Bundesliga

23.01.2016 - 17:24 Uhr


Stuttgart klettert nach Sieg in Köln weiter

Daniel Didavi gelingt per Abstauber das 1:1 - die Wende einer stets spannenden Partie

Beim VfB Stuttgart, der stark beginnt, spielt Neuzugang und Weltmeister Kevin Großkreutz (r.) gleich von Beginn an

Die Führung für die Kölner: Anthony Modeste verwandelt einen Foulelfmeter. Zuvor war Risse von Niedermeier gefoult worden

Das Tor gibt den Hausherren Rückenwind

Der FC, hier Jonas Hector im Duell mit Lukas Rupp, macht nach dem 1:0 mehr für's Spiel nach vorne

Der Ausgleich von Daniel Didavi per Abstauber bringt dann die Wende

Stuttgart nimmt nun das Zepter in die Hand und geht nach einer Ecke in Führung

Timo Werner nickt das Spielgerät recht unbedrängt ins Netz

Christian Gentner (l.), hier im Duell mit Yuya Osako, macht mit dem 3:1 schließlich alles klar

Köln - Der VfB Stuttgart kommt im Abstiegskampf der Bundesliga unter Trainer Jürgen Kramny weiter mit großen Schritten voran. Die Schwaben gewannen zum Rückrundenauftakt beim 1. FC Köln mit 3:1 (1:1) und entfernten sich mit nun 18 Punkten vom Tabellenende. In fünf Bundesliga-Spielen holte Kramny nun bereits acht Punkte - fast so viele, wie Vorgänger Alexander Zorniger in 13 Auftritten (10).

Die Kölner (24 Punkte) verpassten indes mal wieder die Chance, zum oberen Tabellendrittel aufzuschließen. Zwei Tage nach der wichtigen Vertragsverlängerung von Trainer Peter Stöger bis 2020 war die Niederlage ein herber Dämpfer. Toptorschütze Anthony Modeste (19.) hatte den FC per Foulelfmeter zunächst in Führung gebracht, Daniel Didavi (36.), Timo Werner (51.) und Christian Gentner (83.) drehten das Spiel jedoch.

Großkreutz von Beginn an

In Stuttgart hatte Kramny nach den oft vogelwilden Auftritten unter Zorniger das Augenmerk seit Ende November vor allem auf die Defensivarbeit gelegt. "Wir müssen stabil sein, um erfolgreich zu sein", sagte Kramny noch vor der Reise nach Köln, das 3:1 im letzten Hinrundenspiel gegen Wolfsburg sei "kein Anlass zur Euphorie".

Auch vor 50.000 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion in Müngersdorf zeigten die Stuttgarter ihr neues Gesicht und erledigten ihre Defensivaufgaben aufmerksam. Auch Winterzugang Kevin Großkreutz gehörte nach 352 Tagen ohne Erstligaspiel als Rechtsverteidiger zum Abwehrverbund.

Die wenigen gelungenen Aktionen in der Offensive gehörten anfangs ebenfalls den Gästen, Kapitän Christian Gentner scheiterte aus spitzem Winkel an FC-Torwart Timo Horn (10.), Stuttgart erspielte sich ein leichtes Übergewicht.

Niedermeier bringt Risse zu Fall

Ein Ballverlust von Serey Dié leitete dann allerdings den vertretbaren Elfmeter ein. Georg Niedermeier ließ Marcel Risse im Strafraum auflaufen, Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) zeigte auf den Punkt. Modeste nutzte die Chance zu seinem achten Saisontor.

Die Kölner, im neuen Karnevalstrikot aufgelaufen, schienen nun obenauf. Mit dem Selbstvertrauen aus dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund zum Hinrundenabschluss und den Fans im Rücken wollte die Stöger-Elf das Spiel an sich reißen - doch Stuttgart hielt dagegen. Einem Fehler der Kölner im Aufbau folgte der schnelle Gegenstoß über Filip Kostic und Werner, Didavi staubte aus kurzer Distanz ab.

Harter Kampf bis zum Schluss

In der zweiten Halbzeit wurden die Abwehrreihen auf beiden Seiten durchlässiger, das Spiel damit immer lebhafter. Werners Kopfballtreffer nach einer Kostic-Ecke leitete diese Phase ein, in der Stuttgart tendenziell die zweikampfstärkere und gefährlichere Mannschaft blieb. Mit den Einwechslungen von Zugang Filip Mladenovic und Milos Jojic erhöhte Stöger aber noch mal den Druck, die Partie blieb hart umkämpft.

SID

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Spieler des Spiels: Daniel Didavi

Der Stuttgarter Spielmacher war wieder einmal Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft, schoss in seinen letzten vier Spielen vier Tore. Mit seinem 1:1 brachte er die Stuttgarter zurück in die Partie.
Didavi gab vier Torschüsse selbst ab, bereitete drei weitere vor, seine sieben Torschussbeteiligungen wurden von keinem Akteur übertroffen.

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