Bundesliga

14.02.2016 - 17:24 Uhr


Willensleistung: Hamburg dreht Spiel gegen Gladbach

Der Hamburger SV freut sich über einen verdienten Heimsieg gegen Gladbach

HSV-Keeper Rene Adler bejubelt das 2:1, welches er mit einem weiten Abschlag vorbereitet hat

Johnson bringt Gladbach früh in Führung

Ein abwechslungsreiches, interessantes Spiel im Volksparkstadion. Hier Jung, Müller und Dahoud im Zweikampf

Hamburg - Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf der Bundesliga drei Big Points gesammelt. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia besiegte Borussia Mönchengladbach mit 3:2 (2:1) und feierte nach einer Sieglos-Serie von sechs Spielen einen ungemein wichtigen Erfolg.

Die Hanseaten ließen sich auch vom frühen 0:1-Rückstand durch Fabian Johnson (14.) nicht beirren und drehten noch vor der Pause binnen drei Minuten die Partie. Zunächst profitierte der HSV von einem Eigentor von Martin Hinteregger (38.), dann markierte ausgerechnet Artjoms Rudnevs (41.) bei seinem Startelf-Debüt das 2:1. Für die Entscheidung sorgte Ivo Ilicevic (80.), Raffael gelang nur noch der Anschlusstreffer (88.). Die Borussia wartet nun seit vier Spielen in der Fremde auf einen Dreier und fiel erstmals seit dem zehnten Spieltag wieder aus den Europacupplätzen.

Hamburg dreht nach Rückstand auf

Dem HSV war eine leichte Verunsicherung von den Rückschlägen der vergangenen Wochen zunächst anzumerken. Nach vorne ging wenig, hinten präsentierten sich die Norddeutschen beim Gegentor etwas schläfrig. Erst nach dem Rückstand wachten die Gastgeber auf, erkämpften sich ein Übergewicht und drehten die Partie durch ein klares Chancenplus verdient.

Vor 56.706 Zuschauern im Volksparkstadion hatte Drmic die erste Offensivaktion. Nachdem der bemühte Schweizer Nationalspieler mit einem Schuss an seinem Landsmann Yann Sommer im Borussen-Kasten gescheitert war, ging es auf einmal blitzschnell in die andere Richtung. Über Raffael landete der Ball auf dem rechten Flügel bei Thorgan Hazard, dessen Flanke Johnson aus kurzer Distanz zur verdienten Gladbacher Führung über die Linie drückte.

Weckruf durch Holtby

Bereits vier Minuten später hätten die Hamburger ausgleichen müssen. Nach einem Ballverlust von Borussen-Kapitän Granit Xhaka standen plötzlich vier (!) Rothosen allein vor dem Gäste-Kasten - vertändelten in Person von Lewis Holtby aber den Ball.

Die ungewollte Slapstick-Einlage entpuppte sich für die Hausherren jedoch als Weckruf. Die Labbadia-Elf wirkte nun deutlich entschlossener, setzte den Gegner schon in dessen Hälfte permanent unter Druck und kam zu Chancen. Fast logische Folge war der Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Innenverteidiger Cléber zunächst an die Latte, bevor Hinteregger den Nachschuss von Gideon Jung unhaltbar in die lange Ecke abfälschte.

Hamburg bleibt das bessere Team

Dann schlug die Stunde von Rudnevs. Der Lette, den Labbadia für Pierre-Michel Lasogga in die Startelf befördert hatte, lief Oscar Wendt nach einem weiten Ball von Keeper René Adler auf und davon und vollendete eiskalt in die lange Ecke.

Im zweiten Abschnitt blieben die Hamburger das bessere Team, verpassten aber trotz Chancen von Drmic (53.) und Rudnevs (75.) zunächst das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen. Für die im zweiten Abschnitt schwachen Rheinländer vergab Hazard freistehend die größte Möglichkeit zum Ausgleich (74.).

SID

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Spieler des Spiels: Artjoms Rudnevs

Artjoms Rudnevs durfte nach seiner starken Jokerauftritten seit langer Zeit wieder von Beginn an ran und rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen: Er traf erneut gegen Mönchengladbach, sein drittes Tor im sechsten Spiel, gegen keinen Club traf er häufiger. Der Stürmer zeigte viel Einsatz und zog die meisten Sprints der Partie an (39).

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