Bundesliga

06.02.2016 - 20:20 Uhr


Leverkusen erkämpft einen Punkt gegen den FC Bayern

Leverkusen und Bayern liefern sich ein intensives Duell, das am Ende keinen Sieger findet

Douglas Costa kommt im ersten Durchgang fast gar nicht zur Entfaltung und kann seine Geschwindigkeit dementsprechend nicht einsetzen

Stefan Kießling reibt sich in zahlreichen Zweikämpfen auf, wird aber meistens zurückgepfiffen

Kein Durchkommen: Robert Lewandowski kommt an Jonathan Tah nicht nur in dieser Szene nicht vorbei

Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Xabi Alonso muss der FC Bayern die Schlussphase der Partie mit einem Mann weniger absolvieren

In ein Tor kann Bayer 04 die Überzahl nicht ummünzen, weil auch Karim Bellarabi und Co. immer wieder in der Abwehr des Gegners ihren Meister finden

Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen hat sich gegen Tabellenführer FC Bayern München einen Punkt erkämpft. In einem intensiven Topspiel vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena hieß es am Ende 0:0.

Damit behaupteten die Bayern trotz Unterzahl in der Schlussphase nach Gelb-Rot gegen Xabi Alonso (84./wiederholtes Foulspiel) ihren Vorsprung von acht Punkten auf Verfolger Borussia Dortmund, der zuvor bei Hertha BSC ebenfalls eine Nullnummer abgeliefert hatte.

Nach vier Siegen in Folge konnten die Bayern in einer zerfahrenen Begegnung nicht dreifach punkten. Trainer Pep Guardiola musste bei den Rheinländern nicht nur die Langzeitverletzten Jerome Boateng und Javi Martínez ersetzen, sondern auch Neuzugang Serdar Tasci, der im ersten Mannschaftstraining eine Gehirnerschütterung erlitten hatte und in Leverkusen nicht zum Kader zählte.

Bayer hat die Bayern-Offensive im Griff

Überraschend saß Weltmeister Thomas Müller zunächst nur auf der Bank. Guardiola verzichtete erstmals seit Oktober 2015 und dem Spiel in Frankfurt auf den Offensivspieler in der Anfangsformation. Dafür bildeten der niederländische Star Arjen Robben, der Brasilianer Douglas Costa und der Franzose Kingsley Coman das sprintschnelle Offensiv-Trio hinter Torjäger Robert Lewandowski. 

Doch trotz dieser Hochkaräter gab es lange Zeit kaum Torszene vonseiten der Bayern zu sehen. Einzig Coman (21.), der aus spitzem Winkel an Torwart Bernd Leno scheiterte, beschwor ein wenig Gefahr herauf. Der 19-malige Saisontorschütze Lewandowski konnte nur selten in Szene gesetzt werden. Nach einer Stunde wurde Müller für Robben eingewechselt und hatte in der 64. und 65. Minute gleich zwei Großchancen, setzte den Ball aber jeweils über das Tor. Mit Müller kam auf jeden Fall deutlich mehr Schwung beim Titelverteidiger.

Chicharito verpasst knapp

Die Partie war ansonsten von vielen Nickligkeiten, Fouls und zahlreichen Fehlpässen gekennzeichnet. Auch Bayer kam in der Offensive nur schwer auf Touren, viele Aktionen blieben Stückwerk. Der mexikanische Torjäger Javier Chicharito (13 Saisontreffer) hatte zunächst noch die beste Szene, als er in der 53. Minute aus 20 Metern knapp das Gehäuse der Bayern verfehlte.

In der Startelf des FC Bayern stand auch der Ex-Leverkusener Arturo Vidal. Der chilenische Star konnte allerdings dem Spiel seiner Mannschaft nur selten seinen Stempel aufdrücken. In der 52. Minute musste Vidal angeschlagen dem spanischen Nationalspieler Thiago weichen. 

Mehr Tempo nach der Pause

Bayer verteidigte geschickt und mit viel Engagement. Die große Antrittsschnelligkeit der Bayern-Asse Robben, Costa und Coman kam nur selten zum Tragen. Das Spiel wurde erst mit Beginn der zweiten Halbzeit etwas munterer, weil beide Teams ihre Abwehrreihen etwas lockerten. Acht Minuten vor Spielende vergab Lewandowski freistehend vor Leno eine große Möglichkeit zum Siegtreffer.

SID

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Spieler des Spiels: Ömer Toprak

Ömer Toprak gewann starke 61 Prozent seiner Zweikämpfe. Vor allem in der letzten halben Stunde, der größten Bayern-Druckphase, sorgte der Innenverteidiger immer wieder mit starken Zweikämpfen dafür, dass sich die Leverkusener am Ende über den Punktgewinn gegen den Tabellenführer freuen durften.

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