Bundesliga

23.01.2016 - 17:24 Uhr


Ingolstadt setzt Ausrufezeichen gegen Mainz

Kurz vor der Pause verwandelt Moritz Hartmann den Strafstoß zum 1:0 für Ingolstadt

Der FC Ingolstadt erarbeitet sich den Sieg gegen Mainz mit hohem Aufwand

Im zweiten Durchgang gibt es zwar Gelegenheiten, beide Teams bringen den Ball aber nicht im Tor unter

Am Ende stehen drei wichtige und umjubelte Punkte für den Aufsteiger

Ingolstadt - Liga-Neuling FC Ingolstadt hat seine beachtliche Debüt-Saison in der Fußball-Bundesliga mit einem erneuten Ausrufezeichen fortgesetzt. Zum Rückrundenauftakt setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl nach einer kämpferisch wieder überzeugenden Leistung mit 1:0 (1:0) gegen den 1. FSV Mainz 05 durch. Nach zuletzt vier Spielen ohne Erfolg holten die Schanzer damit ihren dritten Sieg im eigenen Stadion.

Die leicht favorisierten Rheinhessen blieben insbesondere im Abschluss einiges schuldig und liegen im Tabellenmittelfeld mit 24 Punkten nur noch einen Zähler vor Ingolstadt, die auf Rang zehn folgen (zur Tabelle). Der FCI hat damit gegen Mainz die Maximalausbeute von sechs Punkten erreicht, denn bereits das Hinspiel war an die Donaustädter gegangen. Es war damals der erste Ingolstädter Bundesliga-Sieg überhaupt.

Schanzer wach, präsent und giftig

In einem sehr giftig geführten Spiel agierten beide Teams weitgehend auf Augenhöhe, bevor Moritz Hartmann (41.) die Ingolstädter mit einem verwandelten Handelfmeter in Führung brachte. Der Mainzer Stefan Bell hatte zuvor einen Schuss von Pascal Groß regelwidrig geblockt. Für die 05er hatte Christian Clemens (45.+1) die lange Zeit größte Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterte jedoch am starken FCI-Torwart Ramazan Özcan.

Ingolstadt zeigte sofort wieder das Hinrunden-Gesicht, mit dem sich die Hasenhüttl-Elf gehörigen Respekt in der Liga erarbeitet hatte. Wach, präsent und giftig im Zweikampf präsentierte sich der Aufsteiger zunächst, zudem schmeckte den Mainzern das frühe, energische Anlaufen der  Gastgeber sichtlich nicht. 

Konsequenz vor dem Tor fehlt

Dennoch waren die Gäste keineswegs blass. Wenn sich die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt einmal den Ball eroberte, war es doch recht ansehnlich, wie sie das Spiel entwickelte. In diesen Momenten kam auch Yunus Malli gut zur Geltung. In der 17. Minute stand bei seinem Schuss allerdings Mitspieler Danny Latza im Weg. Vor dem Tor blieben die Mainzer aber lange zu inkonsequent, auch Malli spielte zu wankelmütig.

Dicht an einem Treffer waren die Schanzer schon gewesen, als Hartmann (19.) einen Kopfball von Matthew Leckie an die Latte verlängerte. Die Offensive war trotzdem die Schwachstelle, klare Chancen gab es nur selten. Zu wenige Impulse gingen auch von Stürmer Elias Kachunga aus, der sich in der Vorbereitung empfohlen hatte, aber bei seinem erst zweiten Startelf-Einsatz der Saison überwiegend abtauchte. Für ihn kam nach einer guten Stunde FCI-Neuzugang Dario Lezcano.  

Mainz verstärkte nach dem Wechsel seine Bemühungen, die Zielstrebigkeit fehlte dennoch weiterhin. Auch wenn Ingolstadt zunehmend mit Defensivarbeit beschäftigt war, behielt die Hasenhüttl-Elf bis in die Schlussphase kühlen Kopf.

Spieler des Spiels: Pascal Groß

Pascal Groß war in der ersten Spielhälfte der Dreh- und Angelpunkt der Ingolstädter Offensivbemühungen, war an fünf der acht Torschüsse des FCI vor der Pause beteiligt. Vier Torschussvorlagen waren auch noch nach 90 Minuten Bestwert auf dem Platz, mit seinem einzigen Torschuss der Partie holte Groß den letztlich entscheidenden Elfmeter heraus (Handspiel von Stefan Bell).

Weitere Artikel
#BLTippspiel
#Spielplan
Zu- und Abgänge

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH