Bundesliga

19.08.2016 - 17:50 Uhr


Arturo Vidal: "Ich will so lange wie möglich bei Bayern bleiben"

München - Organisator, Kämpfer, Torschütze. Beim Supercup-Sieg gegen Borussia Dortmund präsentierte sich Arturo Vidal schon wieder in beeindruckender Frühform. Im exklusiven Interview mit unserer spanischen Webseite Bundesliga.com/es verrät der Chilene, warum er sich in der Bundesliga - und bei Bayern München - so inzwischen (fast) Zuhause fühlt.

Die Bundesliga ist jetzt auf Twitter und im Internet auf Spanisch. Hat bisher die Bundesliga en Español den Fans in Lateinamerika gefehlt?

Ich glaube, dass so ein Angebot bisher in Lateinamerika sehr gefehlt hat. Jetzt können Sie sich über die Bundesliga besser informieren, und den guten Fußball, das hier gespielt wird, genießen. Bundesliga en Español ist gut für alle. Für die Fans, und für die Bundesliga.

Sie waren noch sehr jung, als Sie nach Deutschland gekommen sind. Wie haben sich damals die Fans in Chile über Sie informiert?

In Chile ist es üblich, dass, wenn ein Fußballspieler ins Ausland geht, alle Fans über die neue Heimatliga ihres Landsmannes viel erfahren wollen. Das war genauso in meinen Fall. Als ich in Leverkusen war, versuchten die Leute mein sportliches Leben zu verfolgen. Jetzt spiele ich bei Bayern München und meine Mannschaft hat viele Anhänger in Chile.

Bekamen ihre Fans in Chile damals Informationen über die Bundesliga?

Die war schon bekannt, und die Fans fanden Wege, um mich spielen zu sehen, und über mich und meinen Klub mehr zu erfahren. Aber jetzt gibt viele Quellen, um näher an der Bundesliga zu sein.

Wie hat die Bundesliga die Fußballkariere von Arturo Vidal geprägt?

Die Bundesliga hat mich sehr geprägt. Ich kam hierhin, als ich noch sehr jung war, am Anfang meines beruflichen Werdegangs. Damals bin ich als Fußballer sehr gewachsen, habe mich weiterentwickelt. Nach meiner Zeit in Italien kam ich zurück nach Deutschland, wo ich die schönste Zeit als Fußballspieler gerade erlebe. Ich bin sehr glücklich hier zu sein, und für eine der besten Mannschaften der Welt wie Bayern München zu spielen.

Ist die Bundesliga eine zweite Heimat geworden?

Ich vermisse Chile sehr. Dort ist meine Familie, dort sind meine Freunde. Aber nichtsdestotrotz fühle ich mich hier in der Bundesliga zu Hause. Alle Leute um mich herum versuchen, mir das Gefühl zu vermitteln, das hier auch meine Heimat ist. Das macht mich sehr, sehr glücklich.

Im Sommer haben Sie zum zweiten Mal in Folge die Copa América mit der Nationalmannschaft Chile gewonnen. Hat die Bundesliga einen Einfluss auf ihre Leistung bei dem Team das der kontinentale Meister wurde?

Es hatte einen riesigen Einfluss! Mein letztes Jahr hier in der Bundesliga war phänomenal. Es fehlte nur noch die Champions League zu gewinnen. Sonst war das Jahr perfekt. Ich habe mich in dieser Zeit sehr weiterentwickelt, und ich ging zur Copa América Centenario in meiner besten Form. Das hat meiner Nationalmannschaft geholfen, den Titel zum zweiten Mal zu holen.

In den letzten Jahren spielen immer mehr und mehr Fußballer aus Lateinamerika in der Bundesliga. Wie finden Sie das?

Ich finde es super! Es ist sehr gut, dass so viele Lateinamerikaner die Bundesliga bereichern und auch von dem guten Fußball lernen und profitieren. Die Bundesliga hilft den Spielern, beruflich zu wachsen. Ich hoffe, dass wir jeden Tag mehr und mehr werden.

Erzählen Sie uns ihre Lieblingsanekdote seit sie hier in der Bundesliga sind

Meinen ersten Ausflug in Deutschland werde ich nie vergessen. Ich ging auf der Straße alleine, ohne Begleitung, und hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich zaubern müsste, um mit den Leuten zu kommunizieren, um mich verständlich zu machen. Ich lerne immer noch die Sprache, aber jetzt kann ich alles sagen, was ich damals leider nicht konnte.

Können Sie sich vorstellen, in der Bundesliga ihre Karriere ausklingeln zu lassen?

Das weiß ich noch nicht. Aber es gibt etwas, dass ich schon weiß: ich möchte hier in der Bundesliga sehr sehr lange bleiben. Auch bei Bayern München, zu so einem großen Club und einer tollen Mannschaft will ich so lange wie möglich gehören.

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