Bundesliga

12.09.2016 - 15:00 Uhr


Fabian Johnson: "Wir wissen, dass wir gegen Topteams mithalten können"

Mönchengladbach - Nach gelungenem Saisonstart musste Borussia Mönchengladbach bei Aufsteiger SC Freiburg die erste Saisonniederlage hinnehmen. Nun steht der Auftakt in der Champions League an.

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Eigentlich sollte die Fohlen-Elf am Dienstagabend in Manchester antreten, aber sintflutartiger Regen sorgte für eine Verschiebung auf Mittwoch, 20:45 Uhr. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht Fabian Johnson über etwaige Auswirkungen der ersten Niederlage, über die Stärke der von Pep Guardiola neu formierten City-Elf und über das Credo der Borussen, "Je größer der Gegner, desto besser".

Frage: Herr Johnson, am Dienstag startet Borussia bei Manchester City in die zweite Champions League-Saison in Folge. Wie ist Ihre Empfindung: Ist Borussia nun ein Champions League-Club, oder ist jede Teilnahme noch ein kleines Fußball-Wunder?

Fabian Johnson: Ein Wunder vielleicht nicht, schließlich haben wir uns die Teilnahme durch die Leistungen in der vergangenen Saison hart erarbeitet und letztlich auch verdient. Aber es ist dennoch etwas ganz Besonderes für uns, zum zweiten Mal in Folge an der Champions League teilnehmen zu dürfen.

Frage: Leider reisen Sie mit einer Niederlage im Gepäck nach Manchester: Hat das nach dem gelungenen Saisonstart gute Selbstbewusstsein gelitten?

Johnson: Ich denke nicht. Natürlich war die Niederlage in Freiburg sehr ärgerlich, weil wir nicht das abgerufen haben, was wir eigentlich können. Aber am Dienstag steht bereits das nächste Spiel an, deshalb haben wir gar nicht lange Zeit, uns mit dem Ergebnis aus Freiburg zu beschäftigen. Das Spiel in Manchester wird sicherlich ein völlig anderes, und wir wissen nicht zuletzt aus der Vorsaison, dass wir gegen solche Topteams durchaus mithalten können.

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Frage: Bei Man City hat Borussia in der vergangenen Saison lange ein Topspiel gemacht und erst in der Schlussphase 2:4 verloren; wie sind Ihre Erinnerungen an diese Partie?

Johnson: Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich ein hervorragendes Spiel gemacht und uns auch durch die Führung von City nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir sind ihnen leidenschaftlich begegnet, haben aber auch spielerische Klasse gezeigt. Leider haben wir das nicht bis zum Schlusspfiff durchziehen können. Und nach dem späten Ausgleich hat City das Spiel mit seiner großen individuellen Klasse noch gedreht.

Frage: Man City 2015/16 ist nicht mehr zu vergleichen mit Man City 2016/17, und bisher hat die von Pep Guardiola neu formierte Mannschaft jedes Pflicht-Spiel gewonnen. Ist das diesmal eine beinahe unlösbare Aufgabe?

Johnson: Das würde ich nicht sagen. Es gibt in meinen Augen keine Mannschaft auf der Welt, die nicht vor Probleme gestellt werden kann. Natürlich verfügt Manchester City über einen herausragenden Kader mit vielen Weltklassespielern. Auch der Saisonstart ist sehr beeindruckend, nicht zuletzt das 2:1 am Wochenende im Derby bei Manchester United. Deshalb haben wir natürlich Respekt, aber wir haben keine Angst. Wir wissen, was wir können und haben das in der vergangenen Saison auch gegen eine Mannschaft wie City gezeigt.

Frage: Borussia hat mit dem FC Barcelona, Manchester City und Celtic Glasgow zweifellos die stärkste Champions League-Gruppe erwischt. Ihr Team-Kollege Raffael sagt "Je größer die Gegner, desto besser". Sehen Sie das ähnlich, oder wären Ihnen eine nominell schwächere Gruppe lieber gewesen?

Johnson: Nein, ich sehe das ähnlich wie 'Raffa'. Wir haben eine ganze Saison lang darauf hingearbeitet, wieder in der Champions League dabei zu sein. Das ist der beste Vereinswettbewerb der Welt. Da möchte man sich natürlich auch mit den besten Teams und besten Spielern messen. Und davon haben wir in unserer Gruppe einige. Deshalb freue ich mich sehr auf jedes einzelne Spiel in dieser Champions League-Saison.

Frage: Wenn man gegen Barca, Man City und Celtic antreten muss, hat man dann im Hinterkopf bereits, dass es eigentlich nur um Platz drei und das Überwintern in der Europa League gehen kann?

Johnson: Nein. Wir machen uns keine Gedanken darüber, wie diese Gruppe am Ende aussehen wird. Für uns geht es darum, uns auf jedes Spiel top vorzubereiten und gegen jeden Gegner unser Bestes zu geben. Was am Ende herauskommt dabei, wird man sehen.

Das Gespräch führte Andreas Kötter

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