Bundesliga

29.08.2016 - 09:44 Uhr


Gladbachs Sturmquartett bereits in Topform

Gegen Leverkusen feiern die Fohlen ihren ersten Sieg der Bundesliga-Saison

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat einen perfekten Start in die neue Saison erwischt. Mit vier Siegen in den ersten vier Pflichtspielen hat die Elf von Trainer Andre Schubert die optimale Ausbeute geholt. Im Topspiel gegen den rheinischen Rivalen Bayer 04 Leverkusen machte Borussias Abteilung Attacke beim 2:1-Erfolg den Unterschied aus.

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12:3 Tore hat die Elf vom Niederrhein in den ersten vier Partien in allen Wettbewerben geschossen. Zehn dieser zwölf Treffer gingen dabei auf das Konto des derzeit überragenden Sturmquartetts, das aus Andre Hahn (zwei Tore), Lars Stindl (eins), Raffael (vier) und Thorgan Hazard (drei) besteht. Sie alle haben schon getroffen und ihre überragenden Qualitäten unter Beweis gestellt. Und trotzdem haben sich bereits Hahn und Hazard auch auf der Bank wieder gefunden.

Hohes Niveau im Kader

"Jeder Spieler hat seine besonderen Qualitäten. Der Trainer entscheidet dann, welche er gerade braucht", muss sich Andre Hahn in Pragmatismus üben. Trotz seines Tores im Champions-League-Play-off in Bern saß er im Rückspiel auf der Ersatzbank. Thorgan Hazard traf bei der 6:1-Gala dreifach und war gegen Leverkusen dennoch von der Rotation betroffen. Selbst Topleistungen und Tore bedeuten keine Stammplatzgarantie. So hoch ist das Niveau im Kader der Borussia.

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"Alle Stürmer sind heiß. Sie sind super Fußballer, alle sind da. Wir haben Leute in der Mannschaft, die können aus Nichts Tore machen", weiß Teamkollege Oscar Wendt. Die Situation ist nicht einfach für die Stürmer. Natürlich sei es ihm sehr schwer gefallen auf der Bank zu sitzen, gab Andre Hahn offen zu: "Besonders wenn man sieht, dass die anderen Stürmer treffen, wie sie wollen. Man freut sich riesig für das Team, aber persönlich war ich nicht so glücklich." Rummaulen bringt aber nichts, der Konkurrenzkampf führt dazu, dass alle Stürmer Gas geben und bei ihren Einsätzen auf sich aufmerksam machen wollen.

"Thorgans Einwechslung war ein Zeichen"

Hahn ging gegen Leverkusen hochmotiviert zu Werke, er feuerte aus allen Rohren und traf schließlich kurz vor der Pause zur Führung. In der 84. Minute musste er raus, Thorgan Hazard übernahm seine Rolle. Und wie. "Nach dem Ausgleich der Leverkusener stand das Spiel auf der Kippe. Es ist überragend wie wir dann noch Impulse setzen können. Thorgan Hazard hat einen sensationellen Pass gespielt", freute sich Lars Stindl, der das Zuspiel gekonnt mitnahmn und zum Siegtor einschob.

"Thorgans Einwechslung war ein Zeichen an die Mannschaft, dass wir das Spiel noch gewinnen wollen. Er hat ein sehr gutes Auge und ein gutes Timing", lobte der Borussia Kapitän den Edeljoker für die Vorarbeit zu seinem ersten Saisontor. Damit liegt Stindl im Stürmerranking hinter seinen Konkurrenten, vor allem hinter Raffael, der mit vier Treffern ebenfalls glänzend aufgelegt ist.

Von Beginn an oben mitmischen

Die Gladbacher haben mit ihrem Topstart auch ein Zeichen an die Konkurrenz ausgesandt. In diesem Jahr haben sie den Saisonauftakt ganz anders noch als in der Vorsaison, als es zum Beginn fünf Niederlagen in Folge setzte, nicht verschlafen. Von Beginn an wollen die Fohlen oben mitmischen. Unter Andre Schubert feierte die Borussia nun ihren 14. Heimsieg im 16. Spiel und den achten in Folge.

In der Länderspielpause kann Mönchengladbach nun durchschnaufen und sich auf das Auswärtsspiel in Freiburg in zwei Wochen vorbereiten. Punkten die Fohlen in dieser Spielzeit auswärts besser als im Vorjahr, könnte das eine große Saison werden.

 

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski

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