Bundesliga

05.09.2016 - 11:02 Uhr


Oliver Burke: RB Leipzigs schottischer Gareth Bale

Leipzig - Kurz vor Ende der Transferperiode sorgte RB Leipzig noch einmal für einen Paukenschlag. Der Aufsteiger verpflichtete Oliver Burke. Oliver wer? Das fragten sich sicherlich einige Fans, doch für Sportchef Ralf Rangnick war der Wechsel des schottischen Nationalspieler ein Mega-Coup.

Viele Topteams in Europa wollten den 19-jährigen Offensivspieler verpflichten. Auch Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, war angeblich an dem schottischen "Wunderkind" interessiert, doch Burke wollte unbedingt zu den Sachsen wechseln. "Dieser Transfer freut uns auch deswegen ganz besonders, weil an ihm mehrere Top-Clubs interessiert waren und wir damit noch mehr an Qualität in der Offensive gewinnen", sagt Rangnick.

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Geniestreich schon beim ersten Tor

In seiner Heimat wird der 1,88 Meter große Burke bereits mit Gareth Bale verglichen. Warum gerade Gemeinsamkeiten mit dem Spieler von Real Madrid herangezogen werden, erklärt sich beim Blick auf sein erstes Tor als Profi. Im Ligaspiel gegen Cardiff City bekam Burke nach einem Konter auf der rechten Seite den Ball, dribbelte in den Strafraum und schlenzte den Ball mit dem rechten Außenrist in den Winkel. Für einen Spieler mit seiner Größe ist er äußerst wendig, schnell und dabei noch technisch versiert.

Die Vorzüge des 19-Jährigen blieben auch den Leipzigern nicht verborgen, um so mehr freut es Sportchef Rangnick, dass sich Burke für den Aufsteiger entschieden hat: "Oliver Burke ist ein herausragendes, erst 19 Jahre altes Talent mit unheimlich viel Potenzial, das nicht umsonst schon Einsätze für die schottische A-Nationalmannschaft absolviert hat. Er passt mit seinem hohen Tempo und seiner Spielweise sehr gut zu unserer Philosophie und will bei uns seinen nächsten sportlichen Entwicklungsschritt machen."

Video: Leipzigs Erfolgsweg

Burke: "Der Spielstil passt zu mir"

"Sie haben wirklich großes Interesse gezeigt und mochten mich als Spieler", erklärte Burke nach seinem Wechsel. "Ich habe nach einem Club und einem Trainer gesucht, der mich genau dafür mag, wie ich bin und was ich auf dem Platz mache. Sie haben mir ein paar Clips gezeigt, wie sie spielen. Und ihr Stil passt perfekt zu meinem."

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Burke, der in der Nähe der schottischen Hauptstadt Edinburgh aufwuchs, spielte bislang beim englischen Zweitligisten Nottingham Forest. Der ehemalige Europacup-Sieger sah früh das große Talent und holte ihn mit bereits zehn Jahren in seine Jugend-Akademie. In der Saison 2015/16 rückte der damals 17-Jährige in die erste Mannschaft von Forest auf und kam in 18 Ligaspielen zum Einsatz (2 Tore). In der aktuellen Saison zeigte sich Burke vor seinem Wechsel in die Bundesliga in bestechender Form und schoss in fünf Partien vier Tore.

Am 29. März debütierte er für die schottische Nationalmannschaft im Glasgower Hampden Park beim 1:0-Sieg über Italien. Beim 5:1 im WM-Qualifikation-Spiel der Schotten am Sonntagabend in Malta stand Burke bereits zum dritten Mal für sein Land auf dem Platz.

Burke will den nächsten Schritt gehen

In Leipzig will der Rechtsfuß, der bevorzugt auf der rechten Außenposition spielt (aber auch auf der linken Außenbahn spielen kann), den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. "Es ist Zeit für ein neues Kapitel in meinem Leben. Ich bin bereit dafür. Die Bundesliga ist für mich einer der stärksten Ligen der Welt. Die Bedingungen in Leipzig sind erstklassig – fünf Sterne! Ich kann nur gutes über den Club und die Verantwortlichen sagen. Sie haben mich als etwas Besonderes behandelt und ich bin wirklich froh, unterschrieben zu haben."

Von Alexander Barklage

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