Bundesliga

18.01.2016 - 21:39 Uhr


Hannovers Neuer Hugo Almeida – Zurück im Glück?

Gewünschtes Bild in Hannover: Hugo Almeida und Thomas Schaaf beim Jubeln

Martin Bader (r.) und Hugo Almeida bei der Vorstellung des Stürmers in Hannover

Almeida und Schaaf arbeiteten in Bremen 4,5 Jahre zusammen

Köln - Hugo Almeida hat sich Hannover 96 angeschlossen und will bei seinem alten Bekannten Thomas Schaaf zu alter Stärke finden. Die beiden kennen sich aus Bremen, wo Schaaf Almeida von 2007 bis 2011 coachte. Seit Juli 2014 befand sich Almeida auf einer Odyssee durch Italien und Russland. Nun kehrt er in die Bundesliga zurück.

So ist die Aussage Almeidas bei seiner offiziellen Vorstellung, er sei "bei 50 bis 60 Prozent" seiner Fitness nur wegen der Offenheit, mit die der Portugiese sie tätigt, überraschend. Nicht jedoch wegen ihres Wahrheitsgehalts. Natürlich darf man dabei die lange Winterpause in der russischen Liga nicht vergessen. Zudem wurde Almeida bei seinem letzten Verein Anschi Machatschkala in den letzten drei Spielen nicht eingesetzt und stand somit am 6. November das letzte Mal auf dem Feld. "Ich habe in der freien Zeit gearbeitet, aber das ist nicht dasselbe, wie jeden Tag mit der Mannschaft auf dem Platz zu arbeiten", sagt Hugo Almeida. "Auch die Arbeit im Fitnessraum ist anders. Aber ich hoffe, dass es nicht lange geht, bis ich topfit bin."

Thomas Schaaf nahm persönlich Kontakt auf

Aber wie lange es tatsächlich geht, bis Almeida bei 100 Prozent ist, lässt sich schwer sagen. In den letzten anderthalb Jahren konnt er kaum in einen Rhythmus kommen. Seit Oktober 2014 spielte er in Cesena, Krasnodar und eben zuletzt Machatschkala. Almeida war zwar immer wieder mit Bundesligisten in Verbindung gebracht worden, mehr jedoch auch nicht. Hannover konnte nun mit einem ordentlichen Pfund wuchern: Neu-Cheftrainer Thomas Schaaf.

"Thomas Schaaf ist ein toller Coach, ich freue mich, wieder mit ihm zu arbeiten", sagt Almeida. "Wir hatten 4,5 großartige Jahre in Bremen und ich hoffe, dass die nächsten Monate ebenfalls erfolgreich werden." Um Almeida von einem Transfer an die Leine zu überzeugen, griff Schaaf selbst zum Hörer, wie 96-Sportdirektor Martin Bader erzählt: "Thomas Schaaf hat Hugo direkt angerufen. Ohne Berater und ohne Dritten um beim ihm anzufragen, ob er sich einen Wechsel vorstellen könne." Almeida konnte und freut sich auf die neue, aber bekannte Aufgabe. "Die Bundesliga ist für mich eine großartige Liga. Ich war hier sehr glücklich. Die Liga hat mir in der Vergangenheit sehr geholfen und ich freue mich, wieder hier zu sein", sagt der Stürmer.

Wichtigster Job: Tore schießen

Seine Aufgabe ist dabei klar. Er soll den Angriff der Niedersachsen beleben, das weiß Almeida selbst am besten. "Das Wichtigste ist jetzt Tore zu schießen, deswegen bin ich hier", sagt der 31-Jährige. "Ich bin hier um meinen Job zu machen und das heißt, Hannover zu helfen nicht abzusteigen." Tore von Stürmern benötigt 96 dringend. Mit nur drei Treffern aus der Angriffsreihe liegt Hannover auf Platz 17 dieser Statistik. Was auch daran liegt, dass die Angreifer der "Roten" im Schnitt nur zwei Mal pro Spiel aufs Tor schossen. Almeida ließ in seiner Zeit bei Werder alle 22 Minuten einen Torschuss ab, traf im Schnitt bei jedem 6,8ten und machte in 117 Bundesliga-Spielen 41 Tore.

Dabei traf er auch als Joker, was angesichts seines Trainingsrückstandes vor allem in den ersten Spielen der Rückrunde eine wichtige Qualität sein könnte. Von der Bank ist Hannover mit nur zwei Toren in 18 Spielen das harmloseste Team der Liga. In welchem System und mit wem er zusammen spielt, ist Almeida dabei nicht wichtig. „"4-4-2, 4-3-2-1 – ich will spielen. Egal in welchem System", sagt er. "Ich denke, Thomas wird eine ähnliche Taktik spielen, wie in Bremen. Aber mir ist es egal, ob ich alleine, mit einem oder mit zwei Weiteren Stürmern spiele. Ich wurde geholt um zu treffen und ich werde alles dafür geben, dass ich das so oft es geht schaffe."

Beginnen kann er damit bereits am Samstag gegen den SV Darmstadt 98 (zur Vorschau).

Sebastian Stenzel

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