Bundesliga

15.02.2016 - 11:18 Uhr


Lewandowski: Trefferquote eines AuSSerirdischen

Robert Lewandowski (l.) lässt FCA-Keeper Marwin Hitz auch beim 2:0 keine Chance

Augsburg - Auf Robert Lewandowski angesprochen, geriet Pep Guardiola ins Schwärmen. "Es ist eine große Ehre für mich, sein Trainer zu sein", sagte der Coach des FC Bayern München. Er versuche gar, ihn noch besser zu machen. In Sachen Treffsicherheit ist Lewandowski derzeit bereits das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat. Mit nun schon 21 Toren nach 21 Spielen hat der Pole wieder die Führung in der Torjägerliste übernommen und jagt damit einen historischen Bestwert.

Erstmals seit dem 9. Spieltag ist Lewandowski wieder alleiniger Spitzenreiter vor seinem Dortmunder Konkurrenten Pierre-Emerick Aubameyang im Kampf um die Torjägerkanone. Im zehnten Bundesliga-Duell mit dem FC Augsburg traf er zum zehnten und elften Mal. Beim 3:1-Sieg am Sonntag gegen Augsburg schnürte der 27-Jährige im vierten Rückrundenspiel bereits seinen dritten Doppelpack.

"Er ist sehr wichtig für uns"

Für den FC Bayern ist Lewandowski in der Offensive momentan die Lebensversicherung. "Er hat jetzt in der Rückrunde sechs Tore geschossen und im Pokal auch noch getroffen. Er ist sehr wichtig für uns", brachte es Guardiola auf den Punkt. Ob es sich angesichts dieser außergewöhnlichen Treffsicherheit bei Lewandowski um einen Außerirdischen handele, wurde der Bayern-Coach gar gefragt.

Als Erklärung für die unglaubliche Formstärke seines Topstürmers führte Guardiola daraufhin ganz natürliche Gründe an. "Robert ist sehr professionell", erklärte der Katalane. "Nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Privatleben ist er sehr fokussiert auf den Fußball." Lewandowski lege demnach sehr viel Wert auf gesunde Ernährung. "Aus diesem Grund ist er nie verletzt und immer dabei."

Lewandowski fühlt mit Badstuber

Auf die schwere Verletzung von Holger Badstuber reagierte Lewandowski wie alle seine Teamkollegen mit viel Mitgefühl. "Das ist großes Pech für Holger. Ich hoffe, er kommt so schnell wie möglich zurück. In diesem Moment kann ich ihm nur gute Besserung wünschen", sagte er und richtete im nächsten Moment den Blick bereits wieder nach vorne: "Egal wie viele Probleme wir haben mit Verletzten. Wir müssen weiter spielen, kämpfen und gewinnen."

In Augsburg ging der polnische Nationalspieler dabei mit bestem Beispiel voran und erzielte bereits zum fünften Mal in dieser Saison die wichtige 1:0-Führung - ligaweit gelang dies keinem Spieler häufiger. "Er soll bitte so weitermachen. Das wird uns nicht schaden", sagte Thomas Müller, der Schütze des bislang einzigen Rückrundentors, das nicht auf das Konto seines Sturmpartners ging.

Auf den Spuren des "Bombers der Nation"

Ein Ende von Lewandowskis Torserie ist ohnehin nicht in Sicht. Die Nullnummer in Leverkusen vergangene Woche darf dabei wohl lediglich als schöpferische Pause betrachtet werden. Baut der Bayern-Star seine Trefferquote weiter in dem Maße aus, gerät sogar die Rekordmarke von Gerd Müller in Gefahr - schon jetzt wandelt er auf den Spuren des "Bombers der Nation".

Mindestens 21 Tore nach 21 Spieltagen schaffte zuletzt Bayerns Vereinsikone in der Saison 1972/73 - damals hatte Gerd Müller gar 23 Saisontore auf dem Konto. Und selbst Müllers Rekordmarke von 40 Toren aus der Saison 1971/72 könnte durch Robert Lewandowski fallen. Auch Thomas Müller hält das für möglich. "Man kann viel. Ich hoffe, dass er es schafft, weil das unserem Verein sehr guttun wird", sagte der 26-Jährige. "Wenn er das schafft, sind wir auf einem guten Weg."

Aus Augsburg berichtet Maximilian Lotz

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