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Bundesliga

29.02.2016 - 14:58 Uhr


Henrikh Mkhitaryan: Micki macht den Unterschied

Henrikh Mkhitaryan treibt das Spiel des BVB voran und ist torgefährlich

Mit diesem Schuss erzielt der Armenier seinen neunten Saisontreffer

Jedes mal wenn Mkhitaryan trifft, geht der BVB als Sieger vom Feld

Dortmund - Die große Bühne außerhalb des Platzes liebt er immer noch nicht. Still und bescheiden hält sich Henrikh Mkhitaryan am liebsten im Hintergrund, wenn es vor die Mikrofone und Kameras geht. Auf dem grünen Rasen aber explodiert Borussia Dortmunds Nummer zehn in dieser Saison förmlich. Wie beim 3:1-Sieg des BVB über Hoffenheim macht Micki den Unterschied – und jagt ganz nebenbei noch einen persönlichen Rekord.

Vor zwei Wochen tat sich der BVB vor heimischem Publikum gegen Hannover schwer. Die Null stand lange auf der falschen Seite – bis sich Henrikh Mkhitaryan aus 18 Metern ein Herz fasste und die Kugel versenkte. Am Sonntag gegen Hoffenheim musste die Borussia sogar einem Rückstand hinterherlaufen. Und wer brach den Bann? Natürlich – den Ausgleich besorgte der Armenier selbst, später legte er Pierre-Emerick Aubameyang zum Endstand auf.

Trifft Mkhitaryan, gewinnt der BVB

Die unglaubliche Serie hat damit Bestand: Trifft Henrikh Mkhitaryan für die Borussia in der Bundesliga, geht die Mannschaft als Sieger vom Platz. In 18 Partien erzielte er seine insgesamt 21 Tore, jedes Mal hieß der Gewinner am Ende Borussia Dortmund.

Noch nie aber hat der 27-Jährige eine derart überragende Saison gespielt wie dieses Mal. Mit seinem neunten Liga-Tor hat Mkhitaryan schon jetzt seinen persönlichen Rekord aus der Spielzeit 2013/14 eingestellt – nach nur 23 Spieltagen. Insgesamt war er bisher in 37 Pflichtspielen schon an 42 Toren direkt beteiligt. 19 Mal traf der Edeltechniker selbst, satte 23 Mal legte er für seine  Mitspieler auf.

Damit hat Henrikh Mkhitaryan nicht nur seine zwölf Scorer-Punkte aus der Vorsaison bereits um ein Vielfaches übertroffen und sich zum besten Vorlagengeber der Borussia entwickelt (zur Scorerliste). In der Bundesliga ist er ist zusammen mit Gladbachs Raffael damit auch der Vorlagen-König: Jeweils zehn Assists hat das Duo auf seinem Konto – der Spitzenwert und zugleich ebenfalls schon jetzt ein neuer persönlicher Rekord für den Mann, der in seiner Heimat schon sechs Mal zu Armeniens Fußballer des Jahres gewählt wurde.

Nur Aubameyang schießt öfter auf das Tor

Die Zahlen sind auch Ausdruck der großen Spielfreude, die bei Mkhitaryan in dieser Saison unverkennbar sind. Unter Thomas Tuchel hat es der sensible Spieler geschafft, seine Melancholie der vergangenen Spielzeit abzulegen und wieder richtig aufzudrehen. Er legte bei den Dortmundern die meisten Torschüsse auf (74), zog selbst 58 Mal ab. Nur Aubameyang schießt öfter auf das gegnerische Tor.

Gegen Hoffenheim bot sich ein ähnliches Bild. In der engen und umkämpften Partie gab Mkhitaryan acht Torschussvorlagen, bestritt 26 Zweikämpfe und zog 39 Sprints an (zu den Topdaten der Partie). Das waren jeweils die Höchstwerte in diesem Spiel – und Micki machte damit am Ende den Unterschied. Dass er dabei in dieser Saison tatsächlich zum ersten Mal in der Bundesliga für Top-Torjäger Aubameyang eine Vorlage lieferte, geht als kuriose Randnotiz in die Saisonhistorie ein.

Henrikh Mkhitaryan sprüht aber nicht nur vor Selbstvertrauen und Spielfreude. Er hat es in dieser Spielzeit auch geschafft, Fußballkunst mit Effizienz zu verbinden und die Abschlussschwäche vergessen zu machen, die ihn in Dortmund zwei Jahre lang immer wieder begleitet hatte. Zwar läuft der Mittelfeldspieler in dieser Spielzeit pro Partie fast einen Kilometer weniger als noch in der Vorsaison und verzeichnet auch weniger Ballkontakte. Dafür ist aber zum einen seine Fehlpassquote deutlich gesunken, zum anderen trifft er eben viel häufiger und ist damit deutlich effektiver.

Noch ein Tor in der Bundesliga, und Mkhitaryan hat auch hier einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

                   

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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