Bundesliga

20.02.2016 - 20:03 Uhr


Thomas Müllers Traumtor: "Es ging eben nicht anders"

Spektakulär, aber bescheiden: Thomas Müller erklärt sein Traumtor ganz nüchtern

Der Angreifer des FC Bayern München hat nun schon 17 Saisontore erzielt

München - Wer eine kurze Erklärung benötigt, was Thomas Müller so einzigartig macht, der muss sich eigentlich nur die 71. Minute der Partie FC Bayern München gegen SV Darmstadt 98 anschauen. Aus einer eigentlich aussichtslosen Position machte Müller kurzerhand ein Traumtor.

Ballannahme in arger Bedrängnis mit der Brust, nach hinten fallen lassen und dann mit dem linken Fuß den Ball am Gegenspieler vorbei so platziert auf das Tor bringen, dass der Torhüter keine Abwehrchance hat - fertig ist ein unnachahmlicher Müller-Treffer.

Für den 26-Jährigen, der momentan gemeinsam mit Robert Lewandowski Tore am Fließband produziert, war es bereits der 17. Treffer in dieser Saison. Nach dem Schlusspfiff erklärte er im Interview sein akrobatisches Tor und äußerte sich zum Comeback von Franck Ribery.

"Schön, dass ich mal ein schönes Tor mache"

Frage: Thomas Müller, war Ihr Tor zum 2:1 ein Fallrückzieher oder eine ganz neuartige Kunstform?

Thomas Müller: Es war ein Tor in rückwärtiger Position zum gegnerischen Torwart, eher ein bisschen seitlicher. Anders ging es eben nicht, deshalb sah es akrobatisch aus.

Frage: Welche Haltungsnote würden Sie sich für diesen Treffer geben?

Müller: Im Endeffekt war die Ausführung gar nicht so gut. Dass aus der Situation heraus aber noch ein Tor wird, war ganz gut. Ich bin aber nicht dazu da, mein Tor zu bewerten. Es ist doch schön, dass ich auch mal ein schönes Tor gemacht habe (lacht).

Frage: Robert Lewandowski macht Kickboxen und Yoga für seine Beweglichkeit. Was machen Sie?

Müller: Nichts Besonderes. Ich spiele Golf, Basketball und Eishockey.

Frage: Wie hat Ihnen die erste Halbzeit des Spiels gefallen?

Müller: Nicht ganz so gut, weil wir 0:1 zurücklagen als es in Richtung Kabine ging. Wir haben zwar nicht schlecht gespielt und hatten vielleicht sogar mehr Torchancen als wir uns ausgerechnet haben. Aber wir haben die Möglichkeiten nicht genutzt. Das war ärgerlich.

"Vielleicht wäre ich einer für Darmstadt"

Frage: Sie hatten einen Wortwechsel mit Darmstadts Torhüter Christian Mathenia. Worum ging es da?

Müller: Ich habe ihm gesagt, dass sie weiter so ekelig spielen sollen. Darauf meinte er, meine Tore wären auch ekelig gewesen und da habe ich gesagt, dass ich vielleicht einer für Darmstadt wäre.

Frage: Wie haben Sie das Comeback von Franck Ribery erlebt?

Müller: Er hat keine Qualität verloren, das haben wir schon in Mönchengladbach gesehen, als er vor der Winterpause zurückgekommen ist. Jetzt muss er nur gesund bleiben, dann hilft er uns weiter.

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