Bundesliga

27.02.2016 - 17:20 Uhr


Bayern zu cool für tapfer kämpfende Wölfe

Der FC Bayern war einfach eine Nummer zu abgezockt und sichert sich am Ende nicht unvedient den nächsten Dreier

In einer extrem unterhaltsamen Partie liefern sich Wolfsburg und Bayern einen echten Schlagabtausch. Zwar haben die Gastgeber lange Probleme, kommen aber immer besser ins Spiel und durch Konter auch zu guten Chancen.

Robert Lewandowski hat gegen Dante und Naldo einen schweren Stand und kommt im ersten Durchgang noch nicht zur Entfaltung.

Dass es nach 45 Minuten noch 0:0 steht, ist auch Verdienst der engagierten Defensivleistung. Die Wölfe scheuen keinen Zweikampf.

Nach dem Pausentee kommen die Münchner dann mal richtig in Fahrt. Nach einem geblockten Schuss von Lewandowski vollendet Kingsley Coman zu seinem 4. Saisontor und dem wichtigen 1:0

Den Schlusspunkt setzt dann der Torjäger vom Dienst. Nach starker Vorarbeit und Franck Ribéry schnibbelt der Pole das Leder mit dem Außenrist in die Maschen. Sein 23. Treffer im 23. Saisonspiel.

Wolfsburg - Bayern München hat in der Bundesliga einen weiteren großen Schritt in Richtung historischer Meisterschaft unternommen. Der Tabellenführer gewann bei Vizemeister VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0), baute den Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund zumindest für einen Tag auf elf Punkte aus und ist dem vierten Titel in Folge ganz nah.

Kingsley Coman (66.) und Robert Lewandowski (74.) mit seinem 23. Saisontreffer erzielten die Tore für die Bayern, die in der Bundesliga seit dem 5. Dezember (1:3 in Mönchengladbach) unbesiegt sind. Mit dem Sieg am 116. Geburtstag schraubte der Rekordmeister sein Punktekonto auf 62 Zähler und hat nun genau doppelt so viele Punkte wie Vizemeister Wolfsburg. 

Rotation light bei Bayern

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena rotierte Bayerns Trainer Pep Guardiola weniger als gedacht. Xabi Alonso erhielt im defensiven Mittelfeld den Vorzug vor Arturo Vidal, der Coman rückte für Thiago ins Team.

Die Bayern begannen ähnlich dominant wie gegen Juventus und setzten sich bei Ballbesitz hartnäckig in der gegnerischen Hälfte fest. Schon nach zwei Minuten musste Wolfsburgs Keeper Koen Casteels nach einem Vorstoß von Coman über die linke Seite beherzt eingreifen. Thomas Müller (6.) und Lewandowski (16./31.) schlossen ihre Möglichkeiten nicht zwingend genug ab.

Nicht immer zwingend genug

Bei Ballbesitz rückten Bayerns Außenverteidiger Philipp Lahm und Juan Bernat ins Halbfeld und zogen ihre Gegenspieler von den Flügeln mit. Arjen Robben und Coman hatten auf den Außenpositionen mehr Platz und konnten ihre Stärken im Eins-gegen-eins immer wieder ausspielen, allerdings resultierten zu wenig echte Chancen daraus.

Die "Wölfe" fanden zunächst kein Mittel, suchten oft mit langen Bällen in Richtung Kimmich ihr Glück. Erst allmählich legten die Gastgeber ihren großen Respekt ab. Nach einem Kopfball von Max Kruse (19.) musste sich Manuel Neuer erstmals strecken. Die Riesenchance hatte Marcel Schäfer (45.). Nach Kopfball-Vorlage von Kruse kam Schäfer zehn Meter vor Neuer frei zum Schuss, doch das Wolfsburger Urgestein verstolperte.

Wolfsburg bleibt immer gefährlich

Guardiola konnte mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden sein, brachte zum zweiten Durchgang zunächst Thiago und im Anschluss Franck Ribéry für Robben. Zunächst erhöhte sich der Druck. Müller war frei durch, wollte Lewandowski auflegen, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Abseits. Kurz danach zog Lewandowski aus kurzer Distanz übers Tor.

Wolfsburg konnte sich immer wieder befreien. Nach einem Angriff über die linke Seite zog Kruse (65.) den Ball nach Innen. Draxler nahm Maß, doch Neuer war zur Stelle und faustete das Spielgerät übers Tor. Glücklicher waren die Bayern kurz darauf, als Coman einen von Naldo abgefälschten Ball ins Tor verlängerte. Lewandowski sorgte für die Vorentscheidung.

SID

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Spieler des Spiels: Franck Ribéry

Franck Ribery sorgte für neuen Schwung in Bayerns Offensive, er hatte in nur 34 Minuten Einsatzzeit 30 Ballbesitzphasen und führte so viele Zweikämpfe wie in Hälfte zwei kein anderer Spieler (elf). Das 2:0 legte er per Brust perfekt für Robert Lewandowski auf.

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