Bundesliga

15.05.2016 - 10:21 Uhr


Niko Kovac: "Wir müssen schnell wieder aufstehen"

Niko Kovacs Mannschaft muss die Niederlage gegen Bremen schnell abhaken

Frankfurt - Ernüchterung gepaart mit Fassungslosigkeit – so lässt sich die Gemütslage von Eintracht Frankfurt nach der 0:1-Niederlage bei Werder Bremen beschreiben

Nach der verdienten Niederlage steht für das Team von Trainer Nico Kovac fest, dass der Klassenerhalt über die Relegationsspiele gegen den 1. FC Nürnberg gesichert werden muss. Auch deswegen wollen die Hessen die Pleite schnell abhaken und den Fokus schnell auf die beiden Duelle mit dem Dritten der 2. Bundesliga legen.

"Nach solch einem Spiel ist keiner glücklich"

Jetzt also Relegation. Nach zuletzt drei Siegen in Folge konnte die Eintracht im Weserstadion den einen Punkt, der zum Klassenerhalt gereicht hätte, nicht einfahren. „Das ist bitter, aber Werder hat uns mit großer Vehemenz und großem Herz an die Wand gedrückt“, gab Eintrachts Vorstandschef Heribert Bruchhagen unumwunden zu. Auch Trainer Nico Kovac gestand die verdiente Niederlage ein: „Nach solch einem Spiel ist keiner glücklich, aber Werder Bremen war sehr viel besser.“ Von den Spielern wollte sich einzig Stefan Aigner nach dem verpassten Klassenerhalt äußern. „Es ist schwer, die Gefühle in Worte zu fassen. Wir wussten, dass die Bremer bei Standards stark sind, aber es ist schwer, so eine Abwehrschlacht durchzubringen“, erklärte Aigner enttäuscht.

Die Frankfurter wählten eine konsequente Defensiv-Taktik, um den einen wichtigen Zähler unter Dach und Fach zu bringen. Offensivakzente setzten sie kaum. Das gab auch Kovac zu: „Es ist immer ärgerlich, wenn man kurz vor Schluss so ein wichtiges Spiel verliert. Wir haben die Bälle nicht festgemacht und keine Entlastung hinbekommen. 90 Prozent der Bälle sind bei den Bremern gelandet und dann ist eine Welle nach der anderen auf unser Tor gerollt. Wir haben zu defensiv gestanden. Es gibt so Partien, da geht vorne gar nichts.“

Relegationstriple für die Eintracht

Bereits am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) steht das Relegations-Hinspiel für die Eintracht im eigenen Stadion gegen den 1. FC Nürnberg an. Die Frankfurter müssen zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in der Relegation antreten. Zweimal lösten sie die Aufgabe mit Bravour. In der Saison 1983/84 setzte sich die Eintracht gegen den MSV Duisburg durch (5:0 A, 1:1 H) und 1988/89 gelang gegen den 1. FC Saarbrücken (2:0 H, 1:2 A) der Klassenerhalt.

„Jetzt gilt es, schnell die Köpfe hoch zu nehmen und uns auf den 1. FC Nürnberg vorzubereiten," erklärte Kovac, der den 1. FC Nürnberg bislang noch nicht selbst beobachtet hat. „Wir müssen in den nächsten Tagen hoch konzentriert arbeiten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dann zum Erfolg kommen können“, so Bruchhagen optimistisch. „Man darf hinfallen, aber jetzt müssen wir wieder aufstehen“, erklärte Kovac kämpferisch.

Alex Meier für Relegation „ein Thema“

Die Mannschaft muss sich jetzt schnell sammeln und auf die Franken konzentrieren. Vor eigenem Publikum muss die Eintracht wieder selbstbewusster auftreten und vor allem in der Offensive zielstrebiger und besser agieren. Hoffnungsträger bei den Hessen könnte Toptorjäger Alex Meier sein. Nach überstandener Verletzung war Meier in Bremen schon wieder im Kader. Für die Relegationsspiele aber ist Meier „definitiv ein Thema“, sagt Trainer Kovac zuversichtlich.

Alexander Barklage

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