Bundesliga

20.02.2016 - 21:43 Uhr


Lewandowski und Müller: Zwei sind nicht zu bremsen

Robert Lewandowski und Thomas Müller lehren den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten. Das Torjäger-Duo hat in dieser Saison schon 39 Treffer erzielt

Beim 3:1-Sieg gegen Darmstadt 98 macht Müller seine Saisontore 16 und 17

Lewandowski kommt als führender der Torschützenliste schon auf 22 Treffer

Köln – Wenn der FC Bayern München zu einem Fußballspiel lädt, dann hat der Gast meist nicht viel zu lachen. Der Rekordmeister hat saison- und wettbewerbsübergreifend die letzten 17 Heimspiele gewonnen. Im Jahr 2016 haben vor allem Robert Lewandowski und Thomas Müller großen Anteil am Erfolg, denn die beiden Offensivspieler sind derzeit nicht zu bremsen.

Alle zehn Bayern-Treffer des noch jungen Jahres gehen auf das Konto von Lewandowski und Müller, die sich zu einer Art Lebensversicherung entwickelt haben. Auch im Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (zum Spielbericht) machte das Traumduo den Unterschied.

Beeindruckende Konstanz

Und es war wieder mal ein Abend für die Geschichtsbücher. Erstmals in der Bundesliga-Historie hat ein Team nach 22 Spieltagen gleich zwei Spieler in seinen Reihen mit mehr als 16 Toren (zur Torjägerliste). Einzig Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang drängelt sich mit seinen 20 Treffern noch zwischen Lewandowski (22) und Müller (17). Mit nunmehr 39 Toren jagen sie den Bundesliga-Rekord von Grafite und Edin Dzeko, die in der Saison 2008/09 gemeinsam 54 Mal für den VfL Wolfsburg trafen.

Beeindruckend ist vor allem die Konstanz, mit der die beiden ihre Tore abliefern. In seiner sechsten Saison im deutschen Oberhaus traf Lewandowski zum vierten Mal mindestens 20 Mal. Seit seinem Bundesligadebüt im Sommer 2010 hat kein anderer auch nur annähernd so oft getroffen wie er (113 Tore, es folgt Stefan Kießling mit 76 Toren in diesem Zeitraum).

Sein kongenialer Sturmpartner steht ihm aber in nichts nach. Gegen Darmstadt erzielte Müller seine Bundesliga-Tore Nummer 87 und 88 und überholte im Bayern-Ranking damit Claudio Pizarro und Mehmet Scholl (jeweils 87 Treffer). Er steht nun bereits auf Rang sechs des vereinsinternen Rankings. Besonders spannend: Seine Tore haben eine Sieggarantie. Die Münchner gewannen die letzten 50 Spiele mit Müller-Toren.

Nächste Hürde: Juventus Turin

Besonders sehenswert war sein Treffer zum 2:1, als er den Ball am Fünfmeterraum mit der Brust stoppte und dann mit einem Fallrückzieher in den Winkel vollendete. "Es war ein schönes Tor von mir, hat sich gut angefühlt. Ich habe ihn ganz gut angenommen mit der Brust, dann musste ich ihn irgendwie in Richtung Tor bugsieren", erklärte der 26-Jährige nach dem Spiel bei Sky mit einem Schmunzeln und schob trocken hinterher: "Ich will das aber nicht so hoch hängen. Wenn ich ein hässliches Tor mache, ist das genauso viel wert. Wir sind froh, dass wir ganz wichtige drei Punkte eingefahren haben.“

Es sind Sätze wie diese, die zeigen, dass die Bayern noch lange nicht genug haben. Am kommenden Dienstag steht erstmal das schwere Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Juventus Turin an. Mit einem Torjäger-Duo in dieser Form zwar noch immer eine schwere, aber auch eine absolut lösbare Aufgabe.

Interview: Thomas Müller über sein Traumtor

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