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Bundesliga

21.03.2016 - 08:40 Uhr


Henrikh Mkhitaryan: Der nimmermüde Erfolgsgarant

Dortmunds Henrikh Mkhitaryan erzielte gegen den FC Augsburg den wichtigen Ausgleich und hatte auch am weiteren Spielverlauf großen Anteil

Ausgelassener Jubel bei der Borussia, die das Spiel am Ende auf einen 3:1-Erfolg dreht

Augsburg - Eine nur kurz geballte Jubelfaust, ein ebenso kurzer Schrei und eine Umarmung: Wie Henrikh Mkhitaryan sein Tor beim 3:1-Sieg beim FC Augsburg feierte, wirkte eher wie eine kurze Verschnaufpause. Gut für Borussia Dortmund, dass der Erfolgsgarant des BVB aber genau die nicht braucht.

Dennoch war im 15. Pflichtspiel in diesem Jahr auf dem Weg zum 13. Sieg eine gewisse Anlaufzeit vonnöten. Gegen die mit einer Fünferkette diszipliniert verteidigenden Augsburger taten sich die Dortmunder zunächst schwer, der frühe Rückstand durch Alfred Finnbogason machte die Sache nicht einfacher. Einer, der auch in dieser schwierigen Phase voranging, war Henrikh Mkhitaryan. "Er konnte die Defensive ein bisschen aufspielen und dadurch Räume schaffen, die vorher nicht da waren", lobte ihn Thomas Tuchel.

Wenn Mkhitaryan trifft, gewinnt der BVB

Der BVB-Trainer sah in Mkhitaryans Fähigkeiten in Eins-gegen-Eins-Situationen den entscheidenden Ansatz, um Torgefahr zu kreieren. Über das gesamte Spiel gesehen, bestritt der Armenier die meisten Zweikämpfe (30), von denen er starke 60 Prozent gewann. Zudem zog er die meisten Sprints (26) seines Teams an und gab generell die meisten Torschussvorlagen (vier).  Kein Zufall also, dass auch das erste Dortmunder Tor auf sein Konto ging.

"Es war für uns extrem wichtig den Ausgleich noch vor der Pause zu machen", sagte Tuchel über Mkhitaryans Treffer, der die Wende im Spiel einleitete. Auch weil die Tore des 27-Jährigen eine Garantie für einen Dortmunder Sieg sind, schließlich hat der BVB alle 19 Bundesligaspiele gewonnen, in denen Mkhitaryan traf. Mit seinem zehnten Saisontor stellte er außerdem eine persönliche Bestmarke auf, insgesamt war es bereits sein 20. Pflichtspiel-Treffer in dieser Spielzeit.

In der Form seines Lebens

"Unsere offensiven Jungs haben so eine unglaubliche Qualität, dass wir immer Tore schießen können", sagte Mats Hummels über die Stärke des BVB. "Wir verlassen uns momentan darauf und die Jungs liefern auch." Vor allem Mkhitaryan. Der sechsmalige armenische Fußballer des Jahres befindet sich in seiner dritten Saison in Dortmund in der Form seines Lebens. In 42 Pflichtspielen war Mkhitaryan an herausragenden 44 Toren direkt beteiligt. In der Vorsaison kam er in ebenso vielen Spielen auf lediglich zwölf Scorerpunkte.

Unter Tuchel blüht der als introvertiert geltende Strippenzieher in der Offensive auf, weil der BVB-Trainer seinen Schützling eben genau dort dessen Stärken ausspielen lässt. Im Vergleich zur Vorsaison läuft Mkhitaryan pro Spiel fast einen Kilometer weniger. Zugleich hat er sich aber schon jetzt mehr Großchancen erspielt als in der vergangenen Spielzeit - und hat auch im Abschluss vor dem Tor häufiger die Ruhe bewahrt.

Für Tuchel unverzichtbar

Welch hohen Stellenwert er bei Tuchel genießt, verdeutlicht auch die Tatsache, dass trotz all der leichten Rotationsmaßnahmen in den unzähligen englischen Wochen, eine Nummer so gut wie immer in der Dortmunder Startelf auftauchte: die Zehn. Nur der in Augsburg wegen eines Trauerfalls fehlende Toptorjäger Pierre-Emerick Aubameyang kommt von allen Dortmunder Feldspielern auf mehr Einsatzminuten in der Bundesliga (2176) als Mkhitaryan (2173).

Dennoch darf nun auch der Dortmunder Dauerbrenner ein wenig die Füße hochlegen. In der Länderspielpause steht für den Kapitän der armenischen Nationalmannschaft aber immerhin ein Freundschaftsspiel gegen Weißrussland auf dem Programm. "Ich denke, dass auch die Nationalspieler durch den Tapetenwechsel die Möglichkeit bekommen werden, mental zu regenerieren", unterstrich Tuchel die Vorzüge einer Pause nach der sechsten englischen Woche in Folge. "Es wird uns allen guttun, ein bisschen durchzuatmen und mit großer Lust gegen Werder Bremen in die entscheidende Phase der Saison zu starten." Und dann wird sich auch Mkhitaryan höchsten beim Torjubel wieder eine kurze Verschnaufpause gönnen.

Aus Augsburg berichtet Maximilian Lotz

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