Bundesliga

02.06.2016 - 17:00 Uhr


Konstantin Rausch: Flexibel, schnell und erfahren

Konstantin Rausch (re.) kickt künftig in Köln

Köln - Nach einem Jahr verlässt Konstantin Rausch den SV Darmstadt 98 und will fortan den 1. FC Köln mit seinen sportlichen Fähigkeiten bereichern. Welche das sind und was er mit dem FC erreichen will: bundesliga.de nähert sich dem Fußballer und der Person an.

Lachendorf ist eine Gemeinde am Südrand der Lüneburger Heide (südöstlich von Celle) und hat gerade einmal 6000 Einwohner. Darunter einer, der mithin als "Sohn der Stadt" tituliert wird: Konstantin Rausch, Fußball-Profi mit mittlerweile mehr als 200 Bundesliga-Einsätzen.

In Lachendorf lernte er nicht nur das Fußballspielen, sondern bekam als Sechsjähriger auch seinen Spitznamen verpasst. Da seine jungen Freunde Schwierigkeiten hatten, den Namen Konstantin auszusprechen, nannten sie ihn einfach "Kocka". Soweit die Legende. Bis heute wird er so genannt. Und bis heute kehrt "Kocka" nach Lachendorf zurück.

Köln statt Lachendorf

Vom 1. Juli an wird er dafür allerdings wieder weniger Zeit haben. Dann übt er seinen Beruf in einer Stadt aus, die in vielen Bereichen das exakte Gegenteil Lachendorfs ist: Köln. Dessen FC hat sich die Dienste jenes Mittelfeldspielers gesichert, der im Mai noch mit dem SV Darmstadt 98 den Bundesliga-Klassenerhalt bejubelt hat. Rauschs Anteil am Erfolg der Hessen waren zwei Tore in 30 Einsätzen.

"Nach einem tollen Jahr in Darmstadt freue ich mich riesig auf die neue Herausforderung in Köln. Der FC ist ein Traditionsclub mit großartigen Fans, der in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen hat. Ich will in der Mannschaft meinen Teil dazu beitragen, dass diese Entwicklung weitergeht", schwärmt Rausch. 

Gestandener Bundesligaspieler

Vor seinem Engagement beim Aufsteiger aus Hessen war er in 175 Bundesligaspielen (elf Tore) für Hannover 96 und den VfB Stuttgart aktiv. Entsprechend groß ist seine Erfahrung, die er mit an den Rhein bringt. "Ich kenne Kocka schon sehr lange und habe in Hannover mit ihm zusammengearbeitet. Er ist ein gestandener Bundesligaspieler, der auf der linken Außenbahn defensiv und offensiv spielen kann“, weiß FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Aber nicht nur das. "Kocka" Rausch hat eine Fähigkeit, die beim FC zuletzt nicht sehr ausgeprägt war: Er versteht es, den Ball bei Standardsituation mit viel Effet in die Gefahrenzonen des Gegners zu zwirbeln. Zudem überzeugte er in Darmstadt zuletzt mit seiner Schnelligkeit und technischer Finesse, allen voran mit dem starken linken Fuß. Entsprechend froh ist FC-Trainer Peter Stöger über die Verpflichtung: "Mit Kocka Rausch bekommen wir einen flexiblen, schnellen Spieler, der mit seinem starken linken Fuß ein guter Vorbereiter ist und gefährliche Standards schlagen kann."

Traum von der WM 2018

Jene Qualitäten will der 26-Jährige auch auf internationaler Bühne präsentieren. Schließlich hat er diesen einen Traum: die Fußball-WM 2018, an der er mit der russischen Nationalmannschaft teilnehmen will. Denn: Rausch wurde 1990 in der ehemaligen Sowjetunion geboren und wuchs im sibirischen Nowosibirsk auf, bevor er als Sechsjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland aussiedelte. Im vergangenen Jahr hat er jedoch den russischen Pass beantragt. Und vielleicht hat auch Lachendorf dann demnächst einen Nationalspieler.

Victor Fritzen

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