestimmt kein einfacher. Unter Ralph Hasenhüttl hat der Leipziger Kapitän mehr Freiheiten im Mittelfeld und nutzte sie im Spiel gegen die TSG Hoffenheim sofort. Er schnappte sich beeindruckende 12 Punkte und da er auch Freistoß- und Elfmeterschütze bei RB ist, würde ich darauf wetten, dass sein Transferwert in dieser Saison noch zweistellig wird.

Mario Vrancic (SV Darmstadt 98, Mittelfeld, 3 Millionen)

Vrancic war in der Vorsaison unter Dirk Schuster die meiste Zeit eher eine Randfigur. Es sieht jedoch so aus, als ob er den Schwung aus der Schlussphase der Saison mit ins Spiel gegen den 1. FC Köln genommen hat, in dem ihn der neue Lilien-Trainer Norbert Meier von Beginn an einsetzte.

Mit drei Millionen Transferwert ist der 27-Jährige ein echtes Schnäppchen. Fünf Punkte durch zwei Torschüsse und sieben gewonnene Zweikämpfe holte er in Köln. Der "talentierteste Youngster, mit dem ich je zusammengearbeitet habe", wie mein Idol Jürgen Klopp Vrancic einst beschrieb, könnte diese Saison den Durchbruch schaffen. Aber selbst wenn ihm das nicht gelingt, einen Stammspieler zu dem Preis sollte man immer auf dem Zettel haben,

Das war's für heute vom Rotationskönig. Ich muss mich für mein Date mit dem DVD-Player und meinem Notizblock fein machen, um auch noch die kleinsten Details des 1. Spieltags zu analysieren - nachdem ich mit André telefoniert habe. Ich habe schon den einen oder anderen Spieler im Kopf, den ich für den 2. Spieltag in mein Team einbaue. Haltet also die Augen nach meinem nächsten Artikel offen, denn die Wahrheit liegt wie immer auf der Taktiktafel.

Euer Coach James

Weitere Artikel
#BLFantasy
#BLTippspiel
Die Bundesliga APP

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH