Bundesliga

03.07.2016 - 18:57 Uhr


Mit den US-Stars ist in der Bundesliga zu rechnen

Bobby Wood, Christian Pulisic, John Brooks, Timothy Chandler und Fabian Johnson (v.l.) haben alle bereits in der Bundesliga gezeigt, was sie drauf haben

Köln - Die Bundesliga hat auch in Amerika viele Fans, dank zahlreicher US-Stars in Deutschland.

Eine Handvoll US-Nationalspieler hält in der Bundesliga aktuell mit großem Stolz die amerikanische Fahne hoch.

Johnson und Brooks im Aufwind

Der flexible Verteidiger Fabian Johnson war in der vergangenen Saison einer der auffälligsten Spieler im Trikot von Borussia Mönchengladbach. In seiner zweiten Spielzeit bei der Fohlenelf hat er noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Der 28-Jährige, der früher für die TSG 1899 Hoffenheim auflief, war der treffsicherste Nordamerikaner im letzten Jahr, traf sechsmal und bereitete vier Treffer vor. Eines seiner Tore erzielte er beim aus Gladbacher Sicht schönsten Saisonsieg am 15. Spieltag, dem 3:1 gegen Titelverteidiger FC Bayern München.

Video: Johnson schaut sich sein Tor gegen Bayern an

Einer, der vor allem für seine Fähigkeiten in der Defensive, denn für schöne Tore bekannt ist, ist John Anthony Brooks. Er hat seinen Stammplatz bei Hertha BSC in der Saison 2015/16 weiter zementiert und sich einen Ruf als hervorragende Verteidiger erworben. Dazu trugen auch seine Auftritt bei der Copa America Centenario in diesem Sommer bei.

Der 23-jährige Innenverteidiger, der seine bisherige Karriere komplett in Berlin verbracht hat, ist ein echter Koloss. Mit seinen 1,93 Metern war er ein Hauptgrund dafür, dass die Mannschaft von Trainer Pal Dardai so schwer zu schlagen war.

Video: Brooks, der neue Boateng

Gemischte Gefühle bei Pulisic, Chandler und Johannsson

Die kommende Saison verspricht spannend zu werden für einen der jüngsten Im Kader der US-Nationalmannschaft: Christian Pulisic. Der 17-Jährige hat in der Rückrunde erstmals Eindruck in der Bundesliga gemacht, schaffte den Sprung zur ersten Mannschaft von Borussia Dortmund und wurde der jüngste Ausländer, der je in Deutschlands höchster Spielklasse getroffen hat. Sein Aufstieg war so beeindruckend, dass der offensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler Teil des Kaders von Trainer Jürgen Klinsmann bei der Copa America Centenario wurde und im Halbfinale sogar gegen Lionel Messi randurfte.

Hätten Verletzungen sie nicht gestoppt, wären auch Timothy Chandler und Aron Johannsson mit Sicherheit öfter für Eintracht Frankfurt und Werder Bremen aufgelaufen. Ein Meniskusriss sorgte dafür, dass Chanler nur zwölf Einsätze sammeln konnte. Johansson, der ehemalige Angreifer des AZ Alkmaar, startete gut mit zwei Toren in sechs Spielen, musste sich dann aber einer Operation an der Leiste unterziehen und hat die Rückkehr auf den Platz noch nicht geschafft.

Video: Pulisic, ein junger Teamplayer

In den Fußstapfen von Wynalda und Dooley

Deutlich besser lief es für den in Hawaii geborenen Bobby Wood. Der Angreifer traf in der letzten Saison 17 Mal für den 1. FC Union Berlin in der 2. Bundesliga, was ihm einen Wechsel in die Bundesliga zum Hamburger SV ermöglichte. Wood hat damit den Rekord für die meisten Tore eines US-Amerikaners innerhalb einer Saison in Deutschland aufgestellt. Bisher hielt diesen Eric Wynalda, der 1992/93 acht Mal für den 1. FC Saarbrücken einnetzte.

43 Amerikaner, mehr als 1.800 Einsätze, mehr als 110 Tore und ein Meistertitel: Die Bundesliga-Rekruten von der anderen Seite des Atlantik haben viel erreicht, seit Thomas Dooley zum ersten in Amerika geborenen Spieler bei einem deutschen Spitzenklub wurde. Er war auch der bislang einzige US-Amerikaner, der in Deutschland Meister wurde (1990/91 mit dem 1. FC Kaiserslautern). Doch jetzt, wo Johnson wieder Großtaten mit Gladbach vollbringt, Brooks in der Hauptstadt für Überraschungen sorgt und Pulisic beim BVB durchstartet, kann man sich sicher sein, dass Dooley nicht der letzte sein wird.

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