Bundesliga

08.10.2016 - 16:19 Uhr


Gisdol und Nouri: Frischer Wind an der Seitenlinie

Köln – Auch die noch junge Bundesliga-Saison 2016/17 hat ihre ersten beiden Trainerwechsel hinter sich. Alexander Nouri und Markus Gisdol sollen die angeschlagenen Nordclubs SV Werder Bremen und Hamburger SV aus dem Tabellenkeller führen.

In der Relegation 2014/15 war Bruno Labbadia noch der Retter des Bundesliga-Dinos HSV, nach fünf Spielen mit nur einem Punkt musste der Coach auf Platz 17 aber seinen Platz räumen. Sein Nachfolger ist mit Markus Gisdol ein erfahrener Trainer.

Gisdol: Erste Handschrift erkennbar

Gisdol, der sein Handwerk einst als Assistent von Ralf Rangnick erlernte, kennt sich dabei bestens mit Abstiegskampf aus. Als er im April 2013 die TSG 1899 Hoffenheim auf dem vorletzten Tabellenplatz übernahm, rettete er die Kraichgauer noch über die Relegation. In den beiden anschließenden Spielzeiten führte er 1899 auf Platz 9 und 8 und schrammte so nur minimal an der Europapokal-Teilnahem vorbei. Seine Bilanz nach 96 Spielen als Trainer der TSG kann sich mit 35 Siegen, 24 Remis und 37 Niederlagen durchaus sehen lassen.

Sein erstes Spiel als HSV-Trainer hat Gisdol gegen Hertha BSC zwar verloren, dennoch konnte man bereits die klare Handschrift des Trainers lesen: Gisdol stellte auf zwei Spitzen um, die Hamburger erspielten sich mit 16 Torschüssen mehr als in allen Spielen zuvor heraus. "Wir haben eine erste gute Visitenkarte abgegeben. Das Ergebnis gefällt mir natürlich nicht, aber ich bewerte, wie die Mannschaft aufgetreten ist", so Gisdol im Anschluss. Der HSV darf also hoffen.

Nouri mit spektakulärem Einstand

Ein anderes Konzept verfolgt hingegen der SV Werder Bremen, der mit Alexander Nouri den Trainer aus der eigenen U23 befördert hat. Es ist also, wie auch bei Vorgänger Viktor Skripnik, ein Mann aus dem eigenen Stall. Nouri, der als aktiver Spieler für den VfL Osnabrück einige Spiele in der 2. Bundesliga bestritten hat, stieg mit der Reserve von Werder Bremen 2015 in die 3. Liga auf und konnte dort in der letzten Saison die Mannschaft vor dem Abstieg retten.

Nouris Einstand in der Bundesliga war bisher eine reine Achterbahnfahrt: Während sein Auftaktspiel in Mainz in den letzten Minuten unglücklich verloren ging, gewann er die zweite Partie gegen Wolfsburg in buchstäblich letzter Sekunde. Vier Zähler aus drei Spielen waren dann auch der Anlass, um den 37-jährigen vom Interimstrainer zum Cheftrainer zu befördern.

Die Länderspielpause wollen die beiden neuen Trainer nun nutzen, um möglichst schnell aus dem Tabellenkeller zu bekommen. Eine einfache Aufgabe wird das nicht: Am 8. Spieltag warten mit RB Leipzig (Bremen) und Eintracht Frankfurt (Hamburg) zwei Überraschungsteams der bisherigen Saison.  

Karol Herrmann

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