Bundesliga

11.03.2017 - 19:53 Uhr


Lewandowski: "Ich denke nicht an die Torjägerkanone"

Robert Lewandowski erzielt gegen Frankfurt seine Saisontore Nummer 20 und 21.

München - Für einen kurzen Augenblick herrschte Gleichstand an der Spitze. Mit seinem 21. Saisontor zum 3:0-Endstand gegen Eintracht Frankfurt schloss Titelverteidiger Robert Lewandowski im Kampf um die Torjägerkanone zum Führenden Pierre-Emerick Aubameyang auf. Doch der Stürmer von Borussia Dortmund traf - wie sein Kontrahent vom FC Bayern München - im Spiel bei Hertha BSC in der 55. Minute und zog wieder auf ein Tor davon.

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Doch das Duell der Toptorjäger ist noch lange nicht entschieden. Lewandowski, der sich bereits in der Vorsaison und in der Spielzeit 2013/14 den Titel schnappte, könnte am Saisonende seinen ganz persönlichen Hattrick feiern. Seine aktuelle Topform spricht für sich: Allein 14 seiner insgesamt 21 Saisontore erzielte der 28-Jährige in den vergangenen zwölf Bundesligaspielen. Bereits zum fünften Mal knackte der polnische Nationalspieler in einer Bundesligasaison die 20-Tore-Marke. Dennoch ist das Torschützenkönig-Duell für Lewandowski eher zweitrangig, wie er im Interview erklärt.

Frage: Robert Lewandowski, Sie haben zwei Mal getroffen, aber weil auch Pierre-Emerick Aubameyang nachgelegt hat, sind Sie wieder nur auf Platz zwei der Torjägerliste. Ärgert Sie das?

Robert Lewandowski: Ich freue mich immer, wenn ich Tore schieße und wir gewinnen. Das ist für mich das Wichtigste. Wir stehen auf dem ersten Platz. Es ist nicht so wichtig, was du persönlich machst, sondern die ganze Mannschaft. Ich denke nicht über die Torjägerkanone nach und ob ich ein Tor weniger habe oder nicht. Die Mannschaft ist im Moment das Wichtigste. Wir haben es heute gut gemacht und den nächsten Sieg geholt.

"Auch wenn es am Ende 3:0 stand, war es nicht einfach für uns"

Frage: Aber in der ersten halben Stunde lief es noch nicht so gut …

Lewandowski: Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei Signale bekommen, dass wir wirklich gut spielen müssen und das nächste Tor schießen müssen. Die Frankfurter haben wirklich gut gespielt, sie hatten auch in der zweiten Halbzeiten Chancen, ein Tor zu erzielen. Auch wenn es am Ende 3:0 hieß, war es nicht so leicht für uns.

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Frage: Passt das zum aktuellen Lauf der Bayern?

Lewandowski: Damit zeigst du deine Klasse. Der Gegner hatte auch Chancen, ein Tor zu erzielen, aber du triffst und nimmst die drei Punkte mit.

"In der Bundesliga mit 90 Prozent spielen wäre nicht gut"

Frage: Ist der Kampf um die Meisterschaft schon fast entschieden?

Lewandowski: Wir kennen das, vor zwei Jahren war es fast genauso. Aber wir müssen immer noch ein Ziel haben. Wenn wir denken, wir können in der Bundesliga nur mit 90 Prozent spielen und trotzdem gewinnen, wäre das nicht gut für uns. Wir müssen in der Bundesliga Gas geben und versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Je besser wir in der Bundesliga spielen, umso mehr kann uns das auch für die Spiele in der Champions League und im DFB-Pokal helfen.

Frage: Liegt darin der Unterschied im Vergleich zu den Spielzeiten, in denen die Bayern frühzeitig Meister wurden?

Lewandowski: Vor zwei Jahren lief es am Ende der Saison nicht so perfekt für uns. Wir wissen, dass wir jetzt bis zum Ende der Saison richtig gut spielen müssen. Wir dürfen nicht denken, dass wir in der Bundesliga sieben oder zehn Punkte Vorsprung haben. Unser Ziel ist einfach: Nächster Sieg im nächsten Spiel. Ich weiß, dass wir so denken und spielen werden.

Aus München berichtet Maximilian Lotz

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