Champions League

16.03.2016 - 22:40 Uhr


Irre Aufholjagd bringt die Bayern ins Viertelfinale

Kaum auf dem Platz trifft Thiago zum 3:2 und schießt die Bayern ins Viertelfinale

Juve dreht am Anfang gleich auf. Franck Ribery kann sich vorne kaum in Szene setzen, Stephan Lichtsteiner bereitet das 1:0 für Turin vor

Ein herber Rückschlag für die Bayern - bereits nach sechs Minuten geht Juventus durch Paul Pogba in Führung

Bayern drängt, aber Juve macht dicht. Nationalspieler Sami Khedira spielt überragend, wie hier gegen Xabi Alonso

Juan Cuadrado spielt nach einem Konter Medhi Benatia aus, schießt dann zum 2:0 ein

Douglas Costa setzt sich Rechts durch, flankt auf den langen Pfosten - wo Robert Lewandowski zum 1:2 einköpft

Am langen Pfosten steigt Robert Lewandowski hoch und köpft das Ding zum 1:2 rein

Der Ausgleich! In der Nachspielzeit trifft Thomas Müller per Kopf zum 2:2

Thomas Müller und Robert Lewandowski jubeln, sie haben die Bayern in die Verlängerung geköpft

Und dann legt Kingsley Coman noch einen nach - 4:2

München - Was für ein Comeback! Der FC Bayern München hat nach einer irren Aufholjagd das Viertelfinale der Champions League erreicht und den Traum vom Triple am Leben erhalten. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola drehte in einem wahren Europacup-Thriller gegen Juventus Turin einen 0:2-Rückstand und setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel noch mit 4:2 (2:2, 0:2) nach Verlängerung durch.

Nach den Toren von Paul Pogba (6.) und Juan Cuadrado (28.) schien der Traum für die Münchner bereits ausgeträumt zu sein. Doch Torjäger Robert Lewandowski mit seinem achten Saisontreffer (73.) und Thomas Müller (90.+1) retteten den Deutschen Meister in die Verlängerung, in der die beiden Joker Thiago (108.) und Kingsley Coman (110.) für die Entscheidung sorgten.

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"Ein unglaublicher Abend! Man sieht, wie eng es zugeht, wenn zwei Spitzenmannschaften aufeinandertreffen. Wir mussten, dass es bei einem dritten Gegentor aus gewesen wäre", sagte Kapitän Philipp Lahm im ZDF. Torhüter Manuel Neuer fügte an: "Wir haben dem Gegner Geschenke gemacht. Erst danach hat man gesehen, zu welchem Fußball wir fähig sind."

Spektakuläres Comeback

Schon das Hinspiel in Turin hatte 2:2 geendet - dort waren es die Bayern, die einen 2:0-Vorsprung verspielten. Nun gelang den Münchnern ein noch spektakuläreres Comeback, auf dem Weg zum Finale am 28. Mai in Mailand kehrte der Bundesligist sensationell in die Spur zurück.

Es war eine fast historische Wende: Zuletzt hatten die Münchner in der Königsklasse im Dezember 2000 (2:2 beim FC Arsenal) einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt; einen Sieg gab es zuvor im Achtelfinale der Saison 1974/75 gegen den FC Magdeburg (3:2).

Ausgleich in letzter Sekunde

Geglaubt hatte zur Pause kaum einer der 70.000 Zuschauer in der Allianz Arena daran. Bundestrainer Joachim Löw meinte: "Juve macht es sehr gut, die Bayern müssen zulegen, wenn sie es noch schaffen wollen." Das taten sie ab der 73. Minute - und wie! Zunächst traf Lewandowski nach Flanke des nimmermüden Douglas Costa per Kopf. Das Stadion erwachte und trieb die Münchner zum Ausgleich - der in der Nachspielzeit ebenfalls durch einen Kopfball von Müller fiel. Der Torjäger war nach einer Hereingabe von Coman am langen Pfosten zur Stelle.

Wahnsinns-Comeback: Die XXL-Bildergalerie

In der hektischen Verlängerung war Bayern von Beginn an dem dritten Tor näher. Mit neuem Selbstbewusstsein bestimmte das Team die letzten 30 Minuten und wurde kurz vor Schluss belohnt. Erst vollendete Thiago einen Doppelpass mit Müller ins rechte Eck, kurz darauf legte Juventus-Leihgabe Coman sogar den vierten Treffer nach.

Vor dem verrückten Comeback lief bei den Bayern ohne den angeschlagenen Arjen Robben nicht viel zusammen. Die Mannschaft wirkte fahrig, machte zahlreiche ungewohnte Fehler in der Hintermannschaft. Juve um den überragenden Weltmeister Sami Khedira präsentierte sich dagegen bärenstark, bissiger, griffiger.

Glückliches Händchen

Juve überraschte mit einer gar nicht italienischen Taktik und attackierte die Münchner schon weit in deren Hälfte. Neben Khedira ragten Cuadrado und Paul Pogba heraus - bis die alte Dame ohne den ausgewechselten Khedira doch noch zusammenbrach. Und das, obwohl Trainer Massimiliano Allegri kurz vor dem 1:2 noch den leicht angeschlagenen Ex-Bayern Mario Madzukic brachte.

Doch sein Kollege Guardiola hatte das glücklichere Händchen. Er brachte zur Pause Juan Bernat für Medhi Benatia und stärkte so die Defensive. Coman, der bald Xabi Alonso ersetzte, sorgte für mehr Wirbel in der zuvor wenig gefährlichen Offensive der Hausherren - und am Ende auch für den umjubelten Schlusspunkt.

SID

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