Bundesliga

15.03.2016 - 19:30 Uhr


FCB und Ribéry heiSS auf Juve: "Zu 100 Prozent bereit"

"Ich bin fit": Franck Ribery ist heiß auf das Spiel gegen Juventus Turin

Das Hinspiel endete nach 90 packenden Minuten 2:2-Unentschieden

Der Einsatz von Arjen Robben ist noch fraglich. Aufgrund einer Erkältung hat er nicht am Abschlusstraining teilgenommen

München - Franck Ribéry kann es kaum erwarten. Während sein Teamkollege Robert Lewandowski in zivil zur Pressekonferenz vor dem Rückspiel gegen Juventus Turin erschien, präsentierte sich der Franzose im Trainingsanzug. "Ich bin fit", stellte Ribéry unmissverständlich klar. Der FC Bayern München kann vor der wichtigen Partie in der Champions League in der Offensive nahezu aus dem Vollen schöpfen. Und obwohl nach dem 2:2 im Hinspiel bereits ein 0:0 zum Viertelfinaleinzug reichen würde, gehen die Bayern das Spiel auch entsprechend offensiv an.

"Wir wollen als Mannschaft immer nach vorne spielen", untermauerte Ribéry den Anspruch des FC Bayern. In den drei Heimspielen der Gruppenphase der Königsklasse haben die Münchner das mit drei Siegen gegen Dinamo Zagreb, den FC Arsenal und Olympiakos Piräus und einem Torverhältnis von 14:1 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Verletzungsbedingt musste Ribery allerdings bei allen drei Partien zuschauen, umso mehr brennt der 32-Jährige auf seinen ersten Einsatz vor heimischem Publikum auf der großen europäischen Bühne.

Leidenszeit überwunden

"Egal ob auf dem Platz oder der Bank, ich bin zu 100 Prozent bereit für meine Mannschaft", sagte Ribéry. Seine Leidenszeit hat der Publikumsliebling spätestens nach dem 5:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen, seinem erst zweiten Einsatz über 90 Minuten in dieser Saison, für beendet erklärt. "Ich war lange verletzt und das war keine einfache Situation für mich", gestand Ribéry. "Aber ich habe immer dafür gekämpft zurückzukommen."

Langwierige Sprunggelenksprobleme setzten ihn in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn außer Gefecht. Im zweiten Spiel nach seinem Comeback erlitt er mit einem Muskelbündelriss den nächsten bitteren Rückschlag. Doch seit seiner Rückkehr am 22. Spieltag, als er beim 3:1-Sieg gegen Darmstadt 98 als Joker gleich ein Tor vorbereitete, sprüht er geradezu vor Spielfreude und narrte seither mit seinen Finten auf dem Flügel immer wieder seine Gegenspieler - wie zu besten Zeiten.

"Mir gefällt, das Franck wieder dabei ist. Das ist nicht nur für uns, sondern vor allem für ihn wichtig", sagte Trainer Pep Guardiola. Und auch Offensivkollege Lewandowski verlor nur gute Worte über den Rückkehrer: "Er hat so viele Male gezeigt, was für ein großer Spieler er ist und dass er Spiele gewinnen kann."

Robbens Einsatz fraglich

Ob Ribéry das im Spiel gegen den Tabellenführer der Serie A am Mittwoch zusammen mit seinem kongenialen Partner auf dem rechten Flügel, Arjen Robben, wird zeigen können, ist allerdings noch fraglich. Der Niederländer fehlte wegen einer Erkältung im Abschlusstraining, das am Dienstag in dichtem Schneetreiben stattfand. Trainer Guardiola hoffe, dass Robben spielen kann, "aber ich weiß es nicht".

So oder so stehen dem Katalanen mit Blick auf seine erste Elf Härtefälle bevor. Seine Entscheidung gerade den Spielern, die es nicht in die Startformation schaffen, mitzuteilen, fürchtet Guardiola dabei am meisten. "Ich liebe meinen Beruf, aber ich hasse diese Situation", sagte er, stellte aber klar: "Wir brauchen alle Spieler." Zugleich genießt es der Bayern-Trainer, die Wahl zu haben: "Wir stehen jetzt besser da als letztes Jahr."

Ribery sieht größeren Konkurrenzkampf positiv

Während gerade in der vergangenen Saison in der entscheidenden Schlussphase wichtige Stammspieler verletzt ausfielen, lichtet sich nun nach und nach das Lazarett - einzig die Langzeitverletzten Jerome Boateng und Holger Badstuber müssen sich noch etwas in Geduld üben.

"Es ist schön, wenn alle Spieler topfit sind", sagte Ribery. Den größeren Konkurrenzkampf sieht er durchweg positiv, fühlt aber auch mit seinem Coach Guardiola. "Das ist eine schwierige Situation für den Trainer. Aber wenn du alle drei, vier Tage spielst, brauchst du jeden Spieler auf Topniveau und in Topform." Dass er selbst bereits wieder in diesem Rhythmus auf diesem Level agieren kann, würde Ribéry gegen Juve nur allzu gerne unter Beweis stellen - im Trikot, nicht im Trainingsanzug.

Aus München berichtet Maximilian Lotz

Hier geht es zum Interview mit Thomas Müller

Weitere Artikel
#Spielplan
Tabelle
Stats&Facts
Saison

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH