Bundesliga

11.03.2016 - 16:46 Uhr


Gaetan Bussmann: "Wir haben nichts zu verlieren"

Gaetan Bussmann überzeugt beim 1. FSV Mainz 05 auch durch Einsatz und Zweikampfstärke

Mainz - In der Elf des 1. FSV Mainz 05 ist Gaetan Bussmann nicht mehr wegzudenken. Der französische Linksverteidiger, der im vergangenen Sommer aus Metz kam und in der Hinrunde noch nicht richtig Fuß fassen konnte, hat sich seit der Winterpause durchgesetzt. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht er über die starke Saison seiner Mannschaft, seine Eindrücke von der Bundesliga und wie er die Auswärtspartie bei Borussia Dortmund (zur Vorschau) sieht.

bundesliga.de: Monsieur Bussmann, wie erklären Sie diese großartige Bundesliga-Saison von Mainz 05?

Gaetan Bussmann: Wir treten wie eine Einheit auf. Vor heimischem Publikum sind wir schwer zu schlagen, weil uns die Fans stets nach vorne peitschen. Wir spielen unbekümmert und mit einer großen Leidenschaft.

bundesliga.de: Mit ein bisschen Abstand, wie bewerten Sie den Sensationssieg beim FC Bayern München (zum Spielbericht)?

Bussmann: Wir hatten uns auf diese Partie top vorbereitet. Wir wollten etwas nach Hause mitnehmen. Martin Schmidt hatte uns gut eingestellt und gefordert, dass wir uns durch Konter gefährlich zeigen, was uns richtig gut gelungen ist. Es gibt nicht viele Mannschaften, die in der Allianz-Arena gewinnen, aber wir haben es geschafft und darauf sind wir besonders stolz.

"Wenn man hart arbeitet, wird man belohnt"

bundesliga.de: Nachdem der Klassenerhalt definitiv unter Dach und Fach gebracht wurde, welche Ziele haben Sie sich für den letzten Drittel dieser Saison gesteckt ?

Bussmann: Wir müssen schauen, was möglich ist, aber man sieht, dass der Kampf um die europäischen Plätze extrem ausgeglichen ist (zur Tabelle). Wir haben nichts zu verlieren.

bundesliga.de: Persönlich haben Sie kaum eine Minute in dieser Rückrunde verpasst, nachdem Sie in der Hinrunde kaum zum Zuge kamen. Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen?

Bussmann: Ich habe in keinster Weise an mir gezweifelt. Ich kam nach Mainz am allerletzten Tag des Transfermarktes und ich habe sicherlich ein paar Wochen benötigt, um mich anzupassen, denn es handelt sich schließlich um meine erste Station im Ausland. Ich konnte kein Wort Deutsch und habe mich mit Intensiv-Kursen immer mehr in die Sprache hineingelernt. Ich habe auch sehr hart gearbeitet und wie man so schön sagt: Wenn man hart arbeitet, bekommt man dafür irgendwann den Lohn.

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"Hier ist die Stimmung besser, als in England"

bundesliga.de: Wie fühlen Sie sich nach gut sechs Monaten in der Fußball-Bundesliga?

Bussmann: Ich wollte immer schon nach Deutschland. Ich habe in Metz gespielt, also nicht weit weg von der deutsch-französischen Grenze und man konnte dort bereits die Bundesliga verfolgen. Durch meine Eigenschaften passe ich gut zur Bundesliga. Ich mag es, nach vorne zu spielen. Ich liebe diese Liga, ich habe unheimlich viel Spaß. So darf es ruhig weitergehen.

bundesliga.de: In der Bundesliga stehen nicht unbedingt viele Franzosen unter Vertrag. Würden Sie Ihre Landsleute raten, nach Deutschland zu kommen, wenn sich eine Möglichkeit bieten würde?

Bussmann: Wenn man sieht welche Atmosphäre in den Bundesliga-Stadien herrscht, dann will man nicht mehr weg und genau das ist es mein Fall. Hier ist die Stimmung besser als in England, wo viele französischen Spieler unter Vertrag stehen.

bundesliga.de: Wie sehen Sie Ihre Zukunft ?

Bussmann: Ich hoffe noch einige Zeit in Mainz bleiben zu dürfen. Hier habe ich alles um glücklich zu sein. Es gibt keinen einzigen Grund wo anders zu spielen.

bundesliga.de: Und nun geht es in der Bundesliga zu Borussia Dortmund, das noch zu Hause ungeschlagen ist, wie der FC Bayern bevor Mainz kam. Wie schwer wird diese Partie?

Bussmann: Ich freue mich auf dieses Stadion und auf eine tolle Stimmung. Wenn wir einen kühlen Kopf bewahren und genauso unbekümmert und frech wie in München auftreten, dann haben wir gute Chancen, auch mit einem oder drei Punkte nach Hause zu fahren. Aber klar wissen wir, dass es in Dortmund schwer zu gewinnen wird…

Das Gespräch führte Alexis Menuge

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