Bundesliga

03.01.2017 - 15:13 Uhr


Thomas Delaney: Spielstarker Antreiber mit Torinstinkt

Köln - Im letzten Sommer unterschrieben, im Winter angekommen. Das Warten hat ein Ende. Thomas Delaney tritt seinen Dienst beim SV Werder Bremen an, das dafür erforderliche Arbeitspapier unterschrieb der dänische Nationalspieler schon im vergangenen August. Der 25-Jährige wechselt vom FC Kopenhagen an die Weser und weckt große Erwartungen.

Am Montag (2. Januar) fuhr Delaney offiziell am Weserstadion vor, wurde direkt von Stürmer Claudio Pizarro herzlich in Empfang genommen. Viel Zeit für einen Plausch mit seinem neuen Teamkollegen blieb aber nicht: Fitnesstest, Fotoshooting, Rundgang durchs Weser-Stadion und zum Schluss noch das erste Mannschaftstraining. Delaneys erster Arbeitstag hatte es in sich. Der Däne strahlte dabei jedoch pure Vorfreude aus, ist heiß auf seinen neuen Club. Über Werder ist er bereits bestens informiert.

Verpflichtung vorgezogen

"Vorweg: Ich wusste auch so schon einiges über Werder. Es ist ein großer Club mit viel Tradition", so Delaney gegenüber "werder.de". "Werder ist der einzige größere Sportverein in Bremen, es gibt keine Konkurrenz. Alles dreht sich um Werder. Ich freue mich wirklich darauf in einem Verein zu spielen, hinter dem die ganze Stadt steht."

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Schon seit dem vergangenen Sommer ist der Wechsel fix. Bis zum Winter lief der Sohn einer Dänin und eines US-Amerikaners noch im Trikot seines Heimatclubs FC Kopenhagen auf, für den er insgesamt 22 Jahre die Schuhe schnürte. Die Bremer holten ihn jetzt schon an die Weser - aus guten Gründen. Die Fähigkeiten des offensiven Mittelfantreibers haben sich rumgesprochen. "Der Transfer ist ein Vorgriff auf die neue Saison, aufgrund des großen Interesses an Thomas haben wir uns aber schon jetzt für eine Verpflichtung im Winter entschieden", so Geschäftsführer Sport Frank Baumann.

Starker Abschluss

Sportlich besticht Delaney als Lenker und Denker, gepaart mit reichlich Torgefahr. "Thomas ist nicht der klassische 6er, sondern eher ein Box-to-Box-Spieler", beschreibt ihn Baumann. Für Kopenhagen erzielte er in der aktuellen Saison in 30 Pflichtspielen schon acht Tore. Der dänische Nationalspieler verfügt über einen exzellenten Fernschuss und ein gutes Kopfballspiel. Bis zuletzt war er beim dänischen Hauptstadtclub Kapitän, Wortführer, der zentrale Mann auf dem Platz. Zudem ist Delaney international erfahren, lief schon in der Champions/- und Europa League auf.

Bei den Grün-Weißen soll der Neuzugang aus der Zentrale heraus ordnen, sortieren und offensiv antreiben. Werders Schwächen lagen zuletzt genau dort. Der Wechsel von Dänemark in die Bundesliga ist zwar groß - wie Delaney selbst betont - gleichzeitig aber auch eine Riesenchance: "Ich habe hohe Erwartungen an mich, aber ich muss erst noch lernen in der Bundesliga zu spielen. Ich möchte an der Aufgabe wachsen, das ist jetzt der perfekte Schritt für mich."

Yannik Schmidt

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