Bundesliga

14.03.2016 - 13:43 Uhr


Kalou über Herthas Ziele: "Alles ist möglich"

Die Mannschaft feiert ihren Sieg gegen Schalke 04

Berlin – Pal Dardai und Michael Preetz sind Säulen des Hertha-Teams, das gegen starke Konkurrenz überraschend Dritter wird und in der Folgesaison in der Champions League für Furore sorgt. Das war 1999, seitdem waren die Berliner nie wieder so gut platziert, der damalige Mittelfeldmotor  Dardai ist inzwischen Trainer und der Torschützenkönig der Bundesligasaison 98/99 Michael Preetz Manager des Hauptstadtklubs.

Nun könnten die beiden zu den Architekten einer Rückkehr von Hertha BSC in die Königsklasse werden. Angetreten war man lediglich mit dem Ziel die Klasse zu halten. Doch nach leicht rumpeligem Beginn läuft es inzwischen blendend. Mit einem Sieg gegen Eintracht Frankfurt holte die "Alte Dame" schon Anfang März die berühmten 40 Punkte, die in der Bundesliga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel immer zum Klassenerhalt gereicht haben. Seit dem 16. Spieltag schon rangierte Hertha (mit einer Ausnahme) immer auf Rang 3.

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Dardai: "Wozu Druck?"

Die 45 Zähler auf dem Konto der Blau-Weißen sind sogar einer mehr als zum gleichen Saisonzeitpunkt 1999. Dennoch will Dardai einen bestimmten Begriff nicht in den Mund nehmen. "Zehn Punkte mehr als in der letzten Saison", hieß es vom Hertha-Trainer einst. Die sind nun erreicht. "Jetzt wollen wir so schnell wie möglich 52 Zähler, das ist die nächste Marke", so der langjährige Bundesliga-Spieler. Der Begriff Champions League scheint bei ihm auf dem Index zu stehen. Dardai fragt: "Wozu soll ich jetzt Druck aufbauen?«"

Kalou einst Königsklassengewinner

Andere sind da offener. Salomon Kalou ist so einer. Der Ivorer, der ohnehin fast immer mit einem breiten Lächeln unterwegs ist, dürfte sich noch gerne an die Königsklasse zurückerinnern: 2008 erreichte er mit dem FC Chelsea erstmals das Finale, das im Elfmeterschießen gegen Manchester United verloren ging. 2012 holte sich Kalou mit den Blues dann aber den Henkelpott – im "Finale dahoam" in München gegen den FC Bayern stand der Angreifer in der Startelf. Inzwischen hat der 30-Jährige 54 Champions-League-Einsätze auf dem Konto.

"Es war wichtig, gegen einen direkten Konkurrenten zu gewinnen", räumte Kalou nach dem Sieg gegen die vor dem Spieltag viertplatzierten Schalker ein. "Im Fußball ist alles möglich", so der Stürmer über die Chancen der Hertha. "Wir müssen auf uns und unsere Leistung schauen", fordert Kalou. "Wenn wir weiter gut spielen und Siege einfahren, haben wir gute Chancen, als Dritter die Saison abzuschließen."

Champion League zurück nach Berlin?

Anders als in der vergangenen Saison ist die "Alte Dame" nun auch spielerisch ziemlich ansprechend unterwegs. »"Wir haben das Spiel gemacht und uns nicht nur hinten reingestellt", analysierte Kalou nach dem Schalke-Spiel. Es machte sich bemerkbar, dass Kalou und Co. auf einem frisch verlegten Rollrasen spielten: "Für unseren Fußball brauchen wir einen guten Rasen", erklärte Manager Preetz und räumte ein: "Vor einem Jahr war das anders. Da hat uns der schlechte Rasen sogar manchmal geholfen."

Auch Dardai freute sich: "Man hat gesehen, was möglich ist, wenn so ein schöner Teppich liegt." Endlich habe sein Team schöne Spielzüge aufziehen können. "Wir haben intelligente Spieler, die profitieren davon." So wie Kalou, der nun frohen Mutes ist: "Wir wollen jetzt nicht aufhören. Wir wollen die Champions League zurück nach Berlin bringen."

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