Bundesliga

06.03.2016 - 19:21 Uhr


Müller beendet Hamburgs Durststrecke gegen Hertha

Nicolai Müller (l.) schnürt seinen ersten Bundesliga-Doppelpack für den HSV

Mit nun sieben Saisontoren führt Müller die interne HSV-Rangliste an

Die Partie war im ersten Durchgang eine zähe Angelegenheit - der HSV war das aktivere Team, gefährliche Chancen waren aber auf beiden Seiten Fehlanzeige

Hunt (r.) und Co. feierten den ersten Sieg gegen die Berliner seit gut vier Jahren

Hamburg - Mit einem Doppelpack (58. und 75.) hat Nicolai Müller den Hamburger SV zu einem 2:0 (0:0) gegen Hertha BSC geführt. Als Tabellenzehnter hat der HSV nun sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Die Berliner mussten im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag hinnehmen. Die Hertha investierte insgesamt zu wenig und kassierte die zweite Niederlage in diesem Jahr. Trotzdem bleibt das Team von Trainer Pal Dardai Dritter, hat aber nur noch einen Zähler Vorsprung auf Schalke 04. Am Freitag kommt es im Olympiastadion zum direkten Duell um Rang drei (zur Tabelle).

Für den HSV war es der erste Sieg gegen die Hauptstädter seit gut vier Jahren. Die letzten fünf Spiele hatte der "Dino" sogar allesamt zu Null gegen die "Alte Dame" verloren.

HSV bemüht, Berlin stabil

Vor 46.136 Zuschauern versuchte der HSV, die schwache Vorstellung vom 2:3 bei Schalke 04 am vergangenen Mittwoch von Beginn an wiedergutzumachen. Die Hausherren übernahmen die Kontrolle und bemühten sich, druckvoll nach vorne zu spielen. Allerdings leisteten sich die Hamburger im Aufbauspiel auch immer wieder ungenaue Abspiele. Und die bekannt starke Defensive der Berliner ließ wenige Tormöglichkeiten zu.

Eine Einzelaktion führte zur besten Torchance der ersten Halbzeit. Der fleißige Gotoku Sakai erarbeitete sich nach einem sehenswerten Solo die Möglichkeit zur Führung, der Japaner scheiterte aber am stark reagierenden Hertha-Schlussmann Rune Jarstein (44.). 

Die Berliner konzentrierten sich vornehmlich auf ihre Abwehrarbeit und wagten sich nur selten vor das Tor von Rene Adler. Sturmspitze Vedad Ibisevic war bei Cleber und Emir Spahic weitestgehend abgemeldet. Und auch die sonst so präsenten Außen Salomon Kalou und Mitchell Weiser fanden kaum in die Partie.

Holtby gibt beide Torvorlagen

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der HSV noch einmal den Druck und präsentierte sich konsequenter in den Aktionen. Die Führung war folgerichtig. Müller traf von der Strafraumgrenze mit dem linken Fuß. 

Der HSV zog sich nach dem 1:0 nicht wie zuletzt bei den Führungen gegen den FC Ingolstadt und in Gelsenkirchen zurück, sondern versuchte nachzulegen. Artjoms Rudnevs zog bei einer guten Möglichkeit aber links vorbei (65.).

Die große Chance zum Ausgleich hatte Vladimir Darida, Spahic blockte den Schuss aus zehn Metern aber ab (66.). Dardai reagierte und brachte in Tolga Cicergi und Genki Haraguchi frische Kräfte. Die Auswechselungen machten sich bezahlt. Hertha spielte in der Folge deutlich aggressiver und mit mehr Zug zum Tor. Doch Müller sorgte mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung. Wie schon beim Führungstreffer hatte Lewis Holtby die Vorarbeit geleistet.

SID

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Spieler des Spiels: Nicolai Müller

Nicolai Müller schlug eiskalt zu und erzielte mit seinen beiden Torschüssen den vierten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere, den ersten für den HSV. Mit sieben Saisontoren ist Müller Hamburgs bester Torschütze. Zudem zog er den schnellsten Sprint der Partie an (Maximalgeschwindigkeit 33,2 km/h).

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