DFB-Pokal

20.04.2016 - 22:28 Uhr


BVB bezwingt Hertha und trifft im Finale auf die Bayern

Der Start des Spiels ist hart umkämpft, aber dann reißt der BVB die Partie immer mehr an sich

Fast folgerichtig geht der BVB durch Gonzalo Castro (2.v.r.) mit 1:0 in Führung

Die Hertha-Offensive um Salomon Kalou (r.) findet während der gesamten Partie kaum ins Spiel

Marco Reus (M.) sorgt im zweiten Durchgang für die Entscheidung: Zunächst trifft er zum 2:0 und legt wenig später das 3:0 durch Henrikh Mkhitaryan auf

Berlin - Der Klassiker im Finale ist perfekt: Borussia Dortmund hat die Endspiel-Hoffnungen von Hertha BSC zerstört und seine Titelchance im Pokal gewahrt. Der BVB gewann das Halbfinale in Berlin nach Toren von Gonzalo Castro (20.), Marco Reus (75.) und Henrikh Mkhitaryan (83.) mit 3:0 (1:0) und trifft im Finale am 21. Mai auf den 17-maligen Cup-Sieger Bayern München.

Die Dortmunder zeigten eine starke Vorstellung und spielten die lange Zeit harmlosen Herthaner auch ohne ihren verletzten Star-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang phasenweise an die Wand. Hertha enttäuschte im "Spiel des Jahres" und muss auch nach 37 Jahren weiter auf eine Finalteilnahme warten.

Tolle Stimmung, einseitige Partie

Vor 76.233 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion hatten die Borussen von Beginn an den Vorwärtsgang eingeschaltet. Marcel Schmelzer agierte auf dem linken Flügel äußerst offensiv, band so Herthas Salomon Kalou, der später die Seite wechselte. Über rechts machte Mkhitaryan enorm viel Druck. Dortmund versuchte immer wieder, das Spiel möglichst in die Breite zu ziehen. Nationalspieler Ilkay Gündogan saß zunächst nur auf der Bank.

Über den rechten Flügel wurde auch die Führung der Westfalen eingeleitet. Nach einer Flanke von Shinji Kagawa kam Reus mit seinem Schuss zunächst nicht durch, Gonzalo Castro setzte anschließend den Ball aus 16 Metern unhaltbar zum 1:0 in den Winkel. Reus (25.) hatte nach Vorarbeit von Schmelzer kurz darauf das 2:0 auf dem Fuß, doch der Nationalspieler zog aus zwölf Metern drüber.

Erste Hertha-Chance mit dem Pausenpfiff

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierte Hertha erstaunlich vorsichtig. Die Berliner mussten ohne ihren Mittelfeld-Strategen Vladimir Darida auskommen, der nach einer Innenbanddehnung im Knie nicht rechtzeitig fit wurde. Jens Hegeler kam für Darida im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, konnte dem Offensivspiel aber kaum Impulse verleihen. Kurz vor der Pause drehte der BVB regelrecht auf. Schmelzer (41.) nach Mkhitaryan -Flanke und Reus (43.) per Distanzschuss hätten erhöhen können. Hegler hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff per Drehschuss die erste Hertha-Chance doch der Ex-Leverkusener schoss in die Arme von Dortmunds Keeper Roman Bürki (45.).

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Borussen zunächst am Drücker. Erst in der 64. Minuten kamen die Hausherren zu einer gefährlichen Szene. Nach einer Flanke von rechts spitzelte Kalou den Ball nur knapp am langen Pfosten vorbei. Dortmund ließ mit der Antwort nicht lange auf sich warten. In der 68. Minute scheiterte der Ex-Herthaner Adrian Ramos aus kurzer Distanz an Rune Jarstein. Kurz darauf fand auch Mkhitaryan im Hertha-Schlussmann seinen Meister. In der 75. Minute erhöhte Marco Reus zunächst und legte kurz darauf das 3:0 durch Henrikh Mkhitaryan auf.

SID

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