Fantasy Manager

13.09.2016 - 14:30 Uhr


Fantasy-Experte Matt über die Wahl der Verteidiger

Auf lange Sicht bringen Innenverteidiger mehr Punkte als Außenverteidiger - glaubt unser Experte Matt

Köln - Gegen 17 Uhr am Sonntag musste ich eine schwierige Entscheidung treffen. Sollte ich Fabian Schär von 1899 Hoffenheim zum Kapitän machen oder Pablo De Blasis vom 1. FSV Mainz 05? Ich entschied mich für die erste Option.

Der Experte Matt Howarth liebt Zahlen über alles. Sein Klingelton ist die Ansage aller Primzahlen bis 1.000. Hatte als Kind ein Poster von Graf Zahl aus der Sesamstraße über dem Bett. Aus den Tiefen seiner Excel-Tabellen versorgt er Dich mit wertvollen Infos für Dein Team.

Was als nächstes passierte? Nun ja, Schär wurde nach 35 Minuten ausgewechselt und hatte mit seiner Mannschaft bis dahin schon drei Gegentore kassiert, während De Blasis zwei dieser Treffer erzielt und den dritten vorbereitet hatte in diesem packenden 4:4-Wahnsinn. Die beiden Spieler brachten mir letztlich zusammen 9 Punkte (Schär -4 als Kapitän!). Wäre De Blasis mein Kapitän gewesen, hätte ich 15 Punkte mehr gesammelt. Ihr seht, auch der Experte ist nur ein Mensch...

Außenverteidiger auf den ersten Blick besser

Gott sei Dank muss ich nicht auf meinen eigenen Rat bei der Wahl des Kapitäns hören - James ist Euer Mann dafür. Am Sonntagabend habe ich mir lieber Gedanken über neue Verteidiger in meinem Team gemacht - tut mir leid, Fabian!

Ob eine Defensive bestehend aus Außenverteidigern wohl besser ist als eine mit mehr Innenverteidigern? Ich habe also mal ein paar Zahlen umgedreht...

Auf den ersten Blick haben die Außenverteidiger scheinbar den besseren Start erwischt. Fünf der sechs Verteidiger mit den höchsten Punktzahlen im Managerspiel an den ersten beiden Spieltagen spielen rechts oder links außen: Philipp Lahm kommt bisher auf 25 Zähler, Marvin Plattenhardt und Ricardo Rodriguez folgen mit je 21 Punkten. Knapp dahinter liegen Frederik Sörensen und Konstantinos Stafylidis gemeinsam mit Mats Hummels (alle je 20 Punkte).

Geht man die Liste weiter nach unten, nimmt die Zahl der Innenverteidiger immer mehr zu. Von den verbleibenden 14 der Top20 Verteidiger spielen zehn in der Abwehrzentrale: Jeffrey Bruma (19), John Anthony Brooks (18), Robin Knoche und Mergim Mavraj (beide 17), Sebastian Langkamp und Fabian Lustenberger (beide 15), Sokratis Papastathopoulos (13), Marc Bartra, Jonathan Tah (beide 12) und Willy Orban (9). Komplettiert wird die Liste von den Außenverteidiger Jonas Hector (17), Peter Pekarik (15), Mitchell Weiser (14), David Alaba (11) und Marcel Schmelzer (10).

Innenverteidiger holen mehr Zweikampf-Punkte

Komm zum Punkt, Howarth, höre ich Euch betteln! Also: Lahm, Rodriguez und Stafylidis stehen aufgrund ihrer Tore an den ersten beiden Spieltagen so weit oben. Sie sind auch die einzigen Torschützen unter den 20 besten Verteidigern.

Mehr Aussagekraft hat folgende Statistik: Im Schnitt holten Innenverteidiger 7,4 Punkte mit erfolgreichen Zweikämpfen, während Außenverteidiger hier nur auf 6.3 Punkte kommen - ein signifikanter Unterschied. Wenn man davon ausgeht, dass die zentralen Abwehrspieler früher oder später ihren Torriecher wiederfinden - und jedes Wochenende ergeben sich nicht zuletzt durch Standards eine Menge Möglichkeiten dazu - werden sie langsam aber sicher die Spitzenpositionen unter den Verteidigern einnehmen.

Ich werde am 3. Spieltag mindestens drei Innenverteidiger - am besten solche mit einer respektablen Torquote - in meiner Startelf aufstellen. Aber nach Sonntag wisst ihr ja, dass ihr meine Tipps mit Vorsicht genießen müsst...

Euer Matt

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