Fantasy Manager

22.09.2016 - 16:10 Uhr


Fantasy-Experte Matt über die Wahl der Mittelfeldspieler

Bayerns Franck Ribery hat von allen Mittelfeldspielern die meisten Punkte - allerdings nicht nur wegen seiner Torgefährlichkeit

Köln - Nachdem mein Fantasy-Team ein wenig kümmerlich in die Saison gestartet ist, konnte ich zuletzt doch einigen Boden gut machen auf Coach James und Scout Flo. Wenn Thomas Tuchel doch nur Pierre-Emerick Aubameyang am 3. Spieltag gegen Darmstadt aufgestellt hätte und Chicharito den Elfmeter nicht an den Pfosten gehämmert hätte – ich würde weit besser dastehen.

Der Experte Matt Howarth liebt Zahlen über alles. Sein Klingelton ist die Ansage aller Primzahlen bis 1.000. Hatte als Kind ein Poster von Graf Zahl aus der Sesamstraße über dem Bett. Aus den Tiefen seiner Excel-Tabellen versorgt er Dich mit wertvollen Infos für Dein Team.

Sei's drum: Letzte Woche habe ich Euch einige Tipps über die Verteidiger in Eurer Fantasy-Elf gegeben, diesmal geht es um das Mittelfeld.

Ribery ganz vorne

Mit 45 Punkten ist Franck Ribery vom FC Bayern München der bis dato fleißigste Punktesammler der noch jungen Fantasy-Saison. Seine Mannschaftskameraden Xabi Alonso (35), Thiago (34), Dortmunds Gonzalo Castro, Freiburgs Vincenzo Grifo und der Hoffenheimer Sebastian Rudy (alle 33 Punkte) komplettieren die Top-6.

Ribery, Alonso, Thiago und Castro haben alle schon getroffen und alle Spieler dieser Top-6, mit Ausnahme von Alonso, haben zumindest schon eine Torvorlage gegeben. Ribery konnte mit seinen vier Assists gar schon acht Extra-Punkte sammeln.

Dann hängt der Erfolg beim Fantasy Manager also in erster Linie mit Torgefahr zusammen? Falsch! Die meisten von Euch werden überrascht sein, dass der Hauptgrund für eine hohe Punktzahl weder Tore noch Vorlagen sind.

Zweikämpfe, Zweikämpfe, Zweikämpfe!

Gewonnene Zweikämpfe sind beim Fantasy Manger der Schlüssel zum Erfolg. Fakt ist: Zählt man alle Punkte der 20 besten Mittelfeldspieler im Game zusammen, dann stammen 38 Prozent dieser Punkte aus erfolgreichen Zweikämpfen.

Selbst die Spieler, die man nicht unbedingt mit Defensiv-Arbeit in Verbindung bringt, wie etwa Gladbachs Ibrahima Traore (14 von 28) oder Leverkusens Kevin Kampl (18 von 30) haben einen Großteil ihrer Punkte durch gewonnene Duelle erreicht. Auch dessenTeamkollege Benjamin Henrichs (18 von 29), Augsburgs Daniel Baier (14 von 27) und der Leipziger Diego Demme (16 von 31) haben über die Hälfte ihrer Punkte so geholt.

Auf der Jagd nach Minuten

Vielleicht sogar noch überraschender: Die zweithöchste Punktequelle für Mittelfeldspieler sind – Obacht! – die gespielten Minuten. Unglaubliche 34 Prozent ihrer Punkte haben die bisherigen Top-20-Mittelfeldspieler alleine dadurch erreicht, dass sie auf dem Platz standen. Das klingt vielleicht erstmal komisch, aber je länger man darüber nachdenkt, umso mehr Sinn macht das.

Schaut Euch nur die Clubs an, die im Europapokal vertreten sind: Da gibt es gar nicht mal so viele Spieler, die in jeder Bundesliga-Partie eine Einsatz-Garantie haben. Sofern es überhaupt welche gibt. Wer also volle 90 Minuten durchspielt, verdient auch die drei Punkte, die es dafür gibt.

So hat zum Beispiel jener Baier vom FCA 12 seiner 27 Punkte auf dieser Weise gesammelt, beim BVB-Youngster Julian Weigl waren es immerhin 10 seiner 24 und beim Frankfurter Mijat Gacinovic 10 von 26. Und Franck Ribery hat durch reine Spielzeit auch schon 10 Punkte gesammelt – mehr als er bisher für Tore und Vorlagen bekommen hat!

Lange Rede, kurzer Sinn: Haltet Ausschau nach Mittelfeldspielern, die die meisten ihrer Zweikämpfe gewinnen und regelmäßig mindestens 80 Minuten spielen. Wenn sie dann auch noch Tore und Vorlagen beisteuern – umso besser!

Euer Matt

Video: Das ist der Bundesliga Fantasy Manager

Weitere Artikel
#BLFantasy
#BLTippspiel
Die Bundesliga APP

© 2016 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH