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Bundesliga

24.02.2016 - 08:30 Uhr


Thomas Müller: "Das wird ein heiSSer Tanz in München"

Thomas Müller bewertet das 2:2 bei Juventus Turin als "ordenlich bis gut", weiß aber auch, dass den FC Bayern im Rückspiel eine intensive Partie erwartet

Nach einer vergebenen Großchance freut sich Müller über seinen Treffer zum 1:0

Turin - Nach einer turbulenten Partie fährt der FC Bayern München mit einem 2:2-Unentschieden bei Juventus Turin aus Italien wieder nach Hause. Nach einer zunächst souveränen Vorstellung und einer 2:0-Führung, mussten sich die Bayern noch mit einem Remis begnügen.

Trotzdem zeigten die Bayern über weite Strecken eine starke Vorstellung und können sich berechtige Hoffnungen auf das Viertelfinale der Champions League machen. Im Interview schätzt Torschütze Thomas Müller die Situation ein und erklärt, warum er statt zwei Toren, nur eines erzielt hat.

Frage: So gut gespielt und überlegen 2:0 geführt. Warum steht am Ende dann doch "nur" ein 2:2?

Thomas Müller: Weil wir immerhin in Turin gespielt haben. Die Mannschaft hat schon viel Qualität. Wir haben Juventus aber auch selbst wieder ins Spiel gebracht. Das 2:1 war sicherlich vermeidbar und sehr ärgerlich. Insgesamt haben wir es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut gemacht, wie in der ersten, so extrem dominant zu spielen. Nach dem 2:2 hatten wir schon eine unruhigere Phase, das wäre auch komisch gewesen, wenn wir Juve im eigenen Stadion 90 Minuten an die Wand gespielt hätten. Trotz alledem war es eine gute Leistung mit einem ärgerlichen Ergebnis.

"Das Ergebnis ist ordentlich bis gut"

Frage: Mussten Sie auf dem Platz so laut sein, oder warum wirken Sie so heiser?

Müller: Ich spreche immer viel auf dem Platz, deswegen brauche ich nach dem Spiel immer zwei Tage Zeit, bis ich meine Stimme wiederfinde. Deshalb werde ich in Zukunft auch die Interviews zurückschrauben (lacht).

Frage: Wie ist Ihr Gefühl nach diesem intensiven Spiel. Ist das Ergebnis eher positiv oder doch nach der 2:0-Führung negativ?

Müller: Wenn du 2:0 in Führung bist, fühlt sich das Ergebnis natürlich nicht gut an. Wenn man objektiv auf das Ergebnis schaut und sieht, wie wir gespielt haben, dann ist es eher positiv. Grundsätzlich ist in der Champions League alles möglich. Es wird in München ein heißer Tanz. Wir fühlen uns gut, besonders zuhause.

Frage: Stehen die Chancen nach dem Hinspiel 50:50?

Müller: Grundsätzlich spielen wir immer gerne daheim. Beim Anpfiff sind wir mit einem 0:0 auf jeden Fall weiter. Wir werden aber nicht auf 0:0 spielen. Das Ergebnis ist ordentlich bis gut.

Frage: Vor ihrem Treffer zum 1:0 hatten Sie eine Riesenchance, die Sie vergeben haben. Das passiert Ihnen sonst sehr selten. Was war da los?

Müller: Es hat sich in der Situation komisch angefühlt. Ich dachte schon: "Jetzt scheppert's!" Der Ball kommt quer und ich muss ihn nur noch reinschieben. Ich weiß nicht, ob ich ein wenig zu weit nach vorne gelaufen bin, ich habe den Ball dann nicht mehr auf das Tor gebracht. Aus der Situation heraus hatte ich nicht das Gefühl, dass ich den Ball mit nur einem Kontakt ins Tor schießen kann. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich etwas hätte anders machen können. Groß darüber geärgert habe ich mich aber nicht.

"Arjen Robben hat viel Wirbel gemacht"

Frage: Beim dem 1:0 kurz vor der Pause waren Sie aber wieder ganz der Alte und haben den Ball überlegt versenkt.

Müller: Aus dieser Situation muss ein Tor fallen. So frei kommt man selten im Strafraum von Juve an den Ball. Das ist Fußball, es geht schnell weiter.

Frage: Wie war das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Mannschaftskollegen Mario Mandzukic?

Müller: Man kennt ja seine Spielweise. Wir haben auch lange zusammen gespielt und intensive Zeiten erlebt. Es war alles freundlich, friedlich. Er ist ein guter Typ. Aber natürlich auch ein intensiver Gegenspieler.

Frage: Mit dem 2:2 ist Juventus Turin im Rückspiel gezwungen, offensiver zu agieren. Was glauben Sie: Kann Juventus überhaupt taktisch anders spielen als im Hinspiel?

Müller: Das wird man sehen. Sie haben halt ihre Spielweise. Sie fühlen sich ja auch nicht unwohl, wenn sie zu zehnt am eigenen Strafraum verteidigen.

Frage: Ihr Teamkollege Arjen Robben hat sich nach seinem Treffer ausgiebig gefreut und sich bei seinem Trainer Pep Guardiola bedankt. Wie wichtig war dieses Tor für ihn?

Müller: Das war natürlich ein super wichtiges Tor. Ich denke, Arjen hat in den vergangenen Partien immer gut gespielt, auch wenn er kein Tor erzielt hat. Er hat viel Wirbel gemacht und auch viele Aktionen gestartet. Um ihn müssen wir uns keine Sorgen machen, aber es war natürlich schön, dass er getroffen hat.

Aufgezeichnet von Alexander Barklage in Turin

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