Bundesliga

11.03.2016 - 22:20 Uhr


Hertha landet Big Point im Kampf um die Königsklasse

Die Berliner Spieler bejubeln den Führungstreffer von Vedad Ibisevic.

Niklas Stark erzielt sein erstes Bundesliga-Tor - ausgerechnet gegen Angstgegner Schalke

Herthas Tolgan Cigerci (li./hier mit Alessandro Schöpf) ist einer der Aktivposten der Berliner.

So wie Herthas Genki Haraguchi (li.) und der Schalker Junior Caicara schenken sich beide Teams über weite Strecken nichts

Klaas-Jan Huntelaar hat die frühe Schalker Führung auf dem Fuß bzw. Kopf

Berlin - Hertha BSC Berlin hat im Kampf um die Champions League dank Torjäger Vedad Ibisevic und Niklas Stark einen Big Point gelandet. Durch das hochverdiente 2:0 (1:0) gegen Angstgegner FC Schalke 04 vergrößerte die Mannschaft von Trainer Pal Dardai am 26. Spieltag den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten aus Gelsenkirchen auf vier Punkte.

Nach den Toren von Ibisevic (42.) und Stark (65.) können die Hauptstädter als Dritter mehr denn je von der Rückkehr in die Königsklasse träumen. Schalkes Aufwärtstrend von zuletzt zwei Siegen in Folge ist hingegen schon wieder beendet - der nächste Rückschlag für Trainer André Breitenreiter nach dem Europa-League-Aus. 

Hertha beendete vor den eigenen Fans zudem eine wahre Horror-Serie: Die "Alte Dame" gewann erstmals seit knapp zehn Jahren wieder gegen Schalke. Bei Herthas bisher letztem Sieg gegen Königsblau (2:0 am 17. September 2006) war Dardai sogar noch als Spieler dabei.

Die 51.424 Zuschauern sahen über weite Strecken ein intensives Spiel, in dem sich beide Team kaum Raum zum Entfalten schenkten. Doch dann war Ibisevic in bester Torjägermanier zur Stelle. Der Bosnier schloss die erste schöne Kombination der Partie aus etwa 13 Metern eiskalt ab.

Stark mit 1. Bundesliga-Tor

Zuvor hatte es auf beiden Seiten kaum echte Tormöglichkeiten gegeben. Tolga Cigerci versuchte es bei einem 20-Meter-Freistoß (27.) und einer Volley-Abnahme (37.), auf der anderen Seite köpfte Klaas-Jan Huntelaar (21.) etwas zu ungenau. In der zweiten Hälfte erhöhte Schalke dann den Druck, blieb im Abschluss aber unglücklich. Stark machte nach einer Ecke per Kopf sein erstes Bundesliga-Tor und damit alles klar.

Schalke-Coach André Breitenreiter schickte auf dem neu verlegten Rasen im Olympiastadion zum dritten Mal in Serie die gleiche Startelf auf den Platz. Sein Kollege Dardai veränderte sein Team im Vergleich nur Niederlage beim Hamburger SV (0:2) dagegen - Cigerci ersetzte Fabian Lustenberger im defensiven Mittelfeld, Rechtsaußen übernahm Genki Haraguchi, Mitchell Weiser rückte dadurch in die Viererkette für Peter Pekarik.

Beiden Teams war die Bedeutung der Partie anzumerken, keiner wollte den entscheidenden Fehler machen und so wurde zunächst auch wenig riskiert. Die Hausherren waren sichtlich um Ballkontrolle bemüht, Schalke stand hinten zunächst sicher und lauerte auf Konter, kassierte dann aber den Gegentreffer durch Ibisevic.

Hertha hatte seine Besten in Ibisevic und Haraguchi, bei Schalke überzeugten Junior Caicara und Torwart Ralf Fährmann.

Spieler des Spiels: Vladimir Darida

Vladimir Darida war an der Hälfte der Berliner Torschüsse beteiligt (8 von 16), seine fünf Torschussvorlagen waren ebenfalls Höchstwert der Partie. Eine davon führte per Ecke zum 2:0. Der Tscheche hatte die zweitmeisten Ballbesitzphasen bei der Hertha und war der laufstärkste Spieler auf dem Platz (13,2 Kilometer).

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