Champions League

28.09.2016 - 14:40 Uhr


Jubiläum für Chicharito – Bayer jetzt heiSS auf den BVB

Der Treffer zur 1:0-Führung in Monaco war für Leverkusens Chicharito ein ganz besonderer

Monaco - Am vergangenen Samstag war Chicharito noch der gefeierte Matchwinner und traf gleich dreifach für Bayer Leverkusen beim Auswärtsspiel in Mainz. Auch in Monaco erzielte er wieder einen Treffer, doch dieses Mal waren es die Leverkusener, die einen Last-Minute-Treffer hinnehmen mussten. Der 1:1-Ausgleich beim Champions League-Auftritt im Fürstentum Monaco fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Trotz des Rückschlages schaut die Bayer-Elf optimistisch auf die nächste Partie am Samstag gegen Borussia Dortmund.

Für Bayers Stürmerstar Chicharito war es ein ganz besonderer Abend. Das Kopfballtor, das Admir Mehmedi kurz nach seiner Einwechslung mustergültig per Flanke vorbereitete, war das 100. Pflichtspieltor des Mexikaners in Europa. "Chicha hat mir bei seiner Auswechslung gleich gesagt, dass es sein 100. Tor war. Leider war es nicht der Siegtreffer", so Bayer Trainer Roger Schmidt nach der Partie. Es war Javier Hernandez’, alias Chicharitos, 237. Einsatz in Europa. Er spielte seit seinem Wechsel aus Mexiko 2010 für Manchester United, Real Madrid und Bayer Leverkusen. Für die Werkself alleine erzielte er bereits 21 Tore in der Bundesliga, fünf im DFB-Pokal und sechs in der Champions League. Chicharito ist offensiv derzeit Bayers Lebensversicherung.

Beeindruckende Statistiken

Auch im Fürstentum war der Mexikaner wieder gut drauf. Er erarbeitete sich förmlich seinen Jubiläumstreffer. Im Angriff oftmals auf sich alleine gestellt, machte er viele Bälle fest, war laufstark und hatte schon kurz vor der Halbzeit eine gute Chance zur Führung, die Monacos Keeper Subasic jedoch zunichtemachte. "Er hat super gearbeitet und war nicht nur wegen seinem Tor einer der Besten", lobte Sportchef Rudi Völler.

Die Statistiken des 1,75m großen Stürmers sind derzeit wirklich beeindruckend. Es war Chicharitos 14. Tor in der Königsklasse in 40 Partien. In acht Spielen in der Champions League für Bayer erzielte er sechs Tore, davon fünf in der vergangenen Saison. Der mexikanische Nationalspieler erzielte zudem die letzten fünf Pflichtspieltore der Rheinländer.

Chicharito: "Position im Highlightspiel verbessern"

Doch all den schönen Statistiken zum Trotz ärgerte Chicharito der späte Ausgleich: "Natürlich ist es für mich persönlich schon ein Höhepunkt 100 Tore in Europa geschossen zu haben, aber es sind auch gemischte Gefühle, weil wir nicht gewonnen haben. Trotzdem müssen wir nach vorne schauen. Am Samstag wartet Borussia Dortmund auf uns. In diesem Highlightspiel wollen wir unsere Position in der Bundesliga-Tabelle verbessern."

Die Partie vor nur knapp 8.000 Zuschauern im Stade Louis II sollte dem Team trotz des ärgerlichen Ausgleichs in der Nachspielzeit weiteren Schwung geben. Am vergangenen Samstag besiegten die Leverkusener in der Nachspielzeit Mainz, nun war die Werkself der Leidtragende eines späten Treffers. "So ist manchmal der Fußball", benutzte Chicarito eine gängige Fußball-Weisheit.

Im Spiel gegen die Monegassen machte die Werkself jedoch vieles richtig. Die Leverkusener standen in der Defensive sehr sicher und ließen kaum eine Torchance zu. Das Tor des Polen Kamil Glik war der erste und einzige Schuss auf das Tor von Bernd Leno - umso ärgerlicher ist der Verlust der beiden Punkte. Lars Bender überzeugte zudem in der Rolle des Rechtsverteidigers und bietet Roger Schmidt so weitere Möglichkeiten.

Schmidts Schachzug gelingt – Lob für Henrichs

Der Schachzug von Schmidt, den Silbermedaillen-Gewinner von Rio auf die Außenverteidiger-Position zu stellen, ging prima auf. Auf links machte Youngster Benjamin Henrichs eine starke Partie. Er heimste auch gleich ein Sonderlob von Sportchef Völler ein. "Was der Junge in den letzten Monaten für eine Entwicklung genommen hat, ist Wahnsinn. Er hat das richtig gut gemacht." Henrichs gewann elf seiner zwölf Zweikämpfe (91 Prozent) und hatte nach Bender (80) die meisten Ballaktionen bei Bayer 04.

Jetzt heißt es für die Leverkusener schnell zu regenerieren, denn am Samstag wartet kein Geringerer als der BVB auf Bayer. Auch die Dortmunder mussten in der Champions League ran und trotzten dem Titelverteidiger Real Madrid ein 2:2 ab. "Wir wissen, wie stark Dortmund ist, aber wir wissen, wenn wir über 90 Minuten unser Spiel durchbringen, haben wir eine sehr, sehr schlagkräftige Truppe, die den BVB sehr gut Paroli bieten kann", erklärte Lars Bender selbstbewusst. Und auch Sportchef Rudi Völler ist nicht angst und bange vor dem BVB: "Ich glaube an die Mannschaft, einfach weil wir gut sind, die Moral stimmt und wir eine gute Truppe haben."

Aus Monaco berichtet Alexander Barklage

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