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Bundesliga

19.01.2016 - 15:37 Uhr


Fabian Johnson: "Jeder will erfolgreich sein"

Köln - Die Hinrunde von Borussia Mönchengladbach war ein Auf und Ab der Gefühle. Nach einem miserablen Saisonstart legte die Elf eine beeindruckende Serie hin. Im Exklusiven Interview spricht Fabian Johnson über die aktuelle Situation der Fohlen, die Arbeit von Trainer Andre Schubert und seine Lieblingsposition auf dem Feld.

Bundesliga.de: Herr Johnson, blicken wir einmal auf das vergangene Jahr zurück: War das Jahr 2015 das beste in Ihrer Karriere?

Fabian Johnson: Ja, das kann man schon so sehen. Im Winter, also jetzt vor einem Jahr, war es noch etwas schwieriger für mich, aber das hat sich Gott sei dank geändert. Wir haben 2015 eine überragende Rückrunde gespielt und uns für die Champions League qualifiziert.

Bundesliga.de: Mit Gladbach läuft es zur Zeit sehr gut und Sie sind bei der Wahl zum Nationalspieler der USA auf Platz 2 gelandet. Haben Sie damit gerechnet?

Johnson: Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich habe auch nicht wirklich drüber nachgedacht da etwas zu erreichen. Aber natürlich freut mich das. Es ist aber auch eine Mannschaftsleistung: Wenn man als Mannschaft erfolgreich ist, dann sieht man auch als Einzelspieler besser aus.

Bundesliga.de: In der Hinrunde war oft die Rede von diesem "Gladbacher Lauf", der "super Serie". Können Sie uns das erklären?

Johnson: Ich denke einfach, dass wir nach den gewonnenen Spielen immer mehr an Selbstbewusstsein dazu gewonnen haben. Auch finden wir uns immer besser mit dem neuen Spielsystem zurecht, wir fühlen uns gut und haben Spaß. Besonders wichtig war, dass wir durch die hohe Qualität in der Mannschaft die Ausfälle kompensieren konnten.

Bundesliga.de: Trotzdem ist es im Fußball schwer, die Konstanz über eine lange Zeit zu halten. Wie hat Gladbach das geschafft.

Johnson: Jeder will erfolgreich sein. Wir sind Sportler, wir sind ehrgeizig und wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dabei ist es egal ob das gegen Bayern ist oder eine andere Mannschaft. Wir haben in allen Spielen gezeigt, dass wir gewinnen wollen, auch wenn wir mal in Rückstand geraten sind.

Bundesliga.de: Welchen Anteil hat Trainer Andre Schubert an den jüngsten Erfolgen?

Johnson: Einen großen. Er stellt uns gut auf die Gegner ein, er sagt uns wie wir sie schlagen können. Das macht es für uns natürlich einfacher, wenn wir genau wissen wie wir zu spielen haben. Es macht einen Riesen-Spaß unter Andre Schubert zu spielen.

Bundesliga.de: Wohin kann die Reise von Gladbach noch gehen?

Johnson: Das ist eine gute Frage. Unser Ziel ist es jetzt, dass wir wieder nach Europa kommen. Wir wissen jetzt wie schön es ist, egal ob in der Champions- oder Euro League. Es macht viel Spaß dort zu spielen und da wollen wir auf jeden Fall wieder hin.

Bundesliga.de: Ist die Borussia denn reif für die Champions League?

Johnson: Ich denke, wir haben gute Spiele in der Champions League abgeliefert. Wir hatten eine schwere Gruppe, haben uns aber trotzdem gut präsentiert. Die meisten haben uns bestimmt unterschätzt. Leider haben am Ende die Ergebnisse dann meistens nicht ganz hingehauen.

Bundesliga.de: Waren vielleicht genau diese Spiele gut um daraus zu lernen und hat sich das Team daran gemessen weiterentwickelt?

Johnson: Bestimmt. Es ist immer ein kleiner Unterschied ob es gegen eine Top-Mannschaft aus Europa oder aus der Bundesliga geht. Da merkt man dann viel mehr, dass es auf Kleinigkeiten ankommt und ich denke, wir sind jetzt ein gutes Stück weiter.

Bundesliga.de: Sie persönlich haben ja schon bei anderen Clubs in der Bundesliga gespielt. Warum klappt es jetzt ausgerechnet mit Gladbach so gut?

Johnson: Das ist eine gute Frage. Ich denke ich habe momentan einen guten Lauf, ich verstehe mich hier – wie auch bei den anderen Teams – mit den Kameraden gut. In Wolfsburg war es eine schwere Zeit für mich, ich habe wenig gespielt in den zwei Jahren, hatte viele Trainer. Das war kein guter Start für meine Karriere. In Hoffenheim habe ich dann zum Glück Fuß gefasst. Und jetzt in Gladbach läuft es echt sehr gut für mich.

Bundesliga.de: Also sehen wir Sie aktuell in Ihrer bisher besten Verfassung?

Johnson: Ja, das kann sein. Aber ich profitiere natürlich auch von einer sehr guten Mannschaftsleistung.

Bundesliga.de: Auf welcher Position sehen Sie sich selber denn? Lucien Favre hat Sie gerne rotieren lassen.

Johnson: Ich selber sehe mich aktuell im linken Mittelfeld. Da habe ich die letzten 1 ½ Jahre gespielt und mich gut zurechtgefunden. Mit Oskar Wendt habe ich auf dieser Seite einen guten Partner gefunden. Ich bin auf dieser Seite eingespielt, weiß wo ich hinlaufen muss und wo ich mich taktisch verhalten muss. Natürlich ist es leichter für einen Spieler, wenn er eine feste Position hat.

Übersicht: Exklusive Interviews mit den Größen der Bundesliga

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