Bundesliga

30.01.2016 - 17:20 Uhr


Doppelpacker Pizarro rettet das 3:3 gegen die Hertha

Per Elfmeter verkürzt Claudio Pizarro auf 2:3 - nur wenig später macht er auch den Ausgleich

Mitchell Weiser (l.) ist in der Anfangsphase zwei Mal der Retter für die Hertha. Einen Schuss von Florian Grillitsch (r.) wehrt er mit dem Rücken ab

Neuzugang Papy Djilobodji macht ein starkes Spiel für Werder, gewinnt das Gros seiner Zweikämpfe, wie hier gegen Vladimir Darida

Bremens Keeper Felix Wiedwald ist erst ein sicherer Rückhalt, doch dann wird er noch vor der Pause zwei Mal aus der Distanz bezwungen

Immer wieder geht Genki Haraguchi über Außen durch. Eine Flanke des Japaners landet auf der Latte

Gefühlvoll schlenzt Marvin Plattenhardt den Freistoß über die Mauer zum 2:0 ins Tor

Für den Berliner Abwehrspieler ist es sein viertes Freistoßtor in der Bundesliga

Gleich nach dem Anschlusstreffer der Bremer erhöht Salomon Kalou auf 3:1

Bremen - Werder Bremen hat mit einer beherzten Aufholjagd in einem verrückten Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC noch ein Remis erkämpft. Das Team von Trainer Viktor Skripnik kam nach zweimaligem Zwei-Tore-Rückstand noch zurück und erkämpfte sich ein 3:3 (0:2). Zweifacher Torschütze für die Hanseaten war Stürmer-Oldie Claudio Pizarro (37).

Die Hanseaten warten weiter seit Ende August auf einen Bundesliga-Sieg vor eigenem Publikum, konnten mit dem Unentschieden aber gut leben. Die Berliner verpassten es dagegen, ein Ausrufezeichen hinter Platz drei zu setzen, bleiben aber auf Kurs Europacup.

Vladimir Darida per Fernschuss in der 29. Spielminute und Marvin Plattenhardt (42.) brachten die Gäste vor der Halbzeitpause klar in Führung. Das 2:0 erzielte Plattenhardt per direktem Freistoß.

Pizza ist noch dran

Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse. Erst sorgte Fin Bartels per Linksschuss nach einem beherzten Antritt für den Anschluss (67.), ehe Salomon Kalou auf 3:1 für Berlin stellte. Dann schlug Werder durch Claudio Pizarro (75., Foulelfmeter und 77.) zurück. Beim Ausgleich hatte Santiago Garcia den Ball in Torrichtung geköpft, zunächst wurde auch ihm der Treffer zugeschrieben. Doch Pizarro war noch leicht mit dem Kopf dran und bekam das Tor nachträglich offiziell zugesprochen.

"Wenn wir mutig auftreten, können wir jeden Gegner schlagen", hatte Werder-Kapitän Clemens Fritz nach dem 3:1 zum Rückrundenauftakt bei Schalke 04 gesagt und einen forschen Auftritt angekündigt. Doch zu Beginn war die Hertha klar Herr im fremden Hause. Über die offensiven Außenverteidiger Mitchell Weiser und Plattenhardt übten die Hauptstädter viel Druck aus.

Haraguchi an die Latte

Doch Werder hielt dem Wirbel der Berliner in der Anfangsviertelstunde auch dank Papy Djilobodji stand. Der Winter-Zugang vom FC Chelsea bildete mit Jannik Vestergaard eine zunächst belastbare Innenverteidigung und leitete zudem die erste Werder-Chance durch Florian Grillitsch ein (13.), die Bremer waren nun besser drin.

Sieben Minuten später die Großchance zur Führung. Levin Öztunali arbeitete sich über die rechte Seite durch und legte auf Grillitsch ab, der Rune Jarstein im Hertha-Tor erstmals in Gefahr brachte. Die Berliner nahmen anschließend das Tempo raus - und schlugen noch vor dem Wechsel eiskalt und mit Klasse zu. Vor dem 2:0 klatschte auch noch eine Flanke von Haraguchi an die Latte (31.). 

Skripnik, der noch auf Zugang Sambou Yatabaré verzichtete, hoffte nach dem Wechsel auf eine Reaktion seiner Mannschaft und brachte Fin Bartels für Öztunali. Doch die Werder-Offensive um Claudio Pizarro prallte zunächst immer wieder an der gut gestaffelten Hertha-Defensive ab, erst Anthony Ujah sorgte per Fernschuss mal für Torgefahr (60.). Dann überschlugen sich die Ereignisse in einer wilden Schlussphase - mit Happy End für den SV Werder.

SID

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Spieler des Spiels: Claudio Pizarro

Claudio Pizarro bescherte Werder Bremen mit seinem 34. Doppelpack in der Bundesliga noch einen Punkt gegen die Hertha - kein aktiver Spieler kommt auf so viele Doppelpacks. Pizarro liegt nun mit 181 Treffern auf Rang sechs der ewigen Torjägerliste und kann mit seinem nächsten Treffer Ulf Kirsten auf Rang fünf einholen. Der Oldie trat zum fünften Mal für Bremen zum Elfmeter an und verwandelte immer.

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