Bundesliga

20.03.2017 - 09:26 Uhr


Thomas Müller: "Die Liga kann sich von dem Schock erholen"

Im Interview ist Thomas Müller immer für einen Scherz zu haben

Da ist das Ding - Thomas Müller macht das 1:0 gegen Gladbach

Der Weltmeister jubelt - nach neun torlosen Spielen hat er endlich wieder getroffen

Mönchengladbach - Zum Jubiläum gab es endlich mal wieder einen Treffer. Mit seinem Tor zum 1:0 entschied Thomas Müller die Partie bei Borussia Mönchengladbach für den FC Bayern München. Im Interview spricht der Weltmeister über seinen Treffer, heißblütige Erfolgsmenschen und Suchtgefühle.

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Frage: Thomas Müller, Sie haben gegen Borussia Mönchengladbach den Siegtreffer in ihrem 250. Bundesliga-Spiel erzielt. Das muss ein perfekter Tag sein für Sie.

Thomas Müller: Es fühlt sich ganz gut an, wir haben gewonnen und ich habe mich natürlich gefreut, dass ich mal wieder getroffen habe. Es war ein intensives Spiel und für einen Sonntagabend bin ich ziemlich kaputt. Andere Leute sind zu diesem Zeitpunkt ja eher im Entspannungsmodus.

Frage: Wie haben Sie ihr Tor gesehen?

Müller: Ich hatte den Ball nicht wirklich unter Kontrolle, weil er zwischen meinen Beinen lag. Dann habe ich mir etwas Zeit gelassen und darauf spekuliert, dass sich Yann Sommer für eine Ecke entscheidet. Das hat er dann zum Glück auch gemacht. Ich hätte sicher auch schneller abschließen können, aber so war es auch ganz gut.

Video: Müller - das Münchner original

Frage: Gibt Ihnen der Treffer jetzt wieder Aufwind, auch für die Nationalmannschaft?

Müller: Vielleicht ist die Pause jetzt ganz gut, dann kann sich die Liga wieder von dem Schock erholen, dass ich getroffen habe. (lacht)

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Frage: Jetzt sind es 13 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten RB Leipzig. Sie müssten jetzt ja schon drei oder vier Spiele verlieren, um die Deutsche Meisterschaft noch abzugeben…

Müller: Darum geht es bei uns nicht. Es geht darum, dass wir weiter gewinnen wollen, um diesen Flow beizubehalten. Nach dem Gefühl zu siegen sind wir alle ein bisschen süchtig. Wir wollen immer besser sein als der Gegner, das haben wir gegen Gladbach geschafft und das gibt auch immer wieder Selbstvertrauen. Aber wir rechnen auch nicht mehr damit, dass wir uns das jetzt noch nehmen lassen.

"Wir sind süchtig nach dem Gefühl zu siegen"

Frage: Arjen Robben schien nach seiner Auswechslung kurz vor Schluss recht unzufrieden. Wie haben sie seine Reaktion erlebt?

Müller: Es gab eine Szene, wo er gut postiert im Strafraum stand und von Lewy (Robert Lewandowski, d. Red) nicht angespielt wurde. Aber wir wollen alle den maximalen Erfolg und sind alle Menschen. Es ist doch besser, wenn einer brennt, als wenn es uns völlig egal wäre. Das ist auch genau das, was uns auszeichnet: Leute, die schon ganz viele Titel auf der Autogrammkarte stehen haben, sich aber trotzdem aufregen, wenn man 1:0 führt. Genau das brauchen wir.

Aus Mönchengladbach berichtet James Thorogood

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