Bundesliga

06.02.2016 - 17:20 Uhr


Hertha erkämpft sich Remis

Für Dortmund um Gonazlo Castro (l.) ist es zunächst schwer, die Lücken zu finde. Hier klärt Fabian Lustenberger

Viel läuft bei Dortmund über Ilkay Gündogan (r.) - hier im Laufduell mit dem agilen Genki Haraguchi

In der zweiten Hälfte dreht der BVB auch durch Marco Reus auf, doch die Dortmunder finden kaum Lücken

Hertha agiert sehr clever in den Zweikämpfen und macht dem BVB das Leben schwer

Am Ende bleibt der Kasten von Hertha-Keeper Rune Jarstein sauber

Berlin - Borussia Dortmund musste sich im Spitzenduell beim Tabellendritten Hertha BSC mit einem leistungsgerechten 0:0 begnügen. Die Berliner waren dank starker Zweikampfführung kaum zu überwinden und ließen gegen den dominanten BVB nur wenig zu.

Bei einem Sieg hätte der BVB den Rückstand auf die Bayern, die am Abend bei Bayer Leverkusen antreten, zumindest vorübergehend auf fünf Punkte verkürzen können. Mit dem Unentschieden verteidigte Dortmund zumindest seinen Zehn-Punkte-Vorsprung auf die Hertha, die sich das Remis in ihrem 1100. Bundesligaspiel mit einer spielstarken ersten Halbzeit verdiente.

Volles Haus in Berlin

Das Olympiastadion war erstmals in dieser Saison mit 74.244 Zuschauern bis unters Dach gefüllt. Prominenter Besucher war der portugiesische Startrainer José Mourinho, der auf Einladung von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke das Spiel live verfolgte. Mourinho sah eine Anfangsphase, die überraschend von den Gastgebern bestimmt wurde.

Die Berliner versteckten sich nicht und suchten mit schnellem Direktspiel immer wieder den Weg nach vorne. Vladimir Darida (4.) und Abwehrspieler John Anthony Brooks (21.), der unter der Woche seinen Vertrag beim Hauptstadtclub bis 2019 verlängert hatte, vergaben beste Möglichkeiten zur Hertha-Führung.

BVB dreht in der 2. Halbzeit auf

Dortmund tat sich unheimlich schwer, auf Betriebstemperatur zu kommen. Nationalspieler Marco Reus, der nach überstandener Viruserkrankung in die Startelf zurückgekehrt war, trat in der ersten Halbzeit selten in Erscheinung. Dabei hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Spiel noch betont, er wolle aus Reus auf dem Rasen "ein Monster" machen. Erst als sich Innenverteidiger Mats Hummels verstärkt in die Offensive einschaltete, wurden die Gäste etwas gefährlicher.

Die Dortmunder schienen in der Kabine großen Gesprächsbedarf zu haben, denn zur zweiten Halbzeit erschienen die Gelb-Schwarzen leicht verspätet. Der BVB trat nun aber deutlich aggressiver auf, und Henrikh Mkhitaryan hatte in der 49. Minute die Führung auf dem Fuß. Die Berliner kamen dagegen kaum noch in die gegnerische Hälfte, bei einem sehenswerten Konter in der 78. Minute hätte Stürmer Salomon Kalou aber das 1:0 erzielen müssen.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels: Sebastian Langkamp

Sebastian Langkamp war mit 83 Prozent gewonnenen Duellen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz und beging kein einziges Foul. Herthas Abwehrchef war damit maßgeblich daran beteiligt, dass Borussia Dortmund, die beste Offensive der Liga, erstmals in dieser Saison torlos blieb.

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