Europa League

28.07.2016 - 22:05 Uhr


Hertha ist dank Vedad Ibisevic auf Kurs Richtung Europa

Vedad Ibisevic jubelt - der Bosnier hat das erste Tor für die Hertha erzielt

Spektakulär fliegt Ibisevic durch den Strafraum, macht das 1:0 per Fallrückzieher

Hinten steht die Hertha sicher, Abwehrchef Anthony Brooks ist eine Wand

Berlin - Angeführt von Vedad Ibisevic hat sich Hertha BSC nach sechseinhalb Jahren mit einem Sieg im internationalen Geschäft zurückgemeldet und den ersten Schritt in Richtung Europa League gemacht. Im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde setzten sich die Berliner von Trainer Pal Dardai mit 1:0 (1:0) gegen Bröndby IF aus Dänemark durch. Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag im Kopenhagener Vorort statt.

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Vor 18.454 Zuschauern im ausverkauften Jahn-Sportpark erzielte Ibisevic (28.) per Seitfallzieher den sehenswerten Siegtreffer. Die Herthaner, Siebter der abgelaufenen Bundesliga-Saison, traten gegen den zehnmaligen dänischen Meister um den deutschen Trainer Alexander Zorniger erstmals seit 2010 wieder in einem europäischen Wettbewerb an. Um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen, muss Hertha nach einem möglichen Erfolg gegen Bröndby auch noch die Play-offs (18./25. August) überstehen.

"Das war sehr ordentlich. Ein großes Lob an die Mannschaft, dass wir kein Tor kassiert haben", sagte Dardai: "Ich bin sehr zufrieden, denn ich wusste vor dem Spiel nicht, wo wir stehen. Das war sehr ordentlich dafür, dass wir erst seit drei Wochen trainieren."

Ibisevic trifft per Seitfallzieher

Die "Alte Dame" startete zunächst recht schwerfällig in ihr erstes Pflichtspiel. Bröndby vom ehemaligen Stuttgarter und Leipziger Coach Zorniger beschränkte sich nach zehn guten Minuten auf die Verteidigung, wurde aber ausgerechnet von Ibisevic bestraft. Der 31-jährige Bosnier war im Vorjahr unter Zorniger beim VfB aussortiert worden. In Berlin erzielte er in 30 Pflichtspielen anschließend zwölf Treffer und war auch am Donnerstagabend gegen die spielerisch limitierten Gäste einer der Aktivposten.

Den Hausherren war allerdings anzumerken, dass sie mitten in der Vorbereitung steckten. Dass Rune Jarstein bei der Hertha im Tor stand, wollte Dardai auch noch nicht als Fingerzeig für die anstehende Spielzeit verstanden wissen. Der Kampf zwischen dem Norweger und Thomas Kraft sei weiterhin offen.

Pukki mit der Riesenchance

Nach dem Seitenwechsel drängten die Berliner, die auf Neuzugang Ondrej Duda verzichten mussten, schnell auf die Entscheidung. Der auffällig laufstarke Mitchell Weiser (49.), Ibisevic (55.) und Salomon Kalou (66.) hatten die besten Gelegenheiten, scheiterten jedoch allesamt. Defensiv stand Hertha in der zweiten Hälfte weitestgehend gut, einzig der Ex-Schalker Teemu Pukki (59.) hatte eine aussichtsreiche Chance.

SID

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