Bundesliga

25.08.2014 - 14:48 Uhr


Im Fokus: Eugen Polanski - "stabile GröSSe" bei der TSG

Eugen Polanski verlängert seinen Vertrag mit der TSG vorzeitig (© Imago)

Gegen den FC Augsburg gewinnt die TSG Hoffenheim am 1. Spieltag mit 2:0

Eugen Polanski in der 1. Runde des DFB-Pokals - die TSG Hoffenheim gewinnt mit 9:0 beim USC Paloma Hamburg

Sinsheim - Für Eugen Polanski war eigentlich schon seit Wochen klar, dass er seinen Vertrag, der im nächsten Jahr ausgelaufen wäre, verlängern will. Dass die TSG 1899 Hoffenheim die vorzeitige Ausweitung seines Arbeitspapiers bis Ende Juni 2017 kurz vor dem Anpfiff zur neuen Saison bekanntgegeben hat, bezeichnet der Pole als "Vertrauensbeweis".

Und der Start in die kommenden drei Jahre setzte mit dem 2:0 gegen den FC Augsburg sportlich ein weiteres positives Zeichen. "Spielerisch war es zwar heute kein gutes Spiel, aber ich bin trotzdem zufrieden", sagt der zentrale Mittelfeldspieler: "Wir haben hinten zu Null gespielt und das Ergebnis passt."

Vorsichtig bei der Formulierung von Saisonzielen

Polanskis Verbleib ist bislang der letzte in einer Reihe von bemerkenswerten Vertragsverlängerungen bei der TSG. Schon in der abgelaufenen Runde schaffte es die sportliche Führung um Trainer Markus Gisdol und Manager Alexander Rosen, umworbene Größen wie Roberto Firmino, Kevin Volland, Sebastian Rudy und Andreas Beck zu halten. Mit Polanski steht nun ein weiterer Leistungsträger für Kontinuität und Aufbruch.

Polanski, der jüngst wegen Dissonanzen mit dem umstrittenen Coach Adam Nawalka aus der polnischen Nationalelf zurücktrat, ist aber wie alle TSG-Profis bei der Formulierung von Saisonzielen vorsichtig. Er sagt nur, er wolle das Vertrauen des Vereins in den kommenden drei Spielzeiten zurückzahlen. Doch er spricht auch vom "Spaß" und der "Lust", den eingeschlagenen Weg unter Trainer Gisdol weiter mitzugehen. Die junge und entwicklungsfähige Mannschaft wird nicht nur von der Konkurrenz als spannendes Projekt gesehen, mehr als insgeheim tun das auch die TSG-Profis.

Polanski gehört zu den Leistungsträgern

Mit seinen 28 Jahren und bislang 19 Länderspielen ist Polanski ein Routinier, er sammelte beim FC Getafe ein Jahr Erfahrung in Spanien, bevor er im Januar 2013 aus Mainz zur TSG stieß. Der Pole ist der einzige von sechs Winterzugängen des Trainers Marco Kurz und des Managers Andreas Müller, der auch unter Markus Gisdol eine Rolle spielte, spielt und spielen wird.

Polanski machte die spektakuläre Rettung in den Relegationsspielen gegen Kaiserslautern im Mai 2013 mit, zählte im vergangenen Jahr zu den Leistungsträgern und gehörte auch gegen Augsburg trotz einiger Abspielfehler zu den besten Hoffenheimern. Der Trainer schätzt Polanksi als "stabile Größe", Gisdol sagt: "Eugen führt gut und prägt das Spiel durch viele Ballgewinne. Er tut uns auf und neben dem Platz gut."

Der meinungsstarke Familienvater ist auf dem Rasen ein laustarker Antreiber. Gut zu sehen war das in einer Szene gegen Augsburg. Adam Szalai hatte einen Fehlpass gespielt (57.) und stockte für einen Moment in seiner Bewegung. Sofort kam das Kommando von Polanski: "Weiter, Adam, weiter!" Mit Torwart Oliver Baumann, Innenverteidiger Ermin Bicakcic und Polanski im Mittelfeld verfügt die TSG nun über drei laute Dirigenten in der zentralen Defensivachse.

Die Konkurrenz ist groß

Doch auch Polanski kann sich angesichts der großen Konkurrenzsituation der Startaufstellung nicht immer sicher sein. Um maximal zwei Plätze auf der Sechser-Position muss er sich neben Sebastian Rudy, mit dem er sich gegen Augsburg vor allem in der Defensivarbeit gut verstand, Tobias Strobl und Sejad Salihovic künftig auch mit Pirmin Schwegler messen. Der von der Frankfurter Eintracht gekommene Schweizer fehlte am 1. Spieltag wegen Adduktorenproblemen.

Polanski sieht den Konkurrenzkampf positiv, er sagt: "Man sieht, dass die Qualität schon im Training gestiegen ist. Keiner kann sich ausruhen, das tut uns allen gut." Schon am kommenden Samstag beim SV Werder Bremen muss die TSG die neu erlangte Stabilität in der Defensivbarbeit weiter beweisen. Polanski wird dazu im Mittelfeld die Kommandos geben.

Tobias Schächter

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