Bundesliga

20.03.2016 - 17:29 Uhr


Leverkusen nach 2:0-Sieg wieder auf Europa-Kurs

Jubel bei der Werkself, dich sich souverän mit 2:0 beim VfB Stuttgart durchsetzt

Und die dank eines bärenstarken Julian Brandt in der elften Minute in Führung geht

Die Stuttgarter hängen sich rein, können sich in der Offensive aber nicht entscheidend durchsetzen. Hier geht Niedermeier in ein Kopfballduell mit Kießling

Karim Bellarabi kann trotz leichter Fußverletzung auflaufen und erhöht auf 2:0 für die Werkself - starker Einsatz

Am Ende ist es ein verdienter Sieg für das Team von Roger Schmidt, das durch den Dreier auf Platz sechs rückt

Stuttgart – Bayer 04 Leverkusen hat sich in der Bundesliga mit viel Leidenschaft gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt. Das stark dezimierte Team von Trainer Roger Schmidt gewann bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart nach einer engagierten Vorstellung verdient mit 2:0 (1:0) und hat die siebte Europacup-Teilnahme in Serie wieder fester im Visier.

Die Schwaben, die in den letzten sechs Spielen nur einen Sieg verbuchen konnten, müssen den Blick dagegen wieder nach unten richten. Bayer, das gleich auf neun Stammspieler verzichten musste, erzielte durch den agilen Junioren-Nationalspieler Julian Brandt bereits in der 11. Minute das 1:0. Karim Bellarabi erhöhte auf 2:0 (49.). Der VfB blieb damit auch im zwölften Spiel in Folge gegen Leverkusen ohne einen Dreier. Bayer, das gegen die Schwaben einige Vereins-Bestmarken hält, zeigte sich dagegen klar verbessert.

Debüt für Henrichs und Yurchenko

Dabei hatte der kurzfristige Ausfall des erkrankten Hakan Calhanoglu die Lage bei Bayer noch verschärft. Kyriakos Papadopoulos, Tin Jedvaj, Ömer Toprak, Roberto Hilbert, Sebastian Boenisch, Kevin Kampl, Charles Aránguiz und Kapitän Lars Bender standen ohnehin nicht zur Verfügung. Dafür setzte Schmidt auf die jungen Benjamin Henrichs (19) und Vladlen Yurchenko (22), die ihre Sache gut machten. Auf der Bank saßen in Joel Abu Hanna, Patrik Dzalto und Lukas Boeder zudem drei Liga-Neulinge.

Die Werkself steckte dies aber erstaunlich gut weg. Javier "Chicarito" Hernandez hatte mit dem Kopf (9.) die erste Chance, ehe Brandt - schön frei gespielt von Karim Bellarabi - überlegt zur Führung einschob.

Souveräne Leverkusener holen verdienten Dreier

In der Folge hatte der VfB erhebliche Probleme, sich in Szene zu setzen. Bayer stand sicher und agierte auch nach vorne entschlossener. Zunächst lenkte Przemyslaw Tyton einen Schuss von Brandt gerade noch um den Pfosten (29.). Nur wenige Sekunden später rettete der Pole mit einem Reflex gegen Stefan Kießling. Stuttgart hatte nur kurz vor dem Wechsel eine nennenswerte Möglickeit. Der frühere Stuttgarter Bernd Leno parierte jedoch glänzend gegen Timo Werner (40.).

Nach der Pause folgte für die Gastgeber dann die kalte Dusche. Brandt überbrückte fast ungehindert das Mittelfeld und bediente Bellarabi, der sich die Chance mit einem satten Flachschuss ins lange Ecke nicht entgehen ließ. Der geschockte VfB hatte Glück, dass Brandt in der 57. Minute nach einem Alleingang nur den Pfosten traf und Yurchenko an der Latte scheiterte (65.). Der VfB erhöhte in der Schlussphase noch einmal den Druck, die Bemühungen der Gastgeber waren aber nicht von Erfolg gekrönt.

Spieler des Spiels: Julian Brandt

Julian Brandt war erstmals in der Bundesliga an zwei Toren beteiligt (ein Tor, eine Torvorlage) und scheiterte nur knapp am ersten Doppelpack. Der Youngster legte sein wohl bestes Bundesliga-Spiel hin, er war an acht der 15 Bayer-Torschüsse beteiligt, vier Torschüsse und vier Torschussvorlagen waren jeweils Höchstwert der Partie.

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