Bundesliga

15.05.2016 - 10:21 Uhr


Djilobodji: "WeiSS nur noch, dass der Ball drin war"

Papy Djilobodji wurde kurz vor Ende des Spiels zum Helden im Weserstadion

Bremen - Er war der Held am Samstagnachmittag im Bremer Weserstadion: Papy Djilobodji. Der Senegalese stocherte in der 88. Minute den Ball über die Linie des Frankfurter Tores und sicherte dem SV Werder Bremen nicht nur den Sieg, sondern damit verbunden auch den Klassenerhalt.

Der 27-Jährige kam in der Winterpause auf Leihbasis vom FC Chelsea und wurde sofort Stammspieler in der Bremer Innenverteidigung. In 14 Spielen erzielte er zwei Tore und bestach durch Zweikampfstärke und unermüdlichen Einsatz. Im Interview sprach Djilobodji über sein Tor im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (zum Spielbericht), seine Emotionen und über seine Zukunft bei Werder Bremen.

Frage: Papy Djilobodji, Glückwunsch zum Klassenerhalt. Wer hat denn nun das siegreiche Tor in der 88. Minute geschossen. Anthony Ujah oder Sie?

Papy Djilobodji: Ach, das ist egal. Es war "fifty fifty". Ich denke, dass Tony das Tor gehört.

Frage: Was war das für ein Gefühl, als der Ball endlich über der Linie war?

Djilobodji: Ich kann den Moment eigentlich gar nicht beschreiben. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass der Ball irgendwann im Tor war und das ist die Hauptsache.

"Wir sind so weit gelaufen, wie wir konnten"

Frage: Wie groß war danach die Erleichterung? Die Spieler sind nach dem Treffer in alle Richtungen gelaufen.

Djilobodji: Wir sind so weit gelaufen, wie wir konnten. Der Druck ist abgefallen in diesem Moment und die Erleichterung war riesengroß.

Frage: Sie sind erst in der Winterpause von Chelsea zu Werder Bremen gewechselt. Sie kannten die Liga nicht so gut und Bremen auch nicht so richtig. Was sagen Sie nach dieser speziellen, aufregenden Rückrunde mit Werder und diesem spannenden, nervenaufreibenden Abschluss?

Djilobodji: Ich kannte die Bundesliga schon, denn ich habe sie immer am Fernseher verfolgt. Es hat wirklich gut getan hier zu spielen. Ich mag den Club wirklich sehr. Alle sind hier sehr, sehr nett. Ich wurde hier so herzlich empfangen und letztendlich haben wir das, was wir alle wollten, den Klassenerhalt, auch erreicht. Eine Riesenerleichterung, jetzt haben wir erst einmal Urlaub.

Frage: Sie haben das entscheidende Tor zum Bremer Klassenerhalt geschossen. Sie sind jetzt ein ewiger Held in den Geschichte des Vereins. Eigentlich können Sie den Club doch gar nicht verlassen, oder? Ihre Leihe endet ja am Ende der Saison.

Djilobodji: Dazu kann ich noch nichts sagen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Jetzt ist erst einmal Urlaub. Ich habe gerade noch keine Lust darüber zu sprechen.

"Ich bin ja nicht wirklich ein Held"

Frage: Können Sie sich denn grundsätzlich nach diesem Happyend vorstellen in Bremen zu bleiben?

Djilobodji: Ich bin ja nicht wirklich ein Held. Ich möchte jetzt nicht darüber reden. Ich bin müde von der langen Saison und ausgepowert.

Frage: Wir wissen jetzt, wie gut sehen spielen können, aber wir wissen nicht wie gut Sie feiern können? Was passiert heute Abend noch?

Djilobodji: Ich werde ganz in Ruhe feiern, nicht wie meine Kollegen. (lacht verschmitzt)

Aufgezeichnet von Alexander Barklage in Bremen

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