Bundesliga

10.11.2016 - 14:00 Uhr


Das Überraschungsteam der Saison - Teil 2: Das Mittelfeld

Köln – Es ist bis zum jetzigen Zeitpunkt eine packende Bundesliga-Spielzeit, deren Fortgang erfreulicherweise unglaublich schwierig zu prognostizieren ist. Dass Pierre-Emerick Aubameyang am Fließband trifft und Manuel Neuer seinen Kasten einige Male sauber hielt, zählt nicht unbedingt zu den großen Überraschungen. Es gibt aber einige Spieler, die sich unverhofft in den Vordergrund gespielt haben. bundesliga.de hat ganz genau hingeschaut und präsentiert Euch im zweiten Teil das Mittelfeld der Überraschungs-Elf!

Rechtes Mittelfeld: Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim)

Erwartung: Das in der Jugend von Schalke und Dortmund ausgebildete Talent konnte bisher vor allem in der 2. Bundesliga Spielpraxis sammeln. Vom Tabellen-14. Fortuna Düsseldorf ins Kraichgau gewechselt, hatten wohl nur die wenigsten Experten den Deutsch-Türken auf dem Zettel.

Realität: Demirbay ist einer der Hauptverantwortlichen für den aktuellen Höhenflug der noch ungeschlagenen Hoffenheimer. Der 23-Jährige hat bisher drei Mal getroffen und zwei weitere Tore vorbereitet. Besonders eindrucksvoll: Sein Knaller zum 1:0 gegen Tabellenführer Bayern München, der von den bundesliga.de-Usern zum Tor des 10. Spieltags gewählt wurde.

Zentrales Mittelfeld: Naby Keita (RB Leipzig)

Erwartung: Keita kam im Sommer, wie so mancher Leipziger, von Red Bull Salzburg zum Bundesliga-Aufsteiger. Der Nationalspieler von Guinea wurde in Österreich bereits zweimal Meister, doch würde sich der erst 21-Jährige auch in einer stärkeren Liga bei einem eingespielten Team etablieren können?

Realität: Die Antwort ist ein klares "Ja".  Obwohl es nicht viele Neuzugänge in die Stammelf bei RBL geschafft haben, ist Keita bei Trainer Ralph Hasenhüttl als Schaltzentrale im Mittelfeld absolut gesetzt. Das Vertrauen zahlte er mit drei Toren zurück, darunter das entscheidende Siegtor beim ersten Bundesliga-Sieg gegen Dortmund oder der spektakuläre Sololauf gegen Bremen, der an das Jahrhunderttor von Diego Maradona 1986 erinnerte.

Zentrales Mittelfeld: Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Erwartung: Nach vielen Verletzungssorgen der Bayern in der vergangenen Saison konnte sich Kimmich unter Pep Guardiola vor allem in der Innenverteidigung beweisen. Mit der Verpflichtung von Mats Hummels schien die zentrale Defensive bei den Münchnern aber schon besetzt. Auch auf der rechten Außenverteidigerposition, wo Kimmich während der EM glänzte, müsste er sich hinter Philipp Lahm und Rafinha anstellen. Und auf seiner angestammten Position im defensiven zentralen Mittelfeld, hatten die Bayern gerade den frisch gebackenen Europameister Renato Sanches geholt.

Realität: Der 21-Jährige entwickelt sich nicht nur zum Stammspieler, sondern auch zum Torjäger: Vier Treffer in der Bundesliga, drei in der Champions League – nur Torschützenkönig Robert Lewandowski hat bei den Bayern öfter getroffen. Carlo Ancelotti wird an diesem Jungen noch viel Freude haben.

Linkes Mittelfeld: Marco Fabian (Eintracht Frankfurt)

Erwartung: Mit großen Erwartungen war der CONCACAF Champions-League-Sieger und olympischer Goldmedaillen-Gewinner im letzten Winter nach Frankfurt gewechselt. Neun Spiele und null Tore später war der Mexikaner bereits als Fehleinkauf der Hessen abgestempelt.

Realität: Obwohl Fabian im Mittelfeld aufgeboten wird, ist er mit nunmehr drei Toren und vier Vorlagen Frankfurts gefährlichster Spieler der Saison. Darüber hinaus glänzt er mit starken Zweikampfwerten. Nach einer durchwachsenen Anfangsphase ist der 27-Jährige endlich in der Bundesliga angekommen.

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