Champions League

06.04.2016 - 09:35 Uhr


Müller: "Gutes Ergebnis, aber noch nichts entschieden"

Thomas Müller (M.) und der FC Bayern machen durch das 1:0 gegen Benfica Lissabon den ersten Schritt Richtung Halbfinale

München - Der Jubel fiel etwas verhalten aus. Auch wenn der FC Bayern München mit dem 1:0 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Benfica Lissabon beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinal der Champions League hat, trauerten die Münchner am Ende der einen oder anderen ungenutzten Torchance nach. So auch Thomas Müller, der im Interview das Spiel der Bayern analysiert, einen neuen Trend erkennt und seine Vorfreude aufs Rückspiel erklärt.

Frage: Thomas Müller, wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Thomas Müller: Das 1:0 zuhause ist ein ordentliches und gutes Ergebnis. Aber natürlich ist das Duell dadurch noch nicht entschieden. Das wird ein spannendes Rückspiel für alle Zuschauer und auch für uns Spieler. Man hat gesehen, dass Benfica zu Recht im Viertelfinale steht. Sie haben uns schon ein bisschen Mühe bereitet. Auch wenn wir insgesamt die bessere Mannschaft waren, hat Benfica gezeigt, dass es einem wehtun kann.

Frage: Dabei hätte der Start mit dem frühen Tor in der zweiten Minute wohl nicht besser laufen können...

Müller: Es lief dann auch ganz gut weiter. In der ersten Viertelstunde haben wir immer wieder den freien Mann auf der anderen Seite durch gute Verlagerungen gefunden. Ich weiß nicht, ob wir es dann nicht mehr so gut ausgespielt haben oder Benfica darauf reagiert hat und die Außen besser zugestellt hat. Insgesamt haben wir nicht so viele Tormöglichkeiten herausgespielt wie wir es gerne gehabt hätten. Wir waren vielleicht nicht so kaltschnäuzig, wie wir es in der Vergangenheit schon gewesen sind.

Frage: Welche konkreten Schwierigkeiten hat Benfica Ihnen bereitet?

Müller: Wenn man so früh ein Tor schießt, heißt das nicht, dass dann das ganze Spiel einfach wird. Die Abwehr- und die Mittelfeldreihe von Benfica spielen sehr eng aufeinander. Offensiv haben sie sehr viel mit langen Bällen agiert und auf die zweiten Bälle gehofft. Sie haben körperlich größere Spieler als wir und da haben wir uns nicht leicht getan. Die größten Chancen hatten sie nach Einwürfen von der Seite. Die Einwürfe kannst du nicht verhindern und dann musst du eben alles in die Waagschale werfen, wenn der Ball in den Sechzehner kommt. Ganz abstellen kann man Benfica eben nicht. Als Mannschaft agieren sie sehr gut. Das ist kein zusammengewürfelter Haufen, der das erste Mal zusammenspielt. Sondern die wissen schon was sie tun.

Frage: Hat Benfica so gespielt, wie man gegen die Bayern spielen muss?

Müller: Wir dürfen nicht vergessen, dass sie 0:1 verloren haben. Ich weiß nicht, ob Benfica zufrieden ist. Wir trauern eher der Torchance kurz vor Schluss nach. Ansonsten war es kein großer Glanz, aber es ist in einem Champions-League-Viertelfinale nie ganz einfach.

Frage: Sie haben jetzt zum dritten Mal in Folge 1:0 gewonnen...

Müller: Das ist ein positiver Trend. Wenn wir den bis zum Saisonende durchziehen, sieht es gut aus.

Frage: Benfica muss im Rückspiel ohne den gelbgesperrten Toptorjäger Jonas auskommen. Ist das ein Vorteil für Ihre Mannschaft?

Müller: Er spielt eine gute Rolle bei Benfica und ist ein erfahrener Stürmer. Deswegen sind wir nicht traurig, dass er nicht dabei ist.

Frage: Die Benfica-Fans haben zwischendurch lautstark auf sich aufmerksam gemacht. Was erwarten Sie in Lissabon?

Müller: Das wird eine super Atmosphäre dort werden. Darauf kann man sich sowohl als Spieler als auch als Bayern-Fan freuen.

Aus München berichtet Maximilian Lotz

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