Bundesliga

26.04.2017 - 16:53 Uhr


RB Leipzig im Taktikcheck: Drei Bausteine des Erfolgs

Köln - Aufsteiger RB Leipzig ist voll auf Kurs Champions League und zudem der beste Aufsteiger seit 51 Jahren. Das hat Gründe. bundesliga.de hat die Sachsen taktisch mal genauer unter die Lupe genommen. Der große Erfolg basiert vor allem auf drei Bausteinen: Offensivpower, Einzelkönner und Abwehrbollwerk.

Blitzstarts in der Offensive

Mit dem Blick auf die Uhr fällt auf: Leipzig profitierte in dieser Saison von vielen frühen Treffern, gleich zehn Mal schlug es bei den Gegnern in der Anfangsviertelstunde ein. Diesen Wert übertrifft nur Dortmund (14 frühe Treffer). Alleine acht Mal traf RB innerhalb der ersten sechs Minuten. Das Team von Coach Ralph Hasenhüttl ist also direkt nach Anstoß sofort auf Ballhöhe.

Magisches Trio

Die überragenden Offensivspieler in Leipzigs Spiel sind zweifelsohne Emil Forsberg und Timo Werner. Werner hat sich in dieser Saison als Torjäger etabliert (16 Tore in 27 Spielen). Forsberg ist der Top-Vorbereiter der Bundesliga, gab schon 15 Torvorlagen und ist auch selbst mit acht Treffern brandgefährlich. Vier Mal traf er aus der Distanz - das ist Ligaspitze. Zudem sorgt Mittelfeldmann Naby Keita für offensives Umschaltspiel, der 22-Jährige ist Dreh- und Angelpunkt, gilt als Regisseur in Leipzigs Offensivfraktion und komplettiert das magische Trio.

Defensiv bestens aufgestellt

Die Leipziger Defensive macht einen hervorragenden Job. Nur die Bayern ließen weniger Gegentore zu (15) als Leipzig (30), das gleiche gilt für Torschüsse und Torschüsse im eigenen Strafraum. Das Kollektiv um Stefan Ilsanker, Marvin Compper, Marcel Halstenberg oder auch Diego Demme arbeitet im Verbund perfekt eingespielt und leistet sich kaum schwere Stellungsfehler. Selten entstehen beispielsweise auch vor dem Strafraum Lücken, wie die wenigsten Weitschussgegentore aller Mannschaften belegen - gerade mal zwei. Das sagt alles.

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