Bundesliga

28.02.2016 - 20:41 Uhr


Marco Reus: "Zielstrebig und cool bleiben"

Marco Reus läuft gegen die TSG 1899 Hoffenheim zum 100. Mal in einem Bundesliga-Spiel im Trikot von Borussia Dortmund auf

"Wenn wir gegen Darmstadt nicht gewinnen, brauchen wir uns über die Bayern gar nicht zu unterhalten", sagt Reus mit Blick auf die englische Woche

Dortmund - Ein Treffer zum Jubiläum war ihm nicht vergönnt, auch wenn Marco Reus mit einem schönen Freistoß nur knapp an Gäste-Keeper Oliver Baumann scheiterte. Trotzdem konnte sich der Stürmer nach seinem 100. Bundesliga-Spiel für Borussia Dortmund über einen 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim freuen.

Im Interview spricht Reus über den Schlüssel zum Erfolg und blickt voraus auf das nächste Duell am Mittwoch in Darmstadt.

Frage: Marco Reus, am Ende war es ein verdienter Sieg, aber 60 Minuten lang hat sich der BVB schwer getan gegen Hoffenheim. Woran hat es gelegen?

Marco Reus: Hoffenheim stand sehr kompakt und hat gegen den Ball hinten mit einer Fünferkette verteidigt. Da haben wir uns wirklich schwer getan. Die Rote Karte kam uns natürlich entgegen, wir konnten unser Spiel dann besser aufziehen. Wir haben mehr Druck gemacht. Und dann ist es für jeden Gegner richtig schwer, hier standzuhalten.

"Es freut mich unheimlich für Adrian"

Frage: Der BVB hat Donnerstagabend noch in Porto gespielt, trotzdem sind dem Gegner und nicht Ihrer Mannschaft am Ende die Kräfte ausgegangen. Haben Sie darauf spekuliert?

Reus: Uns war bewusst, dass die TSG ihr Spiel nicht über 90 Minuten durchziehen kann. Sie haben extrem verschoben und immer wieder versucht, auf den Seiten Überzahl zu schaffen. Wir haben in der Halbzeitpause angesprochen, dass wir geduldig bleiben und den Ball schneller zirkulieren lassen müssen. Es war uns klar, dass Hoffenheim dann hinten heraus nicht die Kraft haben wird. Es ist einfach wichtig, dass du selbst zielstrebig und vor dem Tor cool bleibst.

Frage: Der Joker hat dann gestochen - Adrian Ramos hat mit seinem dritten Saisontor das 2:1 erzielt.

Reus: Mich freut es unheimlich für Adrian. Er ist ein unglaublicher Junge. Ein lebensfroher Mensch mit richtig guten Qualitäten. Es war für ihn und für uns schön und wichtig, dass er dieses Tor gemacht hat.

Frage: Sie selbst hätten in der ersten Halbzeit fast per Freistoß getroffen.

Reus: Ein Freistoß ist immer auch ein bisschen Glück. Es kommt immer darauf an, wie gut du den Ball wirklich triffst. Er war vielleicht ein bisschen zu lasch geschossen, so dass Baumann noch rangekommen ist.

"Wir bleiben klug im Kopf"

Frage: Der BVB hatte jetzt fünf Spiele in 16 Tagen, in einem ähnlichen Rhythmus geht es weiter. Wie sieht es aus mit der Kraft?

Reus: Fast alle Spieler hatten auch in den letzten Jahren solche Belastungen. Für uns ist das eigentlich kein Problem. Wir haben jetzt wieder gewonnen, sind auch nach neun Pflichtspielen in der Rückrunde ungeschlagen. Bei uns läuft es – auch wenn es uns momentan manchmal etwas schwerer fällt als in der Hinrunde, die Spiele zu gewinnen. Aber wir gewinnen sie, auch weil wir klug im Kopf bleiben wie in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim.

Frage: Am nächsten Wochenende steigt der Klassiker gegen den FC Bayern München. Wie groß ist die Vorfreude?

Reus: Wir haben erstmal noch am Mittwoch das Spiel in Darmstadt vor der Brust. Wenn wir da nicht gewinnen, dann brauchen wir uns über die Bayern gar nicht zu unterhalten. Wir müssen uns erstmal auf Darmstadt konzentrieren, das wird auch ein schwieriges Spiel – auf einem super Platz.

Frage: Sie spielen auf die Platzverhältnisse in Darmstadt an. Wird das ein Problem für eine Mannschaft wie den BVB, die den Ball gerne laufen lässt?

Reus: Darmstadt muss mit dem Platz auch klarkommen. Und wir werden uns darauf einstellen, weil wir natürlich das Spiel machen wollen. Es ist wichtig, dass wir von Beginn an direkt da sind und möglichst ein frühes Tor machen. 

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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